Die Sache mit den Beuys-Biografen

Kürzlich erschien ein Interview (Catrin Lorch) im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit dem Beuys-Biografen Hans Peter Riegel (Zürich), der zum zweiten Mal von sich Reden macht. Unter der Überschrift „Der Gestrige“ versucht die Autorin dem Motiv Riegels nachzugehen, ob  „nicht  der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Person eines Künstlers hinter das Werk zurücktritt?“ Riegel verneint das in dem Interview. Offensichtlich hat ihn der Film „Beuys“ von Andres Veiel zu erneutem Widerspruch angehalten, nachdem er bereits in seinem ersten  Buch mit dem Mythos aufgeräumt hatte, der junge Stuka-Bordschütze (Beobachter) sei gar nicht von Tartaren nach einem Absturz gerettet und in Felle eingewickelt worden.

Mir kommt das vor, als wolle Riegel sagen:“Ich weiß etwas was du nicht weißt!“ Im vorliegenden Interview rückt der Autor die verstorbene Kunst- Legende ins  passende Licht: er – Beuys – habe gar keine Metallplatte im Schädel gehabt, der Absturz über der Krim sei eine „Bruchlandung gewesen“ auf einer in der Nähe befindlichen Landebahn. Zu allem Überfluss liefert das Presseorgan als Beweis Beuysscher Nähe zum Völkischen im Sinne der Nationalpädagogischen Lehre  nach Ernst Krieck (Anmerkung des Verfassers) ein fürchterlich farbzersetztes Foto aus den siebziger Jahren, das ihn im Kreise der „Stukaflieger“ bei einem Kameradschaftsabend zeigt. Komischerweise sieht man auch einige Damen um den Tisch sitzen, offensichtlich Frauen der „Stuka-Kameraden“. Haben diese Damen auch einen JU 87 Sturzkampfbomber geflogen? Der damalige Fotograf der Szene kann vielleicht eine Antwort darauf geben, wenn er nicht zwischenzeitlich verstorben ist. Auf dem reproduzierten Bildmaterial sieht alles sehr tot aus!

Ich habe Beuys Anfang der siebziger Jahre kennengelernt. Vorausgegangen war ein Auftritt von ihm im Essener Folkwangmuseum. Zu der Zeit war ich in der Szene als malender und schreibender Strafvollzugsbeamter bekannt geworden und hatte bereits mehrere Ausstellungen u.a. in Galerien beschickt.  Offensichtlich war es ein Teil seiner  Persönlichkeit, seine Ideen, seine Interpretation seines Kunstbegriffes „jeder kann ein Künstler sein, aber er muss nicht unbedingt im klassischen Sinne malen oder bildhauern“,  zu verbreiten und nach Mitstreitern zu suchen, die diese Ideen  multiplizieren. Ich traf also auf den gereiften Beuys. Wir haben unsere Ideen und Vorstellungen über die gesellschaftsrelevanten Themen am Telefon oder auch im persönlichen Gespräch verglichen und diskutiert.

Ob Beuys eine Metallplatte im Kopf mit sich herumtrug oder bei den Tartaren mit Fett und Filz gepflegt wurde, war nie ein Thema, das zwischen uns behandelt werden musste.

Wenn ich heute über den Begriff des „Völkischen“ nachdenke, der zu Hitlers Zeiten in alle möglichen Lehrfächer einfloss, Deutschunterricht, Geschichte, Erdkunde, räumt sich mir der Magen auf, denn das Völkische ist an sich ebenso harmlos wie der Begriff der Heimat, Landschaft, Sprache, Musik und vermittelt Nähe und Vertrautes.

Einer Legende wie Beuys nachträglich eine Nähe zu den äußerst Rechten „Kameraden“ zuzuordnen, anstatt ihn „bei den Linken“ einzubinden, scheint auch  Catrin Lorch aufzufallen, die dem Biografen  H.P. Riegel kritische Fragen stellt.

Ich habe mehrere Beuys Biografien zur Kenntnis genommen u.a. auch ein sehr umfangreiches Druckwerk mit dem Titel „Beuys zu Ehren“, das für den stattlichen Preis von nahezu 200.-DM im Handel erschien. Grund dieser Anschaffung war meine Frage an Eva Beuys, mit der ich zweimal einen Schriftwechsel führte, was mit Beuys nach seinem Ableben geschehen sei, weil ua. seine engsten Vertrauten oder Freunde keine Gelegenheit dazu bekamen, an der Trauerfeier teilzunehmen. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit Johannes Stüttgen, den der Autor „Beuys Adlatus“ nennt, in welchem dieser „Adlatus“ seine Bestürzung über den Tod seines Lehrers ausdrückte. In diesem Nachschlagewerk werden im hinteren Teil des Buches – von seinem Sohn Wenzel formuliert – die Koordinaten genannt für die Stelle, an der Beuys Asche in zwei Bronzeurnen im Schleswig Holsteinischen Wattenmeer versenkt wurde. In diesem Nachschlagewerk reihen sich Arbeiten von Künstlern, die als „Freunde“ in bestimmten Galerien ihre Werke feilboten. Plötzlich wollte ja jeder Beuys Freund gewesen sein, der sehr gut unterscheiden konnte, mit wem er „ein Bier“ trank und mit wem er über Inhalte des Kunstbegriffes diskutierte.

Trittbrettfahrer berühmter Zeitgenossen finden wir überall, u.a. bei den Biografen, die nicht selten einem  Brotberuf als investigativ werkelnde Journalisten nachgehen – wie zum Beispiel Heiner Stachelhaus, der in den siebziger Jahren u.a. als Kulturjournalist bei einer Essener Zeitungsredaktion (Ruhrnachrichten) Bilderausstellungen besuchte und Kritiken verfasste. Ein anderer Biograf trat nach Beuys Ableben im Jahre 1986 an mich heran, um Informationen zu Beuys Leben und Werken einzuholen.

Der Verdacht, dass sich u.a. Biografen im Schatten berühmter Persönlichkeiten selbst in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken wollen, hat sich bei mir im Laufe der Jahre erhärtet. Also scheint es für sie von ungeheurer Wichtigkeit zu sein, auch Negatives aus dem Leben der Betreffenden hervorzukramen, so wie das auch bei dem Schriftsteller Günter Grass geschehen ist. Auch ihm wurde eine anfängliche Nähe zum Hitlerregime assistiert, weil er als junger Bursche  bei der  Waffen-SS gedient habe. Dabei wird völlig übersehen, dass  „Suchende“ auf ihrem Wege zu ihrer Persönlichkeit auch irrende Wege beschreiten mögen, die sie aber alsbald wieder verlassen.

Joseph Beuys Großmannssucht zu unterstellen, weil er angeblich nie Naturwissenschaft studiert habe, zeigt, dass Riegel sich eigentlich nicht mit den Inhalten der Beuysschen Gesellschaftsphilosophie, die ja den Kern seiner Kunstauffassung spiegelt, befasst hat. Natürlich war Beuys mit dem Naturforscher Sielmann als Fotograf unterwegs. Beuys Begriff vom „Studium“ einer Disziplin war ja ein völlig anderer, deshalb sollte die Idee der FIU (Free International University for kreativity and interdisciplinary resurch“ ein völlig anderer Weg zu den Erkenntnissen über die meta ta physica sein, nicht jener der Anpassung der rein formalen Befähigungen, die das Arbeitsleben erfordert und vorwiegend „Fachidioten hervorbringt“, die man in jede Ecke kullern kann, die das Establisment für wichtig und richtig hält.

Richtig ist die Nähe von Beuys Kunstbegriffen zur Antroposophie (Rudolf Steiner). Das stört viele, die sich mit Beuys Kunstwerken konfrontiert sehen, mit denen sie nichts anzufangen wissen. Im Grunde ist Beuys ein Symbolist wie ich, nur dass ich meiner Kunstrichtung auch einen Namen gab:“ Neosymbolismus“, was so manchen Kunstkritiker störte, weil wieder ein „ismus“ angehängt wurde. Künstler können Erfinder sein, was zum Beispiel bei der Namensgebung beginnt: Suchen Sie beispielsweise „Reliwette“ einmal im Internet. Sie werden weltweit keine zweite Person mit diesem Namen finden. Auf die Kunst bezogen ist das inhaltliche Verhältnis eines Bildwerkes (gemalt oder gehauen) in Form eines Symbols zu einer Idee bzw. Erkenntnis geradezu genial, was meinen Bezug zu Joseph Beuys als Freund und Mitgestalter ausmacht, der von einer „sozialen Plastik“ sprach.

Ich kann nur hoffen, dass ich niemals von einem „Kaliber“ des Hans Peter Riegel posthum „aufgearbeitet“ werde, weil ansonsten bei dessen Recherchen herauskäme, dass ich meine Erkenntnisse weitgehend aus dem „Studium“ der Religion gewonnen habe u.a. als Mormonenpriester mit zweiter „Weihe“ oder aus dem „Studium“ der frühen Dagobert Duck Geschichten Carl Barks, der den fiktiven „Fantastilliardär“ Dagobert Duck in den Fokus einer im fortgeschrittenen Stadium befindlichen kapitalistischen Gesellschaft rückte.

 

 

Es ist zum Ausscheiden…

…nur der Anus macht nicht mit. Wie ist die selbstmörderische Ungeheurlichkeit zu beschreiben, wenn ein durchgeknallter Trump tausende oder millionen Menschen in einen Waffengang mit hineinzieht, der von vornherein nicht nur völlig sinn- und hirnlos ist, sondern auch von keinerlei Aussicht auf Verbesserung der politischen „Weltlage“ ausgehen darf.

Und die Bundeskanzlerin der BRD? Sie unterstützt die Amerikaner nach dem Motto “ Wir sind in Gedanken bei Euch!“ , halten uns aber militärisch heraus.

Erinnern wir uns an den Denkspruch, dass der „Teufel immer auf den dicksten Haufen scheißt“ und betrachten dabei die Malereien von Hieronymus Bosch.  Sich anlehnen an die Mächtigen, in deren Brandschatten gute Geschäfte  zu machen und sich zumindest ideologisch auf deren Seite zu schleimen, das ist keine Auszeichnung für Menschen, die sich an der Regierungsarbeit entweder führend oder zustimmend beteiligen. Das ist einfach nur schäbig, dilettantisch und keineswegs zukunftsweisend.

Dass die zumeist tumbe Bevölkerung lieber die Bildzeitung liest anstatt auf ihre mahnenden Rufer zu hören, ist ein Zustand, der das ganze außenpolitische Treiben der Mächtigen unterstützt, die geradewegs beruflich das vermissen lassen, was an kaum einer Universität gelehrt wird: Weitsicht und Menschlichkeit, Vernunft und die so immens wichtige Ratio, von der gesagt wird, dass man sie nicht mit Schaumlöffeln zu sich nehmen kann.

Ich befürchte in diesem Moment, dass sich Putin und seine Generäle in diesem Moment überlegen, wo sie ihrerseits ein paar Raketen aufschlagen lassen. Denn selbst ein Simpel wie Trump muss sich doch irgendwie (nach dem Zufallsprinzip) ausmalen können, dass die russische Administration dazu in der Lage ist.

Dass die Russen nicht die Gorch Fock aufs erste Korn nehmen (Segelschulschiff der Marine) dürfte jedem klar sein. Aber wie ist so ein völlig dämlicher Spruch aus Sicht der Russen zu bewerten: „Ich unterstütze die Amerikaner, mache aber bei der militärischen Aktion nicht mit?“

Außerdem hat die Arbeit der Untersuchungskommission (Gasmunition einschließlich Bomben) noch gar nicht begonnen.

Nein, wenn Frau Merkel jemals ein Rückrat besessen hätte, dann würde sie sagen:“ Sorry, Mr. President, it`s Your opinion, not mine – it`s  too early for a successfull suicide!“

 

 

Unverantwortliche Sandkastenspiele…

…und ein Hetzblatt namens BILD, ein täglich erscheinendes Pamphlet, das den Namen „Tageszeitung“ nicht verdient. Die heutige headline hetzt:

“ Russland, mach dich bereit – die Raketen kommen“.  Willfährig springen Großbritannien und Frankreich auf den Zug auf, der von Trump in Bewegung gesetzt wurde. Hintergrund sind wie so oft in der Syrientragödie die Gasattacken auf u.a.  Zivilisten. Die oft gepriesenen Geheimdienste sind nicht in der Lage festzustellen, wer dafür verantwortlich gemacht werden kann, aus welchen Beständen die weltweit geächteten „Waffen“ stammen oder wer sie hergestellt und/oder wann geliefert hat. Verantwortlich könnte auch jemand sein, der die Großmächte gegen einander aufhetzen will. Bekanntlich gibt es „dankbare“ Abnehmer für derart hinterlistige Vorgehensweisen.

Dabei kann sich jeder Troll  chemische Keulen im Supermarkt in Form zweier unterschiedlicher WC Reiniger beschaffen.  Auf den Gebrauchsanweisungen der Verpackungen wird davor gewarnt: eine der Komponenten ist Chlorphosphat mit mehrfacher Sättigung und Wasser. Wer einmal von der angesprochenen Substanz in Verbindung mit einem  WC Reiniger eines anderem Wirkstoffes eine Nase voll genommen hat, der weiß, wie schnell eine Bewusstlosigkeit eintritt oder sogar der Tod. Jeder kann solch eine chemische Verbindung in Kanister abfüllen und mit Wasser anreichern.

Das Gefährliche an der Reaktion Herrn Trumps ist die mögliche Einbindung der Natomitgliedsstaaten in eine militärische Auseinandersetzung  mit Syrien, einem der wenigen Länder, die auf Russland eingeschworen sind, einem Staat, der als Schutzmacht angesehen wird. Russland selbst, von der Nato regelrecht umzingelt, möchte selbstverständlich auch Einfluss auf das Weltgeschehen ausüben und nimmt von daher gerne andere Staaten unter seinen Einfluss und damit unter seine „Fittiche“.

Weshalb pfuschen Großmächte wie die USA in die Obliegenheiten anderer Staatsgebilde, die sich politisch in Aufbau und Wandel befinden? Die Frage, wer die deutsche Bevölkerung in den Jahren 1618 bis 1648 vor den Schweden beschützt hat, die einen Religionskrieg in Deutschland führten, ist durchaus berechtigt, denn es ist mal gerade 400 Jahre her. Gott sei es gedankt, dass es damals noch keine Bildzeitung gegeben hat. So musste die Bevölkerung zwar leiden, Soldaten sterben, aber heute sind wir gute Freunde der Schweden. Im Nachhinein kann der aufmerksame Betrachter der Kriegshistorie einen tragischen Befund erheben: Es war alles vergebens, das Leiden, die Toten, die Zerstörungen von Bauten und Kultur.

Dient den Menschen der Jetztzeit das als Warnung? Der BILD jedenfalls nicht, denn sie stochert in den Brandthemen und hetzt und provoziert.

Das sind gefährliche Sandkastenspiele, bei denen jeder dritte Teilnehmer einer zuviel ist. Dabei geht es nicht um Sandkuchen und Förmchen, sondern um Nähte, welche unseren Erdball zusammenhalten.

Ich kann unserer großen Koalition mit Frau Merkel an der Spitze nur zurufen: haltet Euch aus einem Angriffskrieg heraus! Haltet Euch an das Grundgesetz! Niemand hat das Recht, das Verteidigungsbündnis Nato zu missbrauchen. Wenn Herr Trump bzw. sein Geheimdienst unfähig sind, die Hinterleute zu entlarven, die chemische „Waffen“ auf die syrische Bevölkerung loslassen, dann sollte er Menschen konsultieren, die ihm dabei helfen, das herauszubekommen. Möglicherweise könnte gerade Russland dabei helfen, und: fragen kostet nichts und ist wesentlich rationaler, als einen dritten Weltkrieg zu riskieren.

Und glaube nur ja niemand, ich verbreite hier russische Propaganda. Ich bin amtlicherseits seinerzeit getestet worden, bevor ich auf die Menschheit losgelassen wurde und verfüge über einen sehr hohen IQ (nach MPI) und gebrauche diese Begabung einfach der Erkenntnis nach.

Der alte Kunstmeister ist sich gar nicht sicher, ob er heute Abend mit seinen Freunden einen ruhigen Skat dreschen  darf und rät wie immer:

Niemals aufgeben mit der ratio (nicht Ration), denn noch sind wir!

Prost! Austrinken!

 

 

 

Die Geschichte mit den Geheimdiensten

Lebensgefährliches Nervengift auf einen „umgedrehten“ Spion aus Russland, zuletzt im Dienste seiner Majestät, der Königin von England. Nein, nicht James Bond oo7, der Filmheld mit dem Spezial Aston Martin samt Schleudersitz und eingebautem Flammenwerfer. Kopfschütteln über Kopfschütteln: ein internationales Beziehungsdesaster hat dieser Anschlag ausgelöst. In den Fokus der Verdächtigung geriet natürlich zunächst Russland mit der Erinnerung an die Machenschaften des ehemaligen KGB, jenem Dienst, der mit Vaterlandsverrätern nicht gerade zimperlich umging. Man gab dem Nervengift einen Namen, mutmaßte Russland als den Hersteller. Das reichte, um russische Diplomaten des Landes zu verweisen. Mitgliedsstaaten der EU folgten dem Beispiel. Die Reaktion Russlands ließ nicht lange auf sich warten. Geheimdienste haben alle etwas gemein: sie arbeiten verdeckt und ziemlich autonom, so dass die Regierungen der entsprechenden Staaten oft gar nicht wissen, was ihre „Dienste“ so ermitteln, was daran richtig oder falsch ist. Das beste Beispiel lieferte der Geheimdienst der USA, als es darum ging, dem Irak etwas in die Schuhe zu schieben, um einen Krieg  zu rechtfertigen. Später stellte sich heraus, dass die Luftaufnahmen mehrere Jahre alt waren und der Bericht von einem Studenten einer amerikanischen Universität abgekupfert war. Mit allen Ehren wurde der Leiter des Dienstes daraufhin verabschiedet und in Rente geschickt. Gibt ein interessierter Mensch unter dem Begriff „internationale Geheimdienste“ eine Suchanfrage bei Google ein, wird er in einer Form fündig, dass ihm schwindelig werden kann. Allein die BRD liefert drei Organisationen, den ehemaligen MAD (militärischer Abschirmdienst) jetzt BAMAD (Bundesamt für …),den Bundesnachrichtendienst BND und jenen für Verfassungsschutz. Wie gut und zuverlässig solche „Dienste“ autonom agieren, sieht der kritische Bürger an den haarsträubenden Vorkommnissen in den Ermittlungen gegen die Mitglieder des NSU. Akten gerieten versehentlich in den Reißwolf, ein verdeckter Ermittler, der in einem Internetcafè am Rechner saß, hörte einen Schuss nicht, der im Nebenraum fiel, und es ähnelte der Passage aus einem Grimmschen Märchen, in dem es  an mehreren Stellen hieß:“Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Nun sollte ein kritischer Bürger auch mal Erkundigungen einziehen, mit welchem Etat die verschiedenen Dienste agieren, denn es müssen nicht nur Gehälter an offizielle Mitarbeiter gezahlt werden, sondern auch Mittel zum Unterhalt für „wistleblower“ aufgewendet werden, die in den verschiedenen staatsgefährdenden Gruppen verdeckt wirken. Nun kann man sich vorstellen, welcher geheimdienstliche Aufwand weltweit betrieben wird. Allein die Erwähnung der Worte, Verfassungsschutz, Geheimdienst oder Spionage in diesem Kommentar führen dazu, dass der blog, auf dem er  publiziert  sowie die gesamte website durchforstet wird. Inzwischen werden die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mitbekommen haben, dass an dieser Stelle zwar kritisch, aber nicht verfassungsgefährdend kommentiert wird. Nebenbei soll nicht verschwiegen werden, dass öffentlich geäußerte Kritik an Missständen in der BRD erlaubt sind , weil jeder weiß, dass die Mehrheit der Bürger ohnehin nicht an Kritik interessiert ist solange die Regale in den Supermärkten gefüllt und der Treibstoff für den auf Raten gekauften PKW bezahlt werden kann.

Die Frage, ob die Bereitstellung von „Diensten“ weltweit überhaupt erforderlich ist, oder ob lediglich Abwehrfunktionen zum Tragen kommen, anstatt in anderen Staaten „herumzustochern“, die eigenen Spione ins know how anderer Fabriken einzuschleusen oder wehrtechnische Ergebnisse erspähen zu lassen, sollte sich jeder einmal selbst beantworten. Auch die Tatsache, dass sich innerhalb der EU bespitzelt wird, innerhalb der NATO -Staaten oder sogar der UNO, gibt zu denken. Wie kann Vertrauen z.B. zwischen den USA und der BRD aufgebaut werden, wenn in Deutschland Handys überwacht werden bis hin zum Mobiltelefon der Bundeskanzlerin? Muss es hingenommen werden, dass der Leiter des amerikanischen Geheimdienstes auf Vorhalten antwortet: „Das ist wie beim Duschen, man ist hinterher clean?“

Kinder, Kinder, was für eine Welt! Der alte Kunstmeister rät wie immer: Prost! Austrinken, denn noch sind wir oder besser: dennoch sind wir, aber nur so lange, bis uns die Schöpfung vom Dreirad schubst! Denn mit jenem Gefährt der Kindertage sind die meisten Erwachsenen der Jetztzeit noch immer unterwegs.

 

 

 

 

Mächtige und Mächtigerne (Möchtegerne)

Sie möchten am Zenit des Himmels stehen, der Zeit ihren Stempel aufdrücken, unvergessen sein bis in alle Ewigkeit. Die Pyramiden der alten Pharaonen warnen vor solchen Ansinnen. Wo dereinst Baumeistern und Architekten (wegen der Geheimhaltung der Eingänge) die Zungen abgeschnitten oder sie bei lebendigem Leibe mit eingemauert oder zugeschüttet wurden, darf sich heutzutage jeder Besucher in den Pyramiden umtun, falls er nicht samt Shuttle-Bus auf dem Wege dorthin weggebombt wird.

Viele Menschen haben ihren fragwürdigen Status der Macht mit abgelängter Strotte bezahlen müssen. Dennoch geht dieses makabre und völlig sinnlose Streben weiter, denn es finden sich immer und immer wieder Protagonisten auf den Sprung zur Macht ein. Und nicht nur das! Auch Künstler,Baumeister und Architekten springen auf den Zug des Erfolges auf, lassen sich benutzen, benehmen sich willfährig, bieten sich feil – so wie Marktfrauen einen Sack Kartoffeln andienen, die wenigstens noch gekocht und gegessen werden können. „Schande über Schande“, möchte man ausrufen, doch die Leute finden nichts dabei: Beim Talentwettbewerb eines Privatsenders wird Schlimmeres geboten.

Wenn der Teufel die Wetteifernden vom Dreirad schubst, ist Essig mit der Talentshow, mit dem Druck zu Ruhm und  der Geilheit nach Macht und Geld. In vielen Fällen ist nämlich das Dreirad noch nicht einmal bezahlt.

Vom Dreirad aufs Denkmal, so sei ein Karrieresprung beschrieben: „Steiler geht`s nicht“, so beschreiben Zeitzeugen das merkwürdige Gebaren. Fatal ist nur, wenn in der Schlossallee die Miete nicht bezahlt werden kann, um es mit dem Monopoly-Spielplan auszudrücken.

So offenbart sich der Tanz um das goldene Kalb heute, das goldene Kalb, von dem im Alten Testament die Rede ist. Scheinheilig das Ego, das des Nachts ins Kissen fleht: „Hab mich lieb!“ Alldieweil LIDL an Feiertagen suggeriert:“ Luxus für alle!“ Da gibt es die dicke Havanna für das kleine Geld und auch die Flasche Sekt soll nicht fehlen, damit wenigstens für ein paar Wohltuminuten über den Hampelmann hinweggesehen werden kann, der sich dem Wahlvolk präsentiert: „Wählt mich! Honig und Schleim über Euch. Ihr werdet weichgespült, weicher geht`s nicht! Der große Knall kommt früh genug. Den müsst ihr heute noch nicht hören!

Prost! Austrinken, denn noch sind wird -äh – dennoch sind wir!

Euer alter Kunstmeister

Bin stolz auf Euch, amerikanische Schüler und Schülerinnen!

Ihr bekommt ein ganz großes Kompliment vom alten Kunstmeister! Die amerikanische Jugend muss gehört werden! Euer Protest, Euer Rufen, sich gegen den Waffenlobbyismus in den Vereinigten Staaten von Amerika zu erheben, den Politikern mit Entzug Eurer Wahlstimme zu drohen, ist genau das geeignete Mittel, Euren Stimmen Gewicht zu verleihen. Ich weiß, dass sich viele Erwachsene Euch und Euren Rufen anschließen und noch anschließen werden. Es sind nicht nur Eure Eltern darunter, sondern auch die Eltern jener Töchter und Söhne, die erst in einiger Zeit eingeschult werden. Es musste offensichtlich erst zu solch massiven Tötungen von Schulkindern und Lehrern kommen, Tötungen durch Waffennarreteien, die von jenen forciert werden, die daran verdienen. Ihr habt es vollkommen richtig erkannt: Waffen können nicht durch Waffen bekämpft werden, so dass es keine Tötungen durch Schusswaffen mehr gibt, sondern indem sie abgeschafft werden. Deshalb rufe ich Euch zu: Lasst Euch nicht durch halb- herzige Zusagen abspeisen wie etwa dem Angebot, kleine Veränderungen an  halb- und vollautomatischen Waffen gesetzlich anordnen zu wollen. (Selbstladewaffen), denn selbst die Munition aus großkalibrigen Revolvern verursacht tödliche Verletzungen, wenn sie gegen Lebewesen eingesetzt wird. Ihr beschämt die erwachsenen Bürger Eures Staates durch Eure Proteste und Aktionen. Denn es wäre längst an der Zeit gewesen, dass Erwachsene  die Initiative ergriffen hätten, um Euch zu schützen! Ihr tragt auch dazu bei, dass sich Eure Polizisten wohler fühlen, wenn sie nicht während des Streifendienstes ständig damit rechnen müssen, aus dem Auto, von einer Hausecke oder hinterrücks von irgendwelchen Menschen beschossen zu werden. Es könnte durch Eure Proteste tatsächlich dazu kommen, dass künftig illegaler Waffenbesitz streng bestraft wird. Eine scharfe Schusswaffe gegen einen Menschen zu richten, darf nicht als Kavaliersdelikt abgetan werden. Denkt immer daran, niemand hat das Recht, das Leben eines Menschen gewaltsam zu beenden. Eine solche Handlung ist unwiderruflich und keine Reue kann das ungeschehen machen. Es gibt auch keine Entschuldigung dafür mit Ausnahme, dass jemand sein Leben verteidigen muss. Und dafür gibt es Sportarten wie Judo, die geeignet sind, Angriffe auf die eigene Person wirksam abzuwenden.

Es ist unglaublich, was viele Menschen zusammen erreichen können, wenn sie unter einer gemeinsamen Idee handeln. Und dass so etwas von jungen Menschen initiiert wurde, erfüllt mich mit großer Freude! Amerika scheint doch noch nicht verloren, denn die Zukunft gehört den jungen Menschen, nicht den alten, die das Geld verwalten!

 

 

 

Den Namen kennen, nicht aber die Dinge selbst

Wieder einmal Murks gebaut! Wieder einmal zu spät oder gar nicht entschieden. Wieder einmal auf die falschen „Propheten“ gehört! Muss so Vieles ausgesessen werden, bis es nicht mehr zu blocken ist? Zu lösende Probleme hintenan gestellt in der Hoffnung, dass sie sich von alleine regeln? Wieder einmal die Steuerzahler zur Kasse bitten? In Nordamerika werden Bauernopfer verurteilt und millionenschwere Strafen ausgesprochen, in Deutschland die Täuscher von der Regierung gedeckt! Die Rede ist vom Dieselskandal. Noch vor Jahren wurde der Dieselmotor als besonders wirtschaftlich und umweltfreundlich hervorgehoben. Weshalb? Weil er keine Zündkerzen verschleißt?

Wissen wovon ein Mensch spricht ist die Devise, die auszugeben wäre und nicht nur den Namen kennen – besonders, wenn dieser Mensch in wirksamer Regierungsverantwortung redet und handelt!

Fachkenntnisse vermitteln in diesem Falle die Automobillobbyisten.  Aber wie sonst gelangen Menschen in verantwortungsvoller Regierungsposition an Fachwissen, das zu einer Beurteilung der Sachlage befähigt und letztlich zu einer Entscheidung führt?  Eine akademische Ausbildung der juris prudens reicht an dieser Stelle mit Sicherheit nicht. Ingenieure/Innen, Professoren/Innen der verschiedenen Disziplinen sind Mangelware in den Parlamenten. Juristen gibt es allerdings reichlich. Wer tummelt sich eigentlich auf der politischen Bühne? Machtgierige und Schnellschwätzer? Ein Wesenstest (Eignungstest) wäre sicher hilfreich, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Statt dessen wird nicht selten die zueigene Biografie geschönt, als wenn das helfen könnte, eine Fachkompetenz zu erlangen. Kreuzworträtselwissen ist überhaupt nicht dazu geeignet, Lösungsansätze für schwierige Probleme zu entwickeln. Es hat sich in all den Jahren seit Bestehen der Bundesrepublik eine Methode entwickelt, tiefe „Risslöcher“ in der Gesellschaft mit der Maurerkelle zuzukleistern im Glauben, das eigentliche Problem sei beseitigt.

Zu diesem Thema fällt dem Zeitreisenden eine merkwürdige Begebenheit ein, die zwar fiktiv aber durchaus als Metapher durchgehen kann: ein Suchender wendet sich mit seiner Frage nach dem Weg zum Bahnhof an einen Passanten. Der erklärt, dass er nicht wisse wie man zum Bahnhof gelangt und fügt hinzu:“Aber wir können darüber reden!“ Es handelt sich um einen studierten Sozialarbeiter, an den der Frager geraten ist. Frustriert setzt der seinen Weg fort und begegnet einer älteren Dame. Er fragt sie höflich nach dem Weg zum Bahnhof. Darauf sie:“Sind Sie sicher, dass es hier überhaupt einen Bahnhof gibt?“ Es handelt sich bei der Frau um eine Diplom-Psychologin. Jetzt ist der Mann richtig sauer und steuert auf einen schwarz gekleideten älteren Herrn zu: „Aber Sie können mir doch sicher den Weg zum Bahnhof beschreiben?“ Er bekommt zur Antwort: „Mein Sohn, vertraue Gott, dann wird er dir den richtigen Weg weisen!“ Das ist ein Pfarrer! Der vierte Mensch, den der Mann um eine Wegbeschreibung bittet, ist ein studierter Sozialwissenschaftler, der ihm folgende Antwort gibt: Lies das Buch „Das Kapital“ von Karl Marx und Dir wird es wie Schuppen von den Augen fallen, denn  die Antwort liegt in Dir selbst!  Zuletzt gerät er an an einen Lobbyisten der deutschen Automobilbranche. Der erklärt ihm die Vorzüge eines Dieselautos mit dem Hinweis auf den großen Aktionsradius (8oo km ohne nachzutanken) und den Vorteil, dass er nie wieder nach einem Bahnhof fragen muss. (Onkel Volksmund, ein wenig nachgeholfen vom Unterzeichner)

Philosophen, Propheten und Heiler werden wir auf den Regierungsbänken vergeblich suchen, denn sie meiden Menschenansammlungen von mehr als 630 Personen, die sich jahrelang von einer aussitzenden Kanzlerin beherrschen lassen müssen und die ihre Entscheidungen unter anderem von der Beratung durch die  Automobilkonzerne abhängig macht, jenen Machern, welche die Vollbeschäftigung garantieren. Nichts ist schlimmer als vor Konsumhunger maulende Wähler, die den Hals nicht schnell genug voll kriegen, und solange der Hosenanzug passt, drückt die Regierungsbank nicht auf das Gesäß! Das ist eine überlieferte Weissagung der Creek-Indianer, die kein Geld essen wollten und deren Nachfolger jetzt in Reservaten in den USA leben.

Jetzt haben Sie den Salat, liebe Leser! Viel Freude  an Ihren Dieselautos der Schadstoffklasse 5 und noch viel weniger…

…wünscht Ihnen Ihr alter Kunstmeister! Prost! Austrinken und niemals aufgeben, denn noch sind wir oder besser: dennoch sind wir!

Sch(m)utzpatronin der deutschen Autoindustrie…

..so wurde die Bundeskanzlerin in der Sendung “ Die Heute-Show“ mit Oliver Welke vom vergangenen Freitag grafisch dargestellt (Fotomontage). Ein Bezug hierzu lässt sich herstellen, denn erst kürzlich hatte sich Frau Merkel dahingehend geäußert, dass sie es nicht empfiehlt, dass die Automobilbranche das Abgasdefizit der Dieselfahrzeuge nachbessert. Im Klartext heißt das: sie ist dagegen. Allerdings heißt das auch, dass die Kosten einer Nachbesserung nicht von der Automobilindustrie getragen werden müssen. Diejenigen, die auf betrügerische Weise die Abgaswerte manipuliert haben, bleiben verschont. Dabei hatte die Firma Bosch als Zulieferer der elektronischen Bauteile eine Warnung beigegeben, in der es geheißen haben soll, dass diese Bauteile nicht dafür verwendet werden dürfen, um Abgaswerte zu beeinflussen. Es könnte sich dabei um elektronische Abriegelungen /Regelungen des Kraftstoff-Luftgemisches handeln, die bewirken, dass es bei Kontrollen durch ein Diagnosegerät zu einem mageren Gemisch kommt, was zu einer Leistungseinbuße führt, was wiederum den Ausstoß von CO2 /Stickoxyden verringert. Andererseits geht es bei der angespochenen Belastung großer Städte mit riesigem Verkehrsaufkommen nicht nur um den CO2 Ausstoß, sondern auch um die Belastung der Luft durch Feinstaub. Bislang ist noch niemand auf die Idee gekommen, wo der pulverisierte Abrieb der Reifenoberfläche abbleibt. oder die feingemahlenen Bremsbeläge als Folge des „natürlichen“ Verschleißes. Weiter sei an dieser Stelle nachgefragt, weshalb man beim Betrieb der leistungsstarken Turboprop und Düsenaggregate der Flugzeuge niemals nachgefragt hat, wie mit den Abgaswerten umgegangen werden soll? Zu guterletzt noch ein Hinweis auf die Luftverpestung durch Container- und Kreuzfahrtschiffe, deren gewaltige Motoren noch mit Schweröl betrieben werden, das so zäh ist, das es vorgewärmt werden muss, damit es überhaupt in die riesigen Zylinder eingespritzt werden kann. Übrigens, das Militär mischt hier kräftig mit!

(Flugzeugträger mit und ohne Atommeiler). 

Es ist und bleibt wie es erfunden wurde, da beißt die Maus keinen Faden ab, und schweres Gerät muss bemüht werden, um wieder einmal ein Kind zu bergen, das in einen sehr tiefen Brunnen gefallen ist. Es ist wie eine Beigabe zum Größenwahn der Menschen: Erfindungen werden viel zu schnell umgesetzt, die der Welt ein Heil versprechen und den Machern die Goldkrüge füllen. Welche Anstrengungen und Kosten haben mehrere Nationen unter Aufbietung bester Ingenieurskunst aufbringen müssen, um einen Sarkophag für den durchgebrannten Reaktorblock in Tschernobyl zu realisieren und in Positiuon zu bringen! 

Wie viele studierte Menschen haben Tag und Nacht geleiert: „Die Atomkraftwerke sind sicher!“

Frau Dr.Merkel als studierte Physikerin muss das auch geglaubt haben. Aber wie formulierte es Konrad Adenauer in den fünfziger Jahren? Er formulierte im Brustton der Überzeugung:“Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ 

Das Fiasko stellt sich in der Unfähigkeit der Menschen dar, wenn sie bewusst schlechte Nachrichten oder Erkenntnisse ausblenden und diese nicht wahrnehmen wollen. Es ist , als stecke ein Vogel Strauß seinen Kopf in den Sand. Sollte man ihn dabei in den Arsch treten, ist es empfehlenswert, einen Geländewagen mit laufendem Motor bereit zu haben, weil bekannterweise diese Vögel recht aggressiv reagieren können, wenn man ihnen zu nahe tritt.  

Die Deutschen scheinen leidensfähig! Sie nehmen das Fiasko fast klaglos hin. Schlimmstenfalls wird der Wagen verschrottet und ein neuer (Diesel) beschafft. Das ist in der Tat eine Form der Konsequenz. Bewundernd muss ich meine Nachbarn aus Frankreich anschauen, die selbst bei kleineren Übeln dem Bürgermeister ihres Ortes Karren voller Mist vor und in die Amtsstube kippen. Sie können allerdings auf eine Revolution zurückblicken, während der die Leute johlend die Aristokraten auf das Schafott geschleppt haben, während das deutsche Volk infolge zweier verlorener Weltkriege das Leiden „von der Schippe auf“ gelernt hat. Die Menschen folgten der jeweiligen Obrigkeit wie paralysierte Affen ins Verderben! Das ist an uns Deutschen offensichtlich haften geblieben und wurde mutmaßlich mit den Genen an die nachfolgenden Generationen vererbt.

Wie auch immer die „Geschichte“ ausgehen wird: das Volk wird die Zeche bezahlen müssen und keiner wird schimpfend und unter Eierbeschuss aus dem Lande gejagt.  

Es ist wie aus der Geschichte um Troja, als Odysseus auf der Rückreise nach Itaka in eine Irrfahrt geriet und mit seinen Gefährten auf der Insel des einäugigen Riesen Polyphem anlandete. Dieser wollte ihn und seine Mannschaft aufessen, was den listigen Odysseus dazu bewog, den Riesen trunken zu machen und ihn mit Hilfe eines im Feuer gehärteten Baumstammes während des Schlafes zu blenden. Vorher hatte er sich allerding dem Riesen vorgestellt: Ich heiße „Keiner“ und mein Freund hier heißt „Niemand“. Als der geblendete Riese voller Wut und Schmerz ans Gestade der Insel torkelte und seinen Vater, den Meeresgott Poseidon, um Hilfe und Rache beschwor, fragte dieser, wer ihn, den Polyphem, geblendet habe, erhielt er die Antwort:“Keiner hat mich geblendet und Niemand hat es gesehen!“ 

Dieser dezente Hinweis soll Ihnen, liebe Leser, ein Gefühl dafür vermitteln, wie die Sache mit den erhöhten Immissionswerten in unseren Großstädten ausgehen wird. Und ich füge noch hinzu:“Sie werden weiterhin die ihnen bekannten Volksparteien wählen!“

Prost! Austrinken! Noch sind wir!

Euer alter Kunstmeister

 

 

 

 

Die „Basis“ befragen?

Kollege Schulz will auf dem Delegierten-Parteitag nachfragen, ob er die GroKo eingehen soll – darf -muss.

Im Vorfeld ließ Bertelsmann über RTL schon mal verlauten, dass die SPD im Falle der Ablehnung in der Wählergunst weiter absacken würde. Woher will RTL das wissen?

Denken wir doch einmal gemeinsam nach, woran es liegen mag, dass die „Gunst des Volkes“ sich von den Genossen abwandte?

Weshalb wandte sich die „Gunst des Volkes“ in nicht zu übersehenem Maße von der CDU ab?

Wie kommt es bei einem deutschen Wähler an, wenn er die Zeitung aufschlägt und einem Bericht entnimmt, dass jeder vierte Hartz IV-Empfänger ein Flüchtling ist bzw. ein Langzeitarbeitsloser mit Migrationshintergrund? An dieser Stelle vergleiche ich die Situation mit einem Rettungsboot für 18 Personen, in welchem sich bereits 20 Personen aufhalten und bereits leichter Wellenschlag das Wasser über die Bordkante schwappen lässt.  Ist es angebracht, die Hilfsbereitschaft nach dem Motto „wir schaffen das“ dermaßen auszureizen, dass die Lage der Selbstzerstörung in bedrohliche Nähe zu rücken scheint? Die Rede ist von den Städten und Kommunen, von denen über 90 Prozent eklatant verschuldet sind. Da mögen sich dem kritischen Beobachter der Verschuldungsszenerie die Fußnägel aufrollen, wenn sie sich von irgendwelchen Sprücheklopfern anhören müssen, dass Deutschland ein reiches Land sei. Was ist das für eine verdrehte Welt, in der von Reichtum gesprochen wird, obwohl eine unüberschaubare Schuldenlast auf dem Staat, den Ländern, und Städten (Kommunen) lastet?

Diese Situation hat überhaupt nichts mit dem Übernationalen zu tun, wenn irgend eine tumbe Person in den Chor einfällt: „Deutschland den Deutschen“. Anders gelagert erscheint mir der Ausruf:“Das Wasser schwappt über die Bordkante des Rettungsbootes“ und „der Kapitän muss von Bord (abdanken), sonst saufen wir ab!“

Nun haben wir bisher mehrere Kapitäne in der Regierung gehabt, leider keinen „Kapitän zur See“. Jeder in der Regierung, der einen Ministerposten bekleidet, hat für sein „Binnengewässer“ mehrere goldene Litzen auf Schulterklappen und Ärmeln. Aber in den meisten Fällen haben sie für ihr Binnengewässer kein Patent. Das ist bedauerlich, wie ich meine. „Schuster, bleib bei Deinem Leisten“, lallt der Wähler in sein Bier, „wenn ich einen Rechtsanwalt brauche, dann suche ich eine Anwaltskanzlei auf und nicht den Bundestag!“

Gedankenstrich!

Also befragt Methusalem seine „Basis“ und wirbt für die große Koalition, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie er seiner Partei der ehemals Arbeiter /Arbeitnehmer ein neues Profil auf die Nase pappen kann. Dabei hat „Methusalem“ ganz übersehen, dass sich viele Arbeitnehmer inzwischen selbst als Unternehmer verstehen. Ehegatten, die mit einem  Einkommen nicht mehr zurecht kommen, arbeiten zu zweit in drei „Jobs“ und fühlen sich immer mehr als „Familienunternehmen“.  Dabei ist ein „Job“ eigentlich eine kurzfristige Tätigkeit, um sich ein Mittagessen zu verdienen. Wir sollten besser von Arbeitsplätzen sprechen, die so etwas wie Sicherheit vermitteln.

Wer eine Partei mit eigenem Profil sucht, findet die LINKEN als Alternative zum linken Flügel der SPD, den hauptsächlich die JUSOS nach außen vertreten. Beiden  Gruppierungen sei aber geraten, den Begriff des Sozialen nicht überzustrapazieren und sich keine Menschen ins Land zu holen, deren Köpfe durch „mehr-mehr bis ins Uferlose“ bereits vergiftet sind.

Schlusssatz:

Besser holt man sich eine breitgefächerte Meinung ein, nämlich bei den Wählern insgesamt, denn  auch die Meinung derjenigen ist aufschlussreich, welche nicht die SPD abonniert haben (Parteilose).

Sollte der Untergang der SPD verfilmt werden, schickt mir bitte eine Eintrittskarte zur Premiere.

 

Auf einem anderen Planeten leben?

Gestern Abend gab es im Ersten Programm die Jahresrückblende 2017 von Dieter Nuhr, dem Entertainer im Kabarett -Look. Er ist oder war bei mehreren Sendern unterwegs, hat zahlreiche Auftritte in deutschen Foren hinter  und einige noch vor sich. Nuhr füllt die Hallen, so viel ist sicher.

Inzwischen weiß fast jeder, Nuhr hat „Lehramt studiert“, betonte aber mehrmals in der gestrigen Sendung, dass er eine eigene Meinung zu den Dingen hat, die sich in Deutschland oder anderswo ereignen. Er beginnt dann seine Einschätzung wiederholt mit der Einleitung:“Ich persönlich….“.

Nun muss er sich als studierter Lehrer von einem ehemaligen Koordinator für den Betreuungsbereich (an einer entsprechenden Anstalt) sagen lassen, dass „ich“ ein Personalpronomen ist, ein persönliches Fürwort, dass es nicht verträgt, dass ein „persönlich“ angehängt wird. Weshalb? Weil „ich“ eben persönlich ist – außer jemand besäße zwei Persönlichkeiten: „ich“  und  „ich persönlich“! Wenn es so wäre, dann hat sich eine der beiden Persönlichkeiten das Jahr 2017 über  in einem intakten Deutschland aufgehalten, in dem zuviel grundlos gemeckert wird.

Es mag auch geschehen sein, dass er weisungsgemäß der „Institutsleitung“ (Anstalt öffentlichen Rechts) sein Programm in der Form aufgebaut hat, dass die Besucher angesichts des nahenden Weihnachtsfestes optimistisch eingestimmt werden sollen? „Deutschland ist eines der reichsten Länder“, erfuhren die Zuschauer. Das mag zwar stimmen, nur viele Menschen sind arm, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Kommunen sind verschuldet!

An dieser Stelle erscheint dann mein Lehrsatz: „Die Menschen sind reich – nur die Leute sind arm!“

Und: Schon mal etwas von Kinderarmut in Deutschland gehört, Herr Lehrer, oder von den vielen tausend Nichtsesshaften? „Den deutschen Bürgern geht es gut“, Herr Nuhr? Aber diese haben immer etwas „zu nörgeln?“

Kann es sein. dass Sie auf einem anderen Planeten leben, sozusagen in einem Paralleluniversum? Glauben Sie, dass es vielen Deutschen Spaß macht, sich ständig Sorgen machen zu müssen? Denn im Gegensatz zu Ihrer optimistischen Einschätzung läuft hier in Europa einiges schief, das haben inzwischen auch jene Menschen mitgekriegt, die nicht jeden Tag die Bildzeitung betrachten. Darüber vermag auch nicht das Lichterfest hinwegzutäuschen!

Ganz aktuell war Ihr Rückblick auf das Jahr 2017 auch nicht! Ich vermisste den Hinweis auf die Tatsache, dass die UNO mit überwältigender Mehrheit die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt ablehnte. Mir fehlte auch der Hinweis, dass die USA durch ihr Ratsmitglied denjenigen gedroht hat, die dagegen stimmen. „Man werde sich diejenigen merken und nicht länger den überhöhten Beitrag wie bisher leisten“.

Ich vermisste die Erwähnung des Russenmanövers mit dem fiktiven Ziel, die Nederlande und Deutschland mit Fernlenkwaffen und Bombern zu zerstören, in dem die Infrastruktur der Länder lahmgelegt wird. Auch mag in dem Manöver eine Replik auf die Manövertätigkeit der Nato vor der russischen Haustür zu sehen sein.

Darüber soll Mensch sich keine Sorgen machen? Über ein völlig sinnloses Handelsembargo gegen Russland soll der Bürger nicht nachdenken?

Verständlich erscheint mir, dass im Verbund mit dieser Themenwelt kaum ein Lacher bei dem hoffnungsfrohen Publikum zu erzielen ist. Anders ist die Situation beim „Genderbegriff“. Da kann herzlich gelacht werden. „Reichen Sie mir bitte die Aschenbecherin!“ Leider ist der Gag jetzt von mir. Im Übrigen reißt Mensch besser keine Scherze über Menschen, die sich mit /in ihrem Geschlecht nicht wohlfühlen.

Auch ich lache gerne, Herr Nuhr, über gutdurchdachte Satire, überzogen dargestellte Situationen des Alltages, die bei näherer Betrachtung komisch wirken, weil so viel „Dusseligkeit auf einen Haufen“ eigentlich gar nicht sein dürfte, z.B. wenn ausgerechnet unsere holländischen Nachbarn (oder wir) von einem europäischen Regierungschef als Nazis bezeichnet oder beschimpft werden, wie sie es  tatsächlich lustig vermittelt  haben. Jedoch: Der Erste, der Hitlers Stimme mit dem rollenden „r“ erfolgreich imitierte, war Rolf Stiefel in den fünfziger Jahren.

Nun könnte man dem entgegen halten, dass die Menschen in den fünziger Jahren bereits Socken trugen. Weshalb sollte es deshalb heute keine mehr geben?

Wenn allerdings ein alter zahnloser Opa aus den Reihen der AfD- Sympathiesanten  seiner Unzufriedenheit Ausdruck verleiht, mag das komisch aussehen – so wie Sie es gekonnt mimisch dargestellt haben – allerdings gibt die mangelnde zahnärztliche Versorgung des Jubilars und dessen sich  möglicherweise manifestierte Bildungslücke eher einen Grund zur Besorgnis, als einen Anlass dafür, sich krachend  auf die Schenkel zu klopfen. Das war mir zu platt!

Im Gegensatz zu früheren Sendungen ist „mir persönlich“ die Gestrige etwas daneben gegangen, obwohl Sie – und das muss ich Ihnen zugestehen – den Saal zum „Kochen“ gebracht haben.

Mit freundlichen Grüßen!

Der alte Kunstmeister