Deutschland in der Identitätskrise

Es ist an der Zeit endlich Klarheit in die Debatte zu bringen. Vokabeln wie „populistisch“, „Rechte“ und „Linke“ werden unter das staunende Volk geworfen. Eine neue Gruppierung gesellt sich hinzu: „Die Identifizierer“, denen man – wie soll es anders sein – faschistisches Gedankengut unterstellt oder Arterhaltung im völkischen Sinne der Nationalsozialisten.

Die AfD sammelt fleißig Stimmen von jenen, die unzufrieden sind und sich „unberücksichtigt “ fühlen, der Pegida gehen die Argumente aus. Was ist wirklich dran an „deutscher Identität“? Worin bestehen die oft zitierten „Werte“, die sich die Menschen in diesem Kulturkreis mühselig erstritten haben, und was wirft man den Menschen mit „Migrationshintergrund“ vor?

„Gutmensch“ und „Migrationshintergrund“ gelten unterschwellig schon als Schimpfworte. Soweit ist es bereits gekommen.

Im Nachhinein zähle ich Besonderheiten auf, die bei Menschen sichtbar werden, die aus anderen Kulturen kommen. Diese „Besonderheiten“ erschweren eine Integration in westliche Kulturen und stoßen bei den meisten Menschen auf Ablehnung, Menschen, die man nicht einfach als faschistische „Arterhalter“ in eine Ecke kullern kann. Menschen, die durchaus integrationsfähige/Integrationswillige „Zuwanderer“ akzeptieren.

Was abgelehnt wird, sind zum Teil religiös bedingte Riten wie Schächten auf dem Hinterhof, Beschneiden von Genitalien im Kindesalter. Abgelehnt wird von den meisten Bürgern die doppelte Staatsbürgerschaft bei einigen/ vielen türkisch stämmigen Deutschen, die dazu führt, dass dieser Personenkreis durch Wahlberechtigung Einfluss auf die türkische Regierung nehmen kann und umgekehrt. Die Hintergründe sind bekannt.

Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes politisch erstritten worden. Wer sich entschließt, seinen Wohnsitz in Deutschland zu nehmen, muss das ohne „wenn und aber“ akzeptieren. Dazu gehört u.a. das Wahlrecht der Frauen.

Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung. Das Heiraten im Kindesalter gehört ebenfalls nicht in den westlichen Kulturkreis. Ebenso gibt es im westlichen Kulturkreis keine Heirat mit Haupt- und Nebenfrau(en).

Im westlichen Kulturkreis hat es in den letzten zweitausend Jahren zwei Religionsrevolutionen gegeben. Die erste geschah unter Jesus Christus, der mit alten Religionslehren gründlich aufgeräumt hatte und das Christentum begründete. Die zweite Revolution erfolgte unter Martin Luther.

Diese „Revolutionen“ stehen bei den Mohamedanern noch aus. Der Lehre, kein Schweinefleisch zum Verzehr zuzulassen könnte eine Lehre folgen, das Verzehren von Fleisch insgesamt einzuschränken.

Selbst unser eigener Kulturkreis verliert zusehends an ethischen Werten. Das Weltbild erschließt sich mehr und mehr im rein Materiellen. Nach dem Motto: „Alle Affen äffen allen Affen alles nach“ geht den nachfolgenden Generationen immer mehr an Kreativität verloren u.a.: IM MUSISCHEN BEREICH.

Die „Ex and Hopp“ Mentalität nimmt gravierend zu. Die Folgen sind unübersehbar. Die Meere „ertrinken“ im Plastikmüll.

Die Bewohner des westlichen Kulturkreises tolerieren es ferner nicht, dass an vielen Stellen in den Städten und Gemeinden wilde Müllkippen entstehen. Diese Vorkommnisse allein den Flüchtlingen zu unterstellen, ist nicht gerecht. Das Problem mit „Mietnomaden“ taucht auch unter „Urbewohnern“ auf.

Wer z.B. in Deutschland leben will, hat deutsches Recht zu akzeptieren. Dazu gehört z.B. dass deutsche Ordnungskräfte wie z.B. die Polizei akzeptiert werden. Wer einen solchen Satz (wie oben) ausspricht, der muss nicht als „deutsch Nationaler“ verstanden, schon gar nicht als Faschist in die „braune Ecke“ gestellt werden.

Selbst deutsche „Ureinwohner“ sorgen dafür, dass die Menschen an „Heimat“ verlieren. Es müsste dringend darüber gestritten werden, was die Menschen unter „Heimat“ verstehen. Mir ist völlig unverständlich, wie sich das Verständnis von „Gartenkultur“ und/ oder der „Gebäudearchitektur“ gewandelt hat: Was sich Soldaten in Afghanistan zum Selbstschutz haben einfallen lassen, Steine in Käfigen zu stapeln, um sich vor Schüssen abzusichern, hält zunehmend in deutschen Gärten in Form von „Gambionen“ Einzug. Seelenloser geht es kaum. Die Errichtung von haziendaähnlichen Gebäuden ist auch so eine Modeerscheinung, die ganze Landstriche entfremdet.

Ja, Heimat ist auch ein Stück vertraute Gewohnheit, zu der sich ein gewisser Liebreiz gesellt. Es ist derart bescheuert, Menschen mit Heimatgefühlen in eine faschistoide Ecke zu stellen. Sich wohlfühlen in seiner vertrauten Umgebung darf nicht zum Schimpfwort werden. Vertraute Klänge, die so etwas wie gespürte Romantik aufkommen lassen, dürfen nicht einfach verteufelt werden, nur weil sie einer Vertonung in die Quere kommen, die mit vier Vollnoten auskommt, dafür aber durch ein kräftiges Rythmusarrangement „vervollständigt“ wird.

Es wird gemunkelt, dass nachfolgende Generationen mit einer Note auskommen. Die Intonisierung dafür wurde schon vor zig Jahren erfunden: Kammblasen!

Prost! Austrinken!


Von Werbung erschlagen…

…mag einer ausrufen, der sich eine Sendung bei einem der freien Sender zu Gemüte führen will, sei es eine Dokumentation, sei es ein Spielfilm, sei es eine soap, die den Namen auch verdient nach dem Motto: „Es ist noch Suppe da, dünn aber kräftig! Kameraden müssen satt werden – noch nen Eimer Wasser rein!“ Wie oft werden Sendungen durch Werbeeinlagen unterbrochen – und wie lange muss jemand auf dem WC ausharren, damit die Wartezeit mehr oder weniger sinnvoll überbrückt wird? Nach dem Werbespot eines Bau- Discounters, der mit einem durchgeschwitzten Männerhemd, das eingeschweißt in die Hände einer erfreuten Japanerin gelangte, um für die Frühlingstätigkeit im Garten zu werben (Jippi jippi Jeh)überbot ein Werbespot für eine Zock-Firma den geistigen Ausfall mit zwei bumsenden Gorillas, die im TV von einer Fernseh-Familie beobachtet werden ohne die Mine zu verziehen:“ Wenn Sie das aushalten ohne eine Mine zu verziehen, können Sie auch eine Chance haben beim Poker.“ Jedenfalls sinngemäß.

Dagegen nimmt sich die Werbung für Gummibärchen mit den albernen Erwachsenen geradezu harmlos aus.

Wieviel Blödsinn lassen sich die zappenden und nicht zappenden Gerätequäler noch gefallen? Die Ausweichmanöver, bei Werbeeinlagen auf den nächsten und übernächsten Kanal umzuschalten, gestalten sich zunehmend schwieriger, weil sich nahezu zeitgleich auf jedem Kanal eine Flut von mehr oder weniger dusseligen Reklameeinlagen auf die Betrachter ergießt. Oft ist im Nachhinein gar nicht zu erkennen, für welches Produkt soeben geworben wurde.

Dennoch gibt es geradezu eine Industrie für Sprücheklopfer, die viel Geld von den betreffenden Firmen bekommen, die beworben werden wollen. Da scheint fast jedes Mittel recht, den Verbraucher auch wirklich zum Verbraucher abzustempeln. Die Bezeichnung „Kunde“ scheint aus dem Sprachgebrauch zu verschwinden.

Eine neue Spezies hat sich weltweit etabliert: es sind die so genannten Influenzer, Werbeträger in Person – nicht zu verwechseln mit Influenza, der Grippe.

Für geistigen „fallout“ lassen sich immer wieder neue Bezeichnungen finden. Wenn eine Torfrau aus der deutschen Frauenfußballszene für dünne, auslaufsichere Damenbinden wirbt, wird es gar peinlich. Welche Frau schmeißt sich schon während ihrer Periode vor einen scharf geschossenen Elfmeter?

Man könnte einen weiteren Award ins Leben rufen – für den dusseligsten Reklamespot. Weshalb ist das nicht schon längst geschehen? Bei der Sendung ZDF Heute-Show wurden den auffälligsten „Vollpfosten“ jene Vollpfosten aus gedrechseltem Holz zugedacht, weshalb nicht ein weiterer Award“?

Anscheinend ist die Gesellschaft sehr leidensfähig geworden und weiß schon nicht mehr, welchem Leiden sie mehr Anteilnahme zusprechen soll, oder wir nehmen auch diesen Blödsinn achselzuckend kritiklos hin, letztlich haben wir uns anscheinend in die „Verbraucherrolle“ einführen lassen.

Deutschland, das Volk der Dichter und Denker? Das ist schon sehr lange her!

Prost! Austrinken!

Denn noch sind wir! Dennoch sind wir!

Der alte Kunstmeister zwinkert Euch zu!

AMOS DAS PIRATENSCHAF-das Buch ist da!

Das Buch- Amos das Piratenschaf- ist erschienen. Nachfolgend sind 2 Geschichten aus dem Buch abgedruckt als Leseproben. 164 Seiten, Paperback, € 15,99 oder als e-book zum Einführungspreis von € 7.- nach 14 Tagen 9.-€

Das Buch ist im Verlag Books on Demand, Norderstedt, erschienen, die Autoren sind Rainer Dietrich und Hartmut T. Reliwette

ISBN 97 83 74 94 22 661

So geht das nicht!

Lange nichts kommentiert, lange nichts orakelt. Es wird Zeit, aus den Leviten zu lesen! Jüngst eskalierte der Streit um die Gutachter-Kosten, welche die Ärztin Von der Leien – noch Bundesverteidigungsministerin – verursachte, um die vielen, vielen Missstände innerhalb der Bundeswehr in den Griff zu kriegen. Alles sei kaputt, Fahrzeuge, Hubschrauber, Transportflugzeuge,  Gewehre, usw. Kloschüsseln auch?

Eine andere Frage drängt sich auf: wie kann aus einer Ärztin die Chefin der Bundeswehr werden? Das ist doch völlig am Ziel vorbei studiert! Da tritt doch das Karrierestreben völlig in den Vordergrund und zwar so offensichtlich, dass sich dem Beobachter die Fußnägel aufrollen. Setzen, 5!

Wenn man von der Materie keine Ahnung hat, müssen „objektive“ Gutachten eingeholt werden, koste es was es wolle! Es kann ja schlecht der Gefreite am Kasernentor befragt werden, ob das Fluggerät im Inneren des Fliegerhorstes seinen Aufgaben noch gewachsen ist.

So wird bereits darüber spekuliert, ob nicht ein neuer Düsenjäger (aus amerikanischer Produktion) vom Typ F 18 den bisherigen Bestand aufforsten soll. Trump muss beruhigt werden, denn Deutschland bezieht von Russland Gas und mache sich damit abhängig. Die F 18 ist außer den Stealth- Typen so ziemlich das Teuerste, was sich eine verteidigungsbewusste Nation antun kann, zumal gerade erst ein Jagdflugzeug mit Nato-Partnern entwickelt worden war. Die alte Tornado sei in die Jahre gekommen heißt es. Immerhin könne dieses Fluggerät eine Atombombe tragen! Bitte?

Erstens will die weitaus größte Mehrheit der Deutschen überhaupt keine Atombomben im eigenen Land und zweitens wäre es sinnvoller – wenn überhaupt – Kraniche zu dressieren und ihnen Atombomben auf den Rücken zu schnallen, als dies einem Tornado und seinem Piloten zuzumuten.

Nun soll das Maulen des großen Blonden mit dem zu großen Schuh endlich erhört und die Militärausgaben drastisch erhöht werden! Es wäre natürlich einfacher mit dem „potentiellen Feind“ gute Nachbarschaft zu pflegen, als ihn zu isolieren zu versuchen. Diesen Vorschlag kriegt der Philosoph nicht in Betonklötze, die ihren Kopf nicht zum Denken, sondern zum Haareschneiden benutzen. Weshalb haben die Russen nicht schon längst  Österreich besetzt? Die Frage drängt sich auf! Die in diesem Punkt intelligent handelnde Staatsführung beharrt auf ihrer Neutralität – wie übrigens die Schweiz auch! Wenn die USA auf einer naiven Macht- und Stärkedemonstration gegenüber den Russen beharren, sollen sie das gefälligst an ihrer Grenze zu Russland machen, anstatt die Bundesrepublik  Deutschland in dieses Machtgehampel miteinzubeziehen. Die USA neigen ja von jeher dazu, Konflikte außerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen auszutragen, weil sie dort ihre eigenen Interessen ausleben. Jetzt schlagen die Auswirkungen solcher Einmischungen erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika auf sie selbst zurück. Millionen Fluchtwillige drohen, die USA zu überrenen. Sie kommen aus Südamerika, wo derzeit der Versuch unternommen wird, in Venezuela eine den USA willfährige Regierung zu etablieren. Der letzte Ausweg aus einer irren Situation stellt sich Trump in der Errichtung einer gigantischen Mauer vor. Um das durchzusetzen lässt er seine eigenen Bediensteten wiederholt unbezahlt „schmoren“. Im Grunde ein Erpressungsversuch, der im Senat kontrovers diskutiert wird.

Aber auch in der Führung der Bundesrepublik Deutschland scheint ein Sinneswandel bevorzustehen. Scheinbar ist das Bewusstsein des letzten Krieges mehr und mehr aus den Köpfen der Verantwortlichen verdrängt und durch das Wunschdenken ersetzt worden, dass die BRD inzwischen an der „Atommächtigkeit“ nach dem Motto: „wir sind wieder wer“,  partizipiert, anstatt den Amerikanern deutlich zu signalisieren, dass sich das friedliche Miteinander wesentlich kostengünstiger darstellt als das teure Aufrüsten. So blieb sehr viel Geld gespart, das für dringende Erneuerungen im Sozialwesen, Kultur (Bildung) Verwendung fände. Letztgenannte Erkenntnis würde auch die Geldbeutel der Supermächte schonen. Es gilt folgender Lehrsatz: Nicht die größte und gewaltigste Kriegsmaschinerie ist ausschlaggebend für die wahre Größe eines Staatsgebildes, sondern der Erkenntnisreichtum der an der jeweiligen Regierung beteiligten Köpfe, für ein weltweites friedliches Nebeneinander die Weichen zu stellen. Davon ist die Menschheit weiter entfernt denn je. Die Menschen müssen nicht vor Angst bibbernd darauf warten, dass ihnen ein Himmelskörper auf den Kopf fällt, sie schaffen sich in dem Fortgang selbst ab, wenn sie nicht endlich zur Vernunft kommen!

Prost! Austrinken!

Rät der alte Kunstmeister den ewig Zweifelnden zu!

Nicht lullen lassen! Aufwachen bevor es zu spät ist!

Die Sache mit den Jahresrückblicke(r)n


Es ist mal wieder so weit: das alte Jahr wechselt mit kurzem Knall ins Neujahr, ins frohe, mit guten Vorsätzen gespickte neue Jahr. Doch was sind schon gute Vorsätze, wenn die alten noch nicht aufgebraucht sind?

Auf Dreisat gab es noch rechtzeitig den „Thementag“, der Comedians und Kabarettisten im Licht der Öffentlichkeit glänzen ließ. In diesem Zusammenhang wurden Dieter Nuhr, Urban Priol und Herr Puffpaff mit ihren Jahresrückblicken präsentiert.

Nun hat ja das Individuum – sofern es denken und reflektieren kann – die Ereignisse im laufenden Kalenderjahr zur Kenntnis genommen, eingeschätzt und bewertet, Letzteres zumeist in Bezug zu sich selbst, seltener in Bezug auf die Gesellschaft (was schert es mich, wenn ein Esel in den Vorgarten meines Nachbarn kackt). Diese Einstellung ist hinzunehmen, auch wenn es schmerzt!

Und so verschieden sich das Individuum auf diesem Planeten durch das Leben wurstelt (nehmen Sie es ruhig einmal wörtlich), so bedienen auch die benannten Herren ihr Publikum. Dieter Nuhr als halber Kabarettist, halber Spaßmacher, bedient das „gesetzte“ Publikum nach dem Motto:“Was wird in Deutschland so viel rumgemosert! Es ging uns Deutschen noch nie so gut wie gerade jetzt. Der auf Lehramt getrimmte Spaßmacher tut gut daran, bei seinem Job zu bleiben, anstatt die Schüler mit Halbweisheiten zu füttern! Er moniert u.a., dass die CO- Messwerte in Oldenburg Alarm schlugen (die Richtwerte wurden überzogen), als quasi gar kein Auto fuhr, weil an diesem Tag ein Volkslauf organisiert war. Diese Meldung geisterte unlängst u.a.durch die sozialen Netzwerke. Wetterkunde und Physik waren offensichtlich keine Studienfächer des Kollegen Nuhr, denn sonst hätte er wissen müssen, dass sich Kohlenmonoxydwerte über einen längeren Zeitraum aufbauen (besonders dann, wenn in den Innenstädten kein Wind weht) und dass sich bei entsprechendem Luftdruck eine smogähnliche Blase bildet, welche die gemessenen Werte in die Höhe schnellen lässt. Dass in 1,95 Metern Höhe  gemessen wird, hat seinen Grund, denn wenn man in O,80 Metern Höhe misst, ergeben sich drastische Werte. Weshalb? Weil Kohlenmonoxyd schwerer ist als die Umgebungsluft und sich zuerst über Grund ansammelt. Kinder und Tiere bekommen immer zuerst etwas von den Zivilisationssegen ab. Aber uns geht es doch gut, wobei Nuhr  als Beispiel die Raucher anführt. „Die leben doch auch, wobei sie mit einer Zigarette so viel CO aufnehmen wie es die Höchstwerte in den Innenstädten in einem Jahr zulassen. Ganz Recht, Herr Lehrer, nur sollten Sie Ihrem Publikum sagen, dass die Raucher früher oder später an Krebs erkranken und Probleme mit ihren Herzkranzgefäßen und oder Raucherbeinen bekommen. Nikotin verengt die Gefäße, Herr Lehrer – alles klar?

„Hauptsache ist doch, dass das Publikum grölt, weil es Ihre Beiträge lustig findet – oder? Dafür werden Sie bezahlt! „Mecker nicht an allem herum, Hauptsache lustig!“ (Anmerkung des Verfassers)

Urban Priol bedient das intellektuelle Publikum, greift alles aus den Ereignissen heraus, die das verflossene Jahr bietet. Und das ist eine Menge. Wie kann man das auswendig  von sich geben? Zugegeben, er parodiert auch – mit Stimme und Gestik – gibt Personen des öffentlichen Lebens auch der Häme preis. Es hält sich jedoch oberhalb der Gürtellinie. Priol recherchiert seine Themenwelt gründlich. Wenn er etwas für „bekloppt hält, schlägt er sich fast selbst den Schädel ein, rundet auf der Bühne wie ein Brummkreisel. Das Publikum fragt sich, ob ein Rettungswagen gerufen werden muss oder nicht? Doch dann lacht es wieder und vergisst das Vorhaben. Im Gegensatz zu Nuhr liegt bei Priol der Verdacht nahe, dass er „links“ angesiedelt ist. Da stellt sich dem Unterzeichner die Frage: sind die Intellektuellen mehrheitlich links eingestellt? Die Künstler? Kann man dann noch objektiv sein? Muss man objektiv sein als Satiriker?

Die dritte Variante eines Jahresrückblicks liefert Sebastian Puffpaf, der seinem Namen alle Ehre macht! Das kann doch nur ein Pseudonym sein? Kein Mensch heißt Puffpaf. Oder doch? Er wäre um ein Haar Rechtswissenschaftler geworden, wenn er nicht rechtzeitig die Kurve genommen hätte und in Politik, Soziologie und Staatsrecht den Magister „gemacht“ hätte. Die Betrachter der politischen Szene mögen ihn von der ZDF Heute- Show kennen, die meistens freitags um 22 Uhr 30 beginnt und von Oliver Welke moderiert wird. Wenn Puffpaf von missratenen Kindern spricht, fragt er das Publikum:“Sie haben sicher solche Kinder nicht!“ „Oder doch?“ Es scheint mir wichtig, dass bei einer kabarettistischen Sitzung nicht unbedingt mit dem Finger auf andere gezeigt wird. Es muss ja nicht bei jeder Pointe gepfiffen, geklatscht oder getrampelt werden. Zum Schluss verneigt sich der Protagonist sehr tief vor seinem Publikum und zwar in alle Richtungen. Leider nicht vor mir, denn ich saß zu der Zeit vor dem Fernsehapparat. Puffpaf, passen Sie auf, dass Sie nicht eines Tages ( trotz Kenntnissen in der Soziologie) vornüber kippen!

Das Neue Jahr ist angebrochen, liebe Leuts, lassen Sie es sich gutgehen und dabei nicht lullen (lassen)!

Denn noch sind wir! Dennoch sind wir!

Ihr alter Kunstmeister

Habemus Mama

Habemus Mama !! ( Gloria in excelsis deo (Dorant) )

                                               von Rainer Dietrich

Das Merkel-Double „Dumoiselle“ Karrenbauer hat die entflammten Herzen vereinnahmt und der vom Vatikan her beliebte „Weiße Rauch“ stieg auf  ….

Mir liefen vor entladener Spannung die Tränchen über das von Sorgenfalten zerfurchten Antlitz …

Der gute AMOS (Piratenschaf) hoppelte tief betroffen herbei und fragte in Panik, ob WERDER BREMEN etwa wieder verloren habe, als ich ihm mit Küssen auf das linke Ohr die freudige Botschaft verkündete …

Oh – werter  Zeitgeist!

Wie würde der selige „Jupp“  (Beuys) diesen peinlichen Mummenschanz kommentieren ?

Das „Närrische-CDU-Dreigestirn“ tingelte wie eine C-Rockband durch die Lande mit dem mitreißenden Anheizer-Slogan :

“ … erst das Land, dann die Partei …dann die (schließlich) Person !“

Das erquickte Volk skandierte : “ Wir glauben – also sind wir !“ (Forensischer Kernsatz?)

Okay – gehören wir denn gerade zur zelebrierten Spezies ?

Ich bin politisch diffus, desorientiert und sicher indifferent aufgrund der 68er-Vergangenheit .

Aber Schnapp-Atmung habe ich auch !!

Ich dachte, dass der „Schlager-Move“ von Florian Silbereisen in der Dortmunder Westfalenhalle die dürstenden Seelen in ihren Tiefen nach Erschütterung, Diaspora, letztendlich labend aufgepumpt hat – und nun diese fulminante Steigerung der befriedigten politischen Vakuum-Gefühle!

Geht’s noch  ?

Bis zum politischen Orgasmus scheint noch viel Lust und Vorspiel unterwegs zu sein!

( Bei entflammter Geilheit – so sagt man – interessiert auch nicht das Aussehen der Nutte ! )

Ich fasse es nicht, denn das „Millowitsch-Theater“ ist doch eigentlich Historie ? Amos stupst mich andauernd mit seiner Schafsnase an.

Ich kraule ihm das Lockenköpfchen und wähle eine beruhigende Tonation :

„Es ist kein Anlass zur Besorgnis ! Es ist nur die POLITIK, die uns wie der Novemberregen ummantelt .

Aber jetzt schauen wir erst einmal nach den neuesten Lottozahlen !“

Die Sache mit den Verbrauchern


Der Verbraucher hat entschieden, er verbraucht. Wir werden unterschieden zwischen Verbrauchern und Verbrauchern. Der Mensch zählt nix, denn er ist zum Verbraucher degeneriert. Zu Beginn seines Lebens verbraucht er Windeln, der kleine Kackheld. Im Alter Correga Tabs und schmerzlindernde Salben für die kaputten Knie, ach ja – und zerstoßene Ginkoblätter gegen das nachlassende Gedächtnis, natürlich in Tablettenform. Die alternden Paviane könnten die Blätter auch gleich vom Baum fressen, aber es geht hierbei nicht um Paviane, sondern um Verbraucher, und die brauchen die Pharmazie. So will es der Gott Konsum, ohne den die Wirtschaft nicht brummt.

Zwischen frühester Jugend und dem Alterszorn liegt jedoch das weit gefächerte Verbrauchsangebot. Wenn dem einfältigen Verbraucher nix mehr einfällt, was an überflüssigem Krimskrams zu vertilgen, verbraten und zu horten ist, hilft die Industrie mit mehr oder weniger blöden Sprüchen etwas nach. Wenn alle mit braunen Hornbrillenimitaten ihre Augengläser einfassen, dann ist das schick, auch wenn es den Verbraucher alt macht, der keine eigene Meinung haben soll. Er muss nicht aufmucken, sondern mitmachen.

Wer es als Verbraucher endlich zum Mercedes gebracht hat, lässt tagsüber die Garagentür offen, damit andere auch etwas davon haben, wenn sie das „Ick heb schafft – Auto“ im Vorübergehen erfassen. Der Stern scheint zu vermitteln, dass der Eigner eine große Nummer ist, auch wenn es sich um einen Diesel handelt, mit dem er  die Ballungsgebiete weiträumig umfahren soll. Ach, wer konnte das schon ahnen – dass es soweit kommen würde.

Wenn die Verbraucher lange Ohren hätten, könnte man annehmen, es  handele sich um Esel, aber so? So ist und bleiben sie Verbraucher, evangelische oder katholische – egal! Das haben die alten Propheten nicht in ihre Bücher schreiben lassen. Endlich mal etwas  genderfrei in Europa: Die Verbraucher!

The Black Friday! Endlich wird offiziell zur Schnäppchenjagd geblasen. Hallali! Das haut hin! Die Verbraucher könnten etwas verpassen z.B. wenn sie das meiste gar nicht gebrauchen können. Aber bevor ich etwas in anderen Händen  oder Einkaufstüten sehe, schnappe ich als ein geölter Verbraucher ganz schnell und gezielt zu – wie ein Hai, der sich auf einen Köder stürzt. Och nö, welch gemeiner Vergleich! Nehmen Sie es als Metapher für Schnelligkeit!

Die Sache hat einen scharfen Haken: das Ergatterte muss  bezahlt werden, aber was tut man nicht alles für die Erzeugerindustrie! Man denke nur an die Arbeitsplätze und an die Finanzämter. Das System muss erhalten bleiben, in die Kette darf kein Loch. Wer nicht mitmacht, der säße zu Weihnachten heulend unterm Tannenbaum ohne „Freuerchen“.

Die Schuldnerberatungsstellen haben auch ein Anrecht auf ihre Existenz und auch die Rechtsanwälte, die sich dem Mahnwesen verschrieben haben. Die arme Kreditreform, eine Gesellschaft, die eigens zum Zweck gegründet wurde, Zinsen im Mahnverfahren bis über den Tod des Schuldners hinaus zu verfolgen!  Nee nee, alles gut! Wenn Sie ein männlicher Verbraucher sind, tun Sie etwas für Ihre Eitelkeit! Kaufen Sie GILETTE – Rasierklingen, denn sie sind für das Beste im Mann!

Prost! Austrinken! Aber schneiden Sie sich nicht ins eigene Fleisch!

Wünscht Ihnen der alte Kunstmeister zu Weihnachten 2018

Die Sache mit dem Baltikum und dem Balkan

 

Es vergeht keine Woche ohne dass der amerikanische Präsident entweder in ein Fettnäpfchen tritt oder eine Bildungslücke bei ihm  für Kopfschütteln bei den Beobachtern sorgt. Nach dem Ausspruch von ihm:“Belgien ist eine schöne Stadt“ haute er jetzt den Spruch raus, „ob denn nicht die Führung des Baltikums mal für Ruhe und Ordnung bei den Jugoslawen sorgen könne? Klar, Estland, Lettland und Litauen im Nordosten, der Balkan mehr im Süden Europas gelegen. Hätte Trump Karl May gelesen, wüsste er auch, wo er die Kurden ansiedeln könnte, nämlich in der Gegend vom „WILDEN KURDISTAN“, wo sie Karl May vermutet hatte. Blöd nur, dass sich heute drei Nationen das Gebiet unter sich aufteilen. Wohlgemerkt drei Nationen, leider unter Ausschluss von KURDISTAN, das auf alten Landkarten noch vermerkt wurde.

Nun könnte man sich auch unaufgeregt zurücklehnen, anstelle immer und immer wieder den Finger auf offene Wunden zu legen und damit die schlechten Nachrichten aus aller Welt zu vertiefen.

In einer meiner letzten Satiren hatte ich vorausgesagt, dass Trump ganz große Probleme mit Naturgewalten im eigenen Land zu tun bekommt. Nun brennen auch Villen von wohlhabenden Bürgern ab, zum Beispiel die von Thomas Gottschalk. Vielleicht sollte Trump nicht auf die Forstverwaltung schimpfen, sondern auf jene, die beim Camping oder Waldgang leere Flaschen in die Botanik werfen. Vielleicht sollte man an der Stelle auf den Brennglaseffekt von gewölbten Glasscherben- oder Flächen hinweisen und darauf, dass Katalysatorautos nicht über entzündlichen Flächen wie Gras oder Moos geparkt werden,  und Lagerfeuer mit und ohne Grill nicht in Wäldern entfacht werden dürfen.

Es würde nicht verwundern, wenn Herr Trump finaltechnisch die Feuerwehr für das Geschehen anprangert. Heiß, heiß, heiß, Herr Präsident, wer hätte damit rechnen können?

Ebenso dumm und völlig sinnlos ist das von ihm angestrebte Gehampel, erstrangig und waffenstarrend die Liste der „bedeutendsten“ Nationen zu komplettieren, immer im Sinne der Verteidigung und Abschreckung. Neben der Herstellung von Wasserkochern, Waschmaschinen und  Kühlschränken hat sich die amerikanische Wirtschaft verstärkt auf das Produzieren von Kriegsgerät fokussiert, so dass Dinge wie „Eierlöffel“ bereits importiert werden müssen. Zugegeben, das war jetzt ein Witz. Aber im Prinzip ist das so.

Trump sinniert:“ Amerika hat die besten Kampfjets, die besten Panzer und die größten und besten Kampfschiffe und Flugzeugträger so wie U Boote der Welt.

Ganz schön einseitig, Herr Trump. Natürlich kann es in den USA nicht so ein Sozialsystem wie in der BRD geben. Damit es in Deutschland und in Europa den Leuten ebenso dreckig gehen soll wie ganz vielen Menschen in den USA, werden höhere Beteiligungen am Nato-Wehretat gefordert?

Pustekuchen, Herr Präsident. Man muss sich entscheiden: entweder mehr Geld in soziale Einrichtungen oder tolle Pistolen und Schnellfeuerwaffen für jedermann zu erschwinglichen Preisen.

Wie wäre es zum Beispiel mit Entwicklungen in Richtung Nutzung der Wasserstoffbrennzelle? Die Japaner heizen damit schon lange ihre Wohnungen, während Audi und Tesla sich mit völlig überholter Batterietechnik ins Abseits schießen! Es reicht nicht, Herr Präsident, dass man Pläne schmiedet, die bis morgen reichen! Auch nicht bis übermorgen! Pläne und Verträge zwischen großen Nationen wie Russland oder China werden nicht einfach über den Haufen geworfen. Wahre Größe zeigt sich besonders in Berechenbarkeit und gegenseitigem Vertrauen. Dann muss sich auch niemand kaputtrüsten.

Kim Jong – un, den Sie als „rocket boy“ bezeichneten, scheint viel vernunftbegabter zu sein als Sie ahnen. Im Grunde wollen beide Staaten nicht länger in Konfrontation leben, die Sie Ihnen künstlich aufzwingen, in dem Sie Feindbilder in ihre Köpfe implantieren.

Die Zeiten des WILDEN WESTENS sind vorbei, Herr Präsident! Heute und morgen gehört die Welt den Vernunftbegabten. Merke: Wenn niemand die Gelegenheit bekommt, eine Waffe zu besitzen, muss sich auch niemand eine Waffe beschaffen, um sich zu verteidigen.

Wenn  Präsident Macron eine europäische Militärinstanz befürwortet, dann nicht, damit sich die USA oder sonst jemand von Europa bedroht fühlt, sondern damit die Europäer selbst entscheiden, in welchem Umfang und mit welchen Geldmitteln eine Gemeinschaftsarmee unterhalten werden soll.

Aber der unbedingte Führungsanspruch der Amerikaner auf der ganzen Welt ist mehr ein Hindernis als dass  er dem Weltfrieden zugutekommt.

Das wird Ihnen ein europäischer Politiker nicht in der Form sagen wollen, zu abhängig ist die europäische Wirtschaft von den Ausfuhren in die USA.

Als freier Autor und Bildhauer kann ich das allerdings aussprechen, denn ich bin nicht von den USA abhängig.

Fairer Handel ja, waffenstarrende Existenz nein! Und hören Sie auf die intelligenten Menschen in Ihrem Lande! Es gibt sie haufenweise!

„Prost! Austrinken“, rät der alte Kunstmeister seinen Freunden und Kritikern!

Noch sind wir!

Igittigittigit, Microplastik im Darm

…und niemand in Sichtweite, den man dafür haftbarmachen  bzw. verklagen kann. Vielleicht die Fische? Ja dürfen die denn überhaupt Plastikmüll aufnehmen?

Jetzt soll Microplastik sogar in unseren hochgelobten Brunnenwässerchen enthalten sein. Eine Anfrage an die entsprechende Tante der Landesregierung NRW schlug fehl. Sie wollte partout die betreffenden Quellen nicht benennen, weil noch gar nicht erwiesen sei, dass Microplastik im Organismus des Menschen schädlich sei. Ganz recht, Frau Ministerin, noch ist das Zeug im Darm! Es ist vermutlich nicht „mikro“ genug, um durch die Darmwände ins absolut Innere  zu gelangen. Ich stelle es mir gerade vor: Ein Warnhinweis auf dem Etikett von „Staatlich Fachinger“: „Unser Wasser kann möglicherweise  Plastikmüll enthalten“ – sorry – „Spuren von Microplastik“. Was bedeutet denn eigentlich „mikro“? Das ist das Gegenteil von „macro“, aber immer noch voluminöser als „nano“. Ich bin mir sicher: Sie als Leser haben das verstanden!

Die Geschichte mit dem Microplastik im Darm wird den GRÜNEN weitere 2% der Wählerstimmen beschweren. – pardon  bescheren.

Eine Katastrophenmeldung reiht sich an die nächste, Dank der sozialen Netzwerke, von denen change.org wahrscheinlich das Aktivste ist mit seinen Petitionseingaben an frustrierte Abteilungen der Länder- und Bundesregierung. Achtung Betroffene: Anhand der Unterschriften der betreffenden Petitionen können Sie ahnen, wie viel Stimmen Ihnen bei den nächsten Landtags- bzw. Bundestagswahlen verloren gehen. Den Petitionsunterzeichnern scheint es piepegal zu sein , wie viele Arbeitsplätze  z.B. bei Bayer  verloren gehen, wenn das Umweltgift  „Glyphosat“ geächtet wird. Sie wussten es nicht?  Na, vielleicht kennen Sie die Vokabel „Roundup“ besser? Der größte Abnehmer für das „Unkraut“-Vernichtungsmittel ist die Deutsche Bahn mit ihrem enormen Streckennetz. Derzeit laufen Petitionsunterschriften in gigantischer Höhe gegen die DB..

Aber nein, man kann ein Smartphone auch dazu benutzen, sich täglich fake-news oder Spaßbilder zuzuschicken und zwar in einem Ausmaß, dass ein Notarzt kommen muss, um den „user“ am Leben zu erhalten, damit der Betreffende nicht als „Mensch“, sondern als „Verbraucher“ weiterleben darf.

Ihr Einwand, „kannst Du nicht einmal – wenigstens einmal – etwas Positives in Deinem Blog darlegen – stößt bei mir auf taube Ohren. Sie können doch von einem Propheten nicht verlangen, dass er seine vorausahnende Sichtweise verschweigt! Denken Sie an den Propheten AMOS des Alten Testamentes!

Wie – kennen Sie nicht? Dann wird es allerhöchste Zeit, dass Sie das nachholen!

Entgegen der ahnungslosen Frau Merkel ( Gott habe sie lieb!), wiederholen sich Vorgänge in der Geschichte doch! Nicht einmal, zehn oder mehrmals! Aber das kann ein Physiker nicht wissen, der sich über lange Zeiten seines Lebens an den Mächtigen orientiert hat – und nicht an den Erkenntnissen!

Mehr muss dazu nicht gesagt werden! Legt Euch alle wieder hin – bis auf die 8 Aufrechten – oder sind es nur 7?

Natürlich wird auch an dieser Stelle mein Aufruf nicht fehlen, Karl-Heinz Schreiber weiß es genau aus dem Jenseits: „Venceremos!“

 

Lasst Euch nicht lullen, denn noch sind wir! Prost! Austrinken! Diese Menschheit ist nur im Suff zu ertragen….

Euer alter Kunstmeister, nach Josef Beuys einer der Letzten auf der Bastion!

 

 

 

 

 

Die Sache mit den Wasserstoff-Brennzellen

Die Sache mit den Wasserstoff-Brennzellen für den PKW-Antrieb

 

Wer hier nicht lesen mag, der kann die widersprüchlichen Informationen aus dem Internet „googlen“. Dabei sollte sich jeder klar darüber werden, dass sich die Argumente von Interessengemeinschaften auf die Aussagen der „Fachleute“ auswirken. Da ist zum Beispiel bei der Brennstoffzelle bei der Verwendung in PKW vom „Millionengrab“ für die Hersteller die Rede. Dennoch bieten drei von ihnen Autos mit Wasserstoff-Brennzellen auf dem europäischen Markt an. Mercedes sollte seine Ingenieure ggfls. In Südkorea oder Japan  bei der Konkurrenz „spicken“ schicken.

Forschungsstationen versuchen bereits, den Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenspiegeln herzustellen, also den Umweg über normalen Strom zu umgehen. Natürlich lässt sich der elektrische Strom aus anderen (regenerativen) Anlagen herstellen, z.B. aus Windkraftanlagen. Den Betreibern müsste seitens der Gesetzgebung allerdings die Möglichkeit eingeräumt werden, den erzeugten Strom außer den Netzbetreibern auch z.B. den Wasserstoff-Herstellern zu verkaufen, anstatt ihn bei Überschuss in andere Quellen zu schleusen (zu verschenken). So könnten Wasserstoffbunker angelegt werden, die den Wasserstoff flüssig an den Endabnehmer liefern, anstatt ihn gasförmig über LKW an die Tankstellen zu liefern. Flüssiger Wasserstoff muss sehr stark gekühlt werden, damit er den Aggregatzustand beibehält bzw. diesen erreicht.

Solange Hersteller (PKW-Fabriken, Stromerzeuger, Wasserstoffhersteller und letztlich Tankstellenbetreiber nicht koordiniert zusammenwirken, ist das Umsetzen dieses an sich innovativen Vorhabens äußerst schwierig zu gestalten, zumal noch „Verbraucher“ und Gesetzgeber eine wichtige Rolle hierbei spielen. In China z.B. könnte das viel schneller umzusetzen sein, weil nicht besonders viele Interessen zu berücksichtigen sind. Da würde das von der Parteiführung einfach angeordnet und sofort umgesetzt. China setzt gegenwärtig noch auf die Herstellung von Batterien. Für den deutschen Arbeitsmarkt hat die chinesische Führung bereits den Bau einer riesigen Batteriefabrik in Ostdeutschland in Auftrag gegeben. Man mag sich darüber streiten, ob in China die Menschenrechte beherzigt werden oder nicht, dass die Umsetzung von Bau- und Entwicklungsvorhaben hingegen besser funktionieren als im technisch hoch gelobten Land BRD, beweist das Bauvorhaben  des BER- Flughafens in Berlin. Es ist unglaublich, welche Fehler, Fehlplanungen und Misswirtschaften in Erscheinung getreten sind. Kompetenz und Koordination lässt sich allerdings besser beschreiben.

Bei allem ist es von großer Bedeutung, dass Firmen, Firmengruppen und deren Vorstände ihren Ingenieuren entsprechende Forschungs- und Entwicklungsdirektiven an die Hand geben anstelle sich hinter dem Gedanken, „das reicht bis morgen“, zu verschanzen. Zudem will man es sich mit den Anlegern nicht verscherzen, denn hier „bei uns“ regiert der Aktienmarkt, wenn auch indirekt. Dabei hat die Wasserstoffproduktion den Aktienmarkt längst erreicht. Kurioserweise sind viele Aktionäre visionärer als die  Vorstände in den Chefetagen.

Ein Argument, dass ich von den Bikern (Motorradfahrer) öfter höre, vor allem von den Harley Davidson Enthusiasten ist das Argument: „Lautlose Motorräder? Unvorstellbar! Wir müssen schon zähneknirschend den „Beltdrive“ hinnehmen (Sekundärantrieb mittels Zahnriemen an das Hinterrad).

Der Unterzeichner traf vor einiger Zeit einen Bikerkollegen in Ostfreisland, der hinten auf seiner „Kutte“ die Aussage „loud is goud“ aufgepatched hatte. Tatsächlich werden von lauten Krädern weniger Rehe überfahren als von leisen, da die Tiere vor dem infernalen Getöse das Weite suchen.

Aber auch die Betreiber der vorsintflutlichen Fortbewegungsmittel sterben aus. Batteriebetriebene Verkehrsmittel wird es auch in der Zukunft geben, z.B. bei Zweirädern, Trikes oder Quads, weil eine „Taschen-Wasserstoff-Brennzelle“ wahrscheinlich nie in Serie gebaut werden wird.

Als Heizung für das Wohngebäude hat sie sich aber bereits etabliert, zumal es auch andere Energieträger gibt neben dem Wasserstoff. Vorreiter ist mal wieder zur Schande der deutschen Energiewirtschaft –  Japan.

Die Zeiten, zu denen Japaner und Chinesen bei den deutschen Ingenieuren und Herstellern  „gespickt“ und fotografiert haben, sind passè.  Weshalb wird der Unterzeichner das beklemmende Gefühl nicht los, dass nunmehr „wir“ hinterherhinken?

Ach ja, prost!  Austrinken!

Machen Sie das Beste daraus!

Der alte Kunstmeister winkt in die Runde!