Die Sache mit den Wasserstoff-Brennzellen

Die Sache mit den Wasserstoff-Brennzellen für den PKW-Antrieb

 

Wer hier nicht lesen mag, der kann die widersprüchlichen Informationen aus dem Internet „googlen“. Dabei sollte sich jeder klar darüber werden, dass sich die Argumente von Interessengemeinschaften auf die Aussagen der „Fachleute“ auswirken. Da ist zum Beispiel bei der Brennstoffzelle bei der Verwendung in PKW vom „Millionengrab“ für die Hersteller die Rede. Dennoch bieten drei von ihnen Autos mit Wasserstoff-Brennzellen auf dem europäischen Markt an. Mercedes sollte seine Ingenieure ggfls. In Südkorea oder Japan  bei der Konkurrenz „spicken“ schicken.

Forschungsstationen versuchen bereits, den Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenspiegeln herzustellen, also den Umweg über normalen Strom zu umgehen. Natürlich lässt sich der elektrische Strom aus anderen (regenerativen) Anlagen herstellen, z.B. aus Windkraftanlagen. Den Betreibern müsste seitens der Gesetzgebung allerdings die Möglichkeit eingeräumt werden, den erzeugten Strom außer den Netzbetreibern auch z.B. den Wasserstoff-Herstellern zu verkaufen, anstatt ihn bei Überschuss in andere Quellen zu schleusen (zu verschenken). So könnten Wasserstoffbunker angelegt werden, die den Wasserstoff flüssig an den Endabnehmer liefern, anstatt ihn gasförmig über LKW an die Tankstellen zu liefern. Flüssiger Wasserstoff muss sehr stark gekühlt werden, damit er den Aggregatzustand beibehält bzw. diesen erreicht.

Solange Hersteller (PKW-Fabriken, Stromerzeuger, Wasserstoffhersteller und letztlich Tankstellenbetreiber nicht koordiniert zusammenwirken, ist das Umsetzen dieses an sich innovativen Vorhabens äußerst schwierig zu gestalten, zumal noch „Verbraucher“ und Gesetzgeber eine wichtige Rolle hierbei spielen. In China z.B. könnte das viel schneller umzusetzen sein, weil nicht besonders viele Interessen zu berücksichtigen sind. Da würde das von der Parteiführung einfach angeordnet und sofort umgesetzt. China setzt gegenwärtig noch auf die Herstellung von Batterien. Für den deutschen Arbeitsmarkt hat die chinesische Führung bereits den Bau einer riesigen Batteriefabrik in Ostdeutschland in Auftrag gegeben. Man mag sich darüber streiten, ob in China die Menschenrechte beherzigt werden oder nicht, dass die Umsetzung von Bau- und Entwicklungsvorhaben hingegen besser funktionieren als im technisch hoch gelobten Land BRD, beweist das Bauvorhaben  des BER- Flughafens in Berlin. Es ist unglaublich, welche Fehler, Fehlplanungen und Misswirtschaften in Erscheinung getreten sind. Kompetenz und Koordination lässt sich allerdings besser beschreiben.

Bei allem ist es von großer Bedeutung, dass Firmen, Firmengruppen und deren Vorstände ihren Ingenieuren entsprechende Forschungs- und Entwicklungsdirektiven an die Hand geben anstelle sich hinter dem Gedanken, „das reicht bis morgen“, zu verschanzen. Zudem will man es sich mit den Anlegern nicht verscherzen, denn hier „bei uns“ regiert der Aktienmarkt, wenn auch indirekt. Dabei hat die Wasserstoffproduktion den Aktienmarkt längst erreicht. Kurioserweise sind viele Aktionäre visionärer als die  Vorstände in den Chefetagen.

Ein Argument, dass ich von den Bikern (Motorradfahrer) öfter höre, vor allem von den Harley Davidson Enthusiasten ist das Argument: „Lautlose Motorräder? Unvorstellbar! Wir müssen schon zähneknirschend den „Beltdrive“ hinnehmen (Sekundärantrieb mittels Zahnriemen an das Hinterrad).

Der Unterzeichner traf vor einiger Zeit einen Bikerkollegen in Ostfreisland, der hinten auf seiner „Kutte“ die Aussage „loud is goud“ aufgepatched hatte. Tatsächlich werden von lauten Krädern weniger Rehe überfahren als von leisen, da die Tiere vor dem infernalen Getöse das Weite suchen.

Aber auch die Betreiber der vorsintflutlichen Fortbewegungsmittel sterben aus. Batteriebetriebene Verkehrsmittel wird es auch in der Zukunft geben, z.B. bei Zweirädern, Trikes oder Quads, weil eine „Taschen-Wasserstoff-Brennzelle“ wahrscheinlich nie in Serie gebaut werden wird.

Als Heizung für das Wohngebäude hat sie sich aber bereits etabliert, zumal es auch andere Energieträger gibt neben dem Wasserstoff. Vorreiter ist mal wieder zur Schande der deutschen Energiewirtschaft –  Japan.

Die Zeiten, zu denen Japaner und Chinesen bei den deutschen Ingenieuren und Herstellern  „gespickt“ und fotografiert haben, sind passè.  Weshalb wird der Unterzeichner das beklemmende Gefühl nicht los, dass nunmehr „wir“ hinterherhinken?

Ach ja, prost!  Austrinken!

Machen Sie das Beste daraus!

Der alte Kunstmeister winkt in die Runde!

Hartmut Tettweiler Reliwette

Autor: Hartmut Tettweiler Reliwette

Hartmut T. Reliwette, geb. 1943 in Berlin Maler, Bildhauer, Performer, Autor. Auf dem künstlerischen Sektor seit 1969 präsent, damals noch mit der Gruppe ARASKADE 69, die aus Malern und Autoren bestand. Außer mir ist Frau Dr. Prehm, Scottish Lady of Camster, Autorin und Zeichnerin, das letzte lebende Mitglied der Gruppe. Seit dieser Zeit wurden bis heute ca. 70 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen oder Performances im In- und Ausland realisiert. Erste literarische Publikationen im Jahre 1971., hauptsächlich Gedichte und Prosatexte, die in deutschsprachigen Anthologien publiziert wurden oder im Eigenverlag, sowie im Magazin "Die Brücke." Im selben Jahr entwickelte sich eine Freundschaft zu Professor Joseph Beuys, der an der Kunstakademie in Düsseldorf einen Lehrstuhl hatte. Außerdem bestand eine tiefergehende Freundschaft zu Peter Coryllis, einem Schriftsteller, der den Kreis der Freunde leitete, eine lose Vereinigung von hauptsächlich Autoren, aber auch Kunstschaffenden.(Einst hatte der Lambarene-Arzt Albert Schweitzer diesen Freundeskreis gegründet). 1981 Einrichtung einer Zweigstelle der FIU (Free International University for Kreativity and Interdisziplinary Research) bei der Volkshochschule Essen - Mitte. (Die FIU war zunächst ein künstlerisches Projekt von Joseph Beuys und einem seiner Meisterschüler, Johannes Stüttgen). Nach einer Aufführung der Fluxuszone Niederrhein wurde vom damaligen Leiter der VHS, Lübben, angeordnet, dass weitere Auftritte der FIU bei der VHS Essen unerwünscht seien. Demzufolge wurde das Reliwette-Museum 1984 in Ostfriesland errichtet und somit gegründet , um ein eigenes Podium zu realisieren. Zur Eröffnung wurde eine mehrteilige Performance initiiert, deren Haupteil mit dem Titel "His masters Voice" in das Zerschießen einer Pyramide aus Fernsehgeräten mittels einer großkalibrigen Vorderladepistole mündete. 1976 erfolgte die Gründung der literarischen Gefangenenzeitung DIABOLO mit einem Insassen-Redaktionsteam der Sozialtherapeutischen Anstalt Gelsenkirchen. In der Zeit von 1979 bis 1986 entstanden 2 Filme im S8 Format: "Psychodelic memories" und "Abbruch". 1987 erfolgte das Pflanzen eines Labyrinthes aus Berberitzensträuchern auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. Es handelt sich hierbei um den "Joseph - Beuys - Gedächtnisgarten". In diese Zeit fällt der erste Kontakt zu Karl-Heinz Schreiber, einem literarischen "Urgestein" aus Unterfranken. Aus diesem Kontakt entwickelte sich im Laufe der Jahre eine tiefgehende Freundschaft. K.H.S war nicht nur Rezensent zeitgenössischer Literatur, sondern auch Herausgeber einer Literaturzeitschrift, Romanverfasser, Dichter und Lyrocker. "Charly" Schreiber verstarb viel zu früh im Jahre 2014. Sowohl die Freundschaft zu Beuys als auch zu Karl-Heinz Schreiber haben meinen literarischen Duktus stark beeinflusst. Noch kurz vor seinem Ableben brachte er den Gedichtband heraus:"Durch den Kaktus gesprochen", der meine wichtigsten Gedichttexte enthält. Das FORUM im Inneren wurde 2002 mit einem Festival der Poesie in Betrieb genommen. Auch hierbei hinterließ K.- H. Schreiber seine Handschrift. Im Jahre 2017 besteht das Labyrinth als Langzeit - Kunstwerk 30 Jahre. Es wird ab dem Sommer 2017 nicht mehr geschnitten und somit der Natur überlassen. Die Bühne samt Bestuhlung wird somit in einen "Dornröschen-Schlaf" versetzt und sich selbst überlassen als Heimat für wild lebende Tiere aller Art.