Amos und die gegenwärtige Politik

„Der Regen soll aufhören“, sagen die Nachfolger von Kachelmann jedenfalls, „aber die sind sowieso nur zweite Wahl!“

Opa Hermann sah von seiner Frühstücks-Zeitung hoch und zwinkerte dem gefährlichen Piratenschaf zu, was gerade an seinem Kakao durch den Strohhalm nuckelte.

„Aber viel schlimmer ist doch, dass Präsident Trump keinerlei Plan hat und immer nur nach Lust und Laune zu entscheiden scheint!“

AMOS blickte ihn in einer Mischung aus „Erschrocken“ und „Bewunderung“ an, witterte aber auch seine Chance, mit dezentem, intellektuellem Feingeist punkten zu können:

„Nun,“, legte er in salbungsvoller Erkenntnis los: „ Es ist doch ein Zeichen der Zeit, dass heute viele Mitmenschen schon länger keinen wirklichen Plan zu haben scheinen!“ Der väterliche Freund schaute ihn irritiert an. „ Und was, bitte, willst du damit sagen? Was meinst du denn damit?“ Das gefährliche Piratenschaf errötete unter dem Fell und suchte nach den richtigen Worten: „Du sagtest es doch selbst : Die Frühstücks-Fernseh-Aufmischer, die Daily Soaps und die Hausfrauen- und Arbeitslosen-Sendungen dürfen doch nichts kosten und wirken oft so, als sei der Regisseur längerfristig erkrankt, aber alles hat FANS, und es scheint niemanden zu stören. Wenn nun der erste Mann Amerikas dummes Zeug erzählt und auch noch umsetzt, dann legen ihm  die Leute das als „Neue Härte, Biss und Arsch in der Hose“ aus, weil es eine Abwechslung im Einheitsbrei ist!“.

Opa Hermann hatte die Lesebrille abgesetzt und dachte nach.

„So falsch liegst du da nicht, denn auch unsere Merkel schwimmt oft ziellos auf einem Sahnehäubchen, wovon die Wähler nicht viel haben, aber sie ist so abgeschirmt, dass da nichts passiert.“

AMOS war froh und stolz, kein dummes Zeug von sich gegeben zu haben.

„Pilsken und Kakao?“

„Klaro – und wohl bekomms!“

 

Es ist zum Ausscheiden…

…nur der Anus macht nicht mit. Wie ist die selbstmörderische Ungeheurlichkeit zu beschreiben, wenn ein durchgeknallter Trump tausende oder millionen Menschen in einen Waffengang mit hineinzieht, der von vornherein nicht nur völlig sinn- und hirnlos ist, sondern auch von keinerlei Aussicht auf Verbesserung der politischen „Weltlage“ ausgehen darf.

Und die Bundeskanzlerin der BRD? Sie unterstützt die Amerikaner nach dem Motto “ Wir sind in Gedanken bei Euch!“ , halten uns aber militärisch heraus.

Erinnern wir uns an den Denkspruch, dass der „Teufel immer auf den dicksten Haufen scheißt“ und betrachten dabei die Malereien von Hieronymus Bosch.  Sich anlehnen an die Mächtigen, in deren Brandschatten gute Geschäfte  zu machen und sich zumindest ideologisch auf deren Seite zu schleimen, das ist keine Auszeichnung für Menschen, die sich an der Regierungsarbeit entweder führend oder zustimmend beteiligen. Das ist einfach nur schäbig, dilettantisch und keineswegs zukunftsweisend.

Dass die zumeist tumbe Bevölkerung lieber die Bildzeitung liest anstatt auf ihre mahnenden Rufer zu hören, ist ein Zustand, der das ganze außenpolitische Treiben der Mächtigen unterstützt, die geradewegs beruflich das vermissen lassen, was an kaum einer Universität gelehrt wird: Weitsicht und Menschlichkeit, Vernunft und die so immens wichtige Ratio, von der gesagt wird, dass man sie nicht mit Schaumlöffeln zu sich nehmen kann.

Ich befürchte in diesem Moment, dass sich Putin und seine Generäle in diesem Moment überlegen, wo sie ihrerseits ein paar Raketen aufschlagen lassen. Denn selbst ein Simpel wie Trump muss sich doch irgendwie (nach dem Zufallsprinzip) ausmalen können, dass die russische Administration dazu in der Lage ist.

Dass die Russen nicht die Gorch Fock aufs erste Korn nehmen (Segelschulschiff der Marine) dürfte jedem klar sein. Aber wie ist so ein völlig dämlicher Spruch aus Sicht der Russen zu bewerten: „Ich unterstütze die Amerikaner, mache aber bei der militärischen Aktion nicht mit?“

Außerdem hat die Arbeit der Untersuchungskommission (Gasmunition einschließlich Bomben) noch gar nicht begonnen.

Nein, wenn Frau Merkel jemals ein Rückrat besessen hätte, dann würde sie sagen:“ Sorry, Mr. President, it`s Your opinion, not mine – it`s  too early for a successfull suicide!“

 

 

Unverantwortliche Sandkastenspiele…

…und ein Hetzblatt namens BILD, ein täglich erscheinendes Pamphlet, das den Namen „Tageszeitung“ nicht verdient. Die heutige headline hetzt:

“ Russland, mach dich bereit – die Raketen kommen“.  Willfährig springen Großbritannien und Frankreich auf den Zug auf, der von Trump in Bewegung gesetzt wurde. Hintergrund sind wie so oft in der Syrientragödie die Gasattacken auf u.a.  Zivilisten. Die oft gepriesenen Geheimdienste sind nicht in der Lage festzustellen, wer dafür verantwortlich gemacht werden kann, aus welchen Beständen die weltweit geächteten „Waffen“ stammen oder wer sie hergestellt und/oder wann geliefert hat. Verantwortlich könnte auch jemand sein, der die Großmächte gegen einander aufhetzen will. Bekanntlich gibt es „dankbare“ Abnehmer für derart hinterlistige Vorgehensweisen.

Dabei kann sich jeder Troll  chemische Keulen im Supermarkt in Form zweier unterschiedlicher WC Reiniger beschaffen.  Auf den Gebrauchsanweisungen der Verpackungen wird davor gewarnt: eine der Komponenten ist Chlorphosphat mit mehrfacher Sättigung und Wasser. Wer einmal von der angesprochenen Substanz in Verbindung mit einem  WC Reiniger eines anderem Wirkstoffes eine Nase voll genommen hat, der weiß, wie schnell eine Bewusstlosigkeit eintritt oder sogar der Tod. Jeder kann solch eine chemische Verbindung in Kanister abfüllen und mit Wasser anreichern.

Das Gefährliche an der Reaktion Herrn Trumps ist die mögliche Einbindung der Natomitgliedsstaaten in eine militärische Auseinandersetzung  mit Syrien, einem der wenigen Länder, die auf Russland eingeschworen sind, einem Staat, der als Schutzmacht angesehen wird. Russland selbst, von der Nato regelrecht umzingelt, möchte selbstverständlich auch Einfluss auf das Weltgeschehen ausüben und nimmt von daher gerne andere Staaten unter seinen Einfluss und damit unter seine „Fittiche“.

Weshalb pfuschen Großmächte wie die USA in die Obliegenheiten anderer Staatsgebilde, die sich politisch in Aufbau und Wandel befinden? Die Frage, wer die deutsche Bevölkerung in den Jahren 1618 bis 1648 vor den Schweden beschützt hat, die einen Religionskrieg in Deutschland führten, ist durchaus berechtigt, denn es ist mal gerade 400 Jahre her. Gott sei es gedankt, dass es damals noch keine Bildzeitung gegeben hat. So musste die Bevölkerung zwar leiden, Soldaten sterben, aber heute sind wir gute Freunde der Schweden. Im Nachhinein kann der aufmerksame Betrachter der Kriegshistorie einen tragischen Befund erheben: Es war alles vergebens, das Leiden, die Toten, die Zerstörungen von Bauten und Kultur.

Dient den Menschen der Jetztzeit das als Warnung? Der BILD jedenfalls nicht, denn sie stochert in den Brandthemen und hetzt und provoziert.

Das sind gefährliche Sandkastenspiele, bei denen jeder dritte Teilnehmer einer zuviel ist. Dabei geht es nicht um Sandkuchen und Förmchen, sondern um Nähte, welche unseren Erdball zusammenhalten.

Ich kann unserer großen Koalition mit Frau Merkel an der Spitze nur zurufen: haltet Euch aus einem Angriffskrieg heraus! Haltet Euch an das Grundgesetz! Niemand hat das Recht, das Verteidigungsbündnis Nato zu missbrauchen. Wenn Herr Trump bzw. sein Geheimdienst unfähig sind, die Hinterleute zu entlarven, die chemische „Waffen“ auf die syrische Bevölkerung loslassen, dann sollte er Menschen konsultieren, die ihm dabei helfen, das herauszubekommen. Möglicherweise könnte gerade Russland dabei helfen, und: fragen kostet nichts und ist wesentlich rationaler, als einen dritten Weltkrieg zu riskieren.

Und glaube nur ja niemand, ich verbreite hier russische Propaganda. Ich bin amtlicherseits seinerzeit getestet worden, bevor ich auf die Menschheit losgelassen wurde und verfüge über einen sehr hohen IQ (nach MPI) und gebrauche diese Begabung einfach der Erkenntnis nach.

Der alte Kunstmeister ist sich gar nicht sicher, ob er heute Abend mit seinen Freunden einen ruhigen Skat dreschen  darf und rät wie immer:

Niemals aufgeben mit der ratio (nicht Ration), denn noch sind wir!

Prost! Austrinken!

 

 

 

Die Geschichte mit den Geheimdiensten

Lebensgefährliches Nervengift auf einen „umgedrehten“ Spion aus Russland, zuletzt im Dienste seiner Majestät, der Königin von England. Nein, nicht James Bond oo7, der Filmheld mit dem Spezial Aston Martin samt Schleudersitz und eingebautem Flammenwerfer. Kopfschütteln über Kopfschütteln: ein internationales Beziehungsdesaster hat dieser Anschlag ausgelöst. In den Fokus der Verdächtigung geriet natürlich zunächst Russland mit der Erinnerung an die Machenschaften des ehemaligen KGB, jenem Dienst, der mit Vaterlandsverrätern nicht gerade zimperlich umging. Man gab dem Nervengift einen Namen, mutmaßte Russland als den Hersteller. Das reichte, um russische Diplomaten des Landes zu verweisen. Mitgliedsstaaten der EU folgten dem Beispiel. Die Reaktion Russlands ließ nicht lange auf sich warten. Geheimdienste haben alle etwas gemein: sie arbeiten verdeckt und ziemlich autonom, so dass die Regierungen der entsprechenden Staaten oft gar nicht wissen, was ihre „Dienste“ so ermitteln, was daran richtig oder falsch ist. Das beste Beispiel lieferte der Geheimdienst der USA, als es darum ging, dem Irak etwas in die Schuhe zu schieben, um einen Krieg  zu rechtfertigen. Später stellte sich heraus, dass die Luftaufnahmen mehrere Jahre alt waren und der Bericht von einem Studenten einer amerikanischen Universität abgekupfert war. Mit allen Ehren wurde der Leiter des Dienstes daraufhin verabschiedet und in Rente geschickt. Gibt ein interessierter Mensch unter dem Begriff „internationale Geheimdienste“ eine Suchanfrage bei Google ein, wird er in einer Form fündig, dass ihm schwindelig werden kann. Allein die BRD liefert drei Organisationen, den ehemaligen MAD (militärischer Abschirmdienst) jetzt BAMAD (Bundesamt für …),den Bundesnachrichtendienst BND und jenen für Verfassungsschutz. Wie gut und zuverlässig solche „Dienste“ autonom agieren, sieht der kritische Bürger an den haarsträubenden Vorkommnissen in den Ermittlungen gegen die Mitglieder des NSU. Akten gerieten versehentlich in den Reißwolf, ein verdeckter Ermittler, der in einem Internetcafè am Rechner saß, hörte einen Schuss nicht, der im Nebenraum fiel, und es ähnelte der Passage aus einem Grimmschen Märchen, in dem es  an mehreren Stellen hieß:“Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Nun sollte ein kritischer Bürger auch mal Erkundigungen einziehen, mit welchem Etat die verschiedenen Dienste agieren, denn es müssen nicht nur Gehälter an offizielle Mitarbeiter gezahlt werden, sondern auch Mittel zum Unterhalt für „wistleblower“ aufgewendet werden, die in den verschiedenen staatsgefährdenden Gruppen verdeckt wirken. Nun kann man sich vorstellen, welcher geheimdienstliche Aufwand weltweit betrieben wird. Allein die Erwähnung der Worte, Verfassungsschutz, Geheimdienst oder Spionage in diesem Kommentar führen dazu, dass der blog, auf dem er  publiziert  sowie die gesamte website durchforstet wird. Inzwischen werden die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mitbekommen haben, dass an dieser Stelle zwar kritisch, aber nicht verfassungsgefährdend kommentiert wird. Nebenbei soll nicht verschwiegen werden, dass öffentlich geäußerte Kritik an Missständen in der BRD erlaubt sind , weil jeder weiß, dass die Mehrheit der Bürger ohnehin nicht an Kritik interessiert ist solange die Regale in den Supermärkten gefüllt und der Treibstoff für den auf Raten gekauften PKW bezahlt werden kann.

Die Frage, ob die Bereitstellung von „Diensten“ weltweit überhaupt erforderlich ist, oder ob lediglich Abwehrfunktionen zum Tragen kommen, anstatt in anderen Staaten „herumzustochern“, die eigenen Spione ins know how anderer Fabriken einzuschleusen oder wehrtechnische Ergebnisse erspähen zu lassen, sollte sich jeder einmal selbst beantworten. Auch die Tatsache, dass sich innerhalb der EU bespitzelt wird, innerhalb der NATO -Staaten oder sogar der UNO, gibt zu denken. Wie kann Vertrauen z.B. zwischen den USA und der BRD aufgebaut werden, wenn in Deutschland Handys überwacht werden bis hin zum Mobiltelefon der Bundeskanzlerin? Muss es hingenommen werden, dass der Leiter des amerikanischen Geheimdienstes auf Vorhalten antwortet: „Das ist wie beim Duschen, man ist hinterher clean?“

Kinder, Kinder, was für eine Welt! Der alte Kunstmeister rät wie immer: Prost! Austrinken, denn noch sind wir oder besser: dennoch sind wir, aber nur so lange, bis uns die Schöpfung vom Dreirad schubst! Denn mit jenem Gefährt der Kindertage sind die meisten Erwachsenen der Jetztzeit noch immer unterwegs.