Altersstarrsinn oder Alterszorn?

Trump scheint durchzudrehen, und die Bildzeitung hilft ihm dabei. Keine headline mit Balkenüberschrift zum Thema „Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels!“ Wen wundert es? Der Alleingang des amerikanischen Präsidenten wird  in diesem Hetzblatt weisungsgemäß totgeschwiegen. Selbst Frau Merkel missfällt Trumps Handeln. Das sind die Deutschen nicht gewohnt! Woran mag das liegen? Wie mag ein amtierender Präsident eines Staates aus psychologischer Sicht einzuschätzen sein, der jedes unterschriebene Dekret  (nicht Sekret )vor eine Kameralinse hält? Dabei scheint die Unterschrift überproportional im Verhältnis zum inhaltlichen Teil und ist gekennzeichnet von steilen, hakeligen „Auf- und Abstrichen“. Ich, der Unterzeichner, will dem amerikanischen Präsidenten nicht zu nahe treten, aber diese Signatur lässt auf einen traumatisierten Primaten schließen, der in ganz großen Hosen daherkommt. Ein Graphologe wäre sicher hilfreich gewesen – vor Trumps Antritt zur Präsidentschaftskandidatur. Wer so schreibt, der scheint gegeißelt. Ich schreibe hier in der Möglichkeitsform! Wie kann ein Mensch, der so eine“ Klaue“ hat, Präsident eines so großen Staates werden?

Ein von der Statur her kleinerer Mann hat es gewagt, ihm paroli zu bieten! Der hat jetzt auch Raketen und sehr wahrscheinlich auch Atomsprengköpfe dafür. Wie kann es jemand wagen, dem großen Mann, Donald Duck – pardon -Trump -eine Pappnase aufzusetzen? In den „Atomwaffenfällen“ Indien und Pakistan sind die United  Nations of Northamerica erst aufmerksam geworden, als ein Berg zu glühen begann. Aber es handelte sich nicht um ein himmlisches Zeichen, so viel soll hier verraten werden! Die waffenstarrende Aufrüstung einer Nation hat einen großen Nachteil, das wird schon in der Schule im Fach „Wirtschaftskunde“ vermittelt: die Waffenlobbyisten werden immer reicher – das Volk immer ärmer und wenn jeder zweite Mensch Soldat wird, mangelt es an Arbeitskräften!  In der ehemaligen DDR haben zwei Grenzsoldaten  in Spitzenzeiten einen Maurer bewacht, damit er nicht flüchten kann. Offiziell wurde er beschützt, damit der Handwerker nicht aus einer westlichen  Maschinengewehrgarbe dahingemäht wurde. Aber das nur am Rande, weil es so viele bereits vergessen haben. Mittlerweile steht die Welt vor einem Atomkrieg, und jeder weiß, wie dienlich sich Staaten wie die BRD den USA gegenüber verhalten. Es ist daher an der Zeit, sich deutlich von der amerikanischen Politik zu distanzieren. Wenn Herr Trump dermaßen groß- und eigenmächtig auf“trump (ft)“, mag er auch die Verantwortung im gleichen Verhältnis tragen und zwar in der Form, dass er die Zeche dafür bezahlt. Die Bevölkerung der BRD spricht sich absolut mehrhaltlich gegen Atomwaffen aus, und die Österreicher sind bereits neutral! Es ist schon erstaunlich, dass die Deutschen auch in dieser Hinsicht von den Österreichern lernen können. Leider können wir den netten Nachbarn keine Fregatten verkaufen und im Gebirge sind auch Panzer etwas unhandlich, das ist der Nachteil an einer so „hügeligen“ Landschaft.

Zum Thema:

Jedenfalls haben Trumps Militärgewaltige zwischenzeitlich weisungsgemäß  das neutrale Grenzgebiet  zwischen Nord- und Südkorea mit ihren Hornetbombern F16/F18 bombardiert und „gewaltigen Eindruck“ auf Kim Jong -un -hinterlassen, so dass dieser einige Raketentests nachschob, wobei letztere immer dicker ausfielen und immer weiter flogen. Die Chinesen werden jedenfalls nicht begeistert sein, wenn vor ihrer Haustür ein Atomkrieg ausgefochten wird, so viel ist sicher! Dass der unbeschränkte Herrscher Nordkoreas betonte, dass auch Europa  erreichbar sei, stimmt einen großen Teil der Bevölkerung missmutig! Ausgerechnet zu Weihnachten! Alldieweil doch die Weihnachtsgans in der Röhre schmort und die Geschenke noch nicht ausgepackt bzw. umgetauscht wurden! So ein Atomkrieg bringt doch die ganzen gewohnten Abläufe durcheinander!

Ach ja: GROKO!

Fast hätte ich es vergessen: Deutschland ist zur Zeit nicht regierbar! Macht das WER kommissarisch? Seit wann brauchen wir eine Regierung? Das ist ja das Allerneueste! Nach meinem Erkenntnisstand gibt es mehr als genug Gesetze, Bestimmungen und Verordnungen. Außerdem werden wir seit Jahrzehnten von der Wirtschaft regiert – zugegeben – indirekt. Aber wofür haben wir denn die Lobbyisten? Lügen und Betrügen, das ist die Devise, die zwar nicht ausgegeben aber praktiziert wird. Der neue Passat wird für einen „Umweltbonus“ = 8000.-€ angepriesen. Seit Wochen wird in Emden halbtags am Passat gewerkelt. Ach – kann Lügen und Beschönigen schön sein. Leider fällt nicht jeder auf Maschen herein, die dünn gestrickt werden!

Einerlei aus welchen Perspektiven der kritische Erkenntnisgeist den Istzustand auf diesem Planeten beleuchtet: das Ergebnis jeglicher Betrachtungsweise ist jämmerlich!

Frohe Weihnachten und gute Verdauung von Glyphosat im Bier, Brot und Fleisch wünscht der alte Kunstmeister!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hartmut Tettweiler Reliwette

Autor: Hartmut Tettweiler Reliwette

Hartmut T. Reliwette, geb. 1943 in Berlin Maler, Bildhauer, Performer, Autor. Auf dem künstlerischen Sektor seit 1969 präsent, damals noch mit der Gruppe ARASKADE 69, die aus Malern und Autoren bestand. Außer mir ist Frau Dr. Prehm, Scottish Lady of Camster, Autorin und Zeichnerin, das letzte lebende Mitglied der Gruppe. Seit dieser Zeit wurden bis heute ca. 70 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen oder Performances im In- und Ausland realisiert. Erste literarische Publikationen im Jahre 1971., hauptsächlich Gedichte und Prosatexte, die in deutschsprachigen Anthologien publiziert wurden oder im Eigenverlag, sowie im Magazin "Die Brücke." Im selben Jahr entwickelte sich eine Freundschaft zu Professor Joseph Beuys, der an der Kunstakademie in Düsseldorf einen Lehrstuhl hatte. Außerdem bestand eine tiefergehende Freundschaft zu Peter Coryllis, einem Schriftsteller, der den Kreis der Freunde leitete, eine lose Vereinigung von hauptsächlich Autoren, aber auch Kunstschaffenden.(Einst hatte der Lambarene-Arzt Albert Schweitzer diesen Freundeskreis gegründet). 1981 Einrichtung einer Zweigstelle der FIU (Free International University for Kreativity and Interdisziplinary Research) bei der Volkshochschule Essen - Mitte. (Die FIU war zunächst ein künstlerisches Projekt von Joseph Beuys und einem seiner Meisterschüler, Johannes Stüttgen). Nach einer Aufführung der Fluxuszone Niederrhein wurde vom damaligen Leiter der VHS, Lübben, angeordnet, dass weitere Auftritte der FIU bei der VHS Essen unerwünscht seien. Demzufolge wurde das Reliwette-Museum 1984 in Ostfriesland errichtet und somit gegründet , um ein eigenes Podium zu realisieren. Zur Eröffnung wurde eine mehrteilige Performance initiiert, deren Haupteil mit dem Titel "His masters Voice" in das Zerschießen einer Pyramide aus Fernsehgeräten mittels einer großkalibrigen Vorderladepistole mündete. 1976 erfolgte die Gründung der literarischen Gefangenenzeitung DIABOLO mit einem Insassen-Redaktionsteam der Sozialtherapeutischen Anstalt Gelsenkirchen. In der Zeit von 1979 bis 1986 entstanden 2 Filme im S8 Format: "Psychodelic memories" und "Abbruch". 1987 erfolgte das Pflanzen eines Labyrinthes aus Berberitzensträuchern auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. Es handelt sich hierbei um den "Joseph - Beuys - Gedächtnisgarten". In diese Zeit fällt der erste Kontakt zu Karl-Heinz Schreiber, einem literarischen "Urgestein" aus Unterfranken. Aus diesem Kontakt entwickelte sich im Laufe der Jahre eine tiefgehende Freundschaft. K.H.S war nicht nur Rezensent zeitgenössischer Literatur, sondern auch Herausgeber einer Literaturzeitschrift, Romanverfasser, Dichter und Lyrocker. "Charly" Schreiber verstarb viel zu früh im Jahre 2014. Sowohl die Freundschaft zu Beuys als auch zu Karl-Heinz Schreiber haben meinen literarischen Duktus stark beeinflusst. Noch kurz vor seinem Ableben brachte er den Gedichtband heraus:"Durch den Kaktus gesprochen", der meine wichtigsten Gedichttexte enthält. Das FORUM im Inneren wurde 2002 mit einem Festival der Poesie in Betrieb genommen. Auch hierbei hinterließ K.- H. Schreiber seine Handschrift. Im Jahre 2017 besteht das Labyrinth als Langzeit - Kunstwerk 30 Jahre. Es wird ab dem Sommer 2017 nicht mehr geschnitten und somit der Natur überlassen. Die Bühne samt Bestuhlung wird somit in einen "Dornröschen-Schlaf" versetzt und sich selbst überlassen als Heimat für wild lebende Tiere aller Art.