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Kerniger Künstler mit kleinem Knall

GA-Serie (5) Seit gut 25 Jahren lebt und wirkt der Maler und Bildhauer Hartmut T. Reliwette in Idafehn (von Ole Cordsen)

IDAFEHN – Ob Hartmut T. Reliwette einen kleinen Knall hat? Getuschelt haben dies schon manche Leute, die ratlos vor seiner Kunst standen. Vor allem aber sorgte er für einen Knall bei seiner Ankunft in ldafehn-Nord. Genauer gesagt, ließ er es gleich zehnmal knallen. Hinter der Scheune seines frisch renovierten Hauses hatte Reliwette zehn Fernseher gestapelt. Und für die Auftakt-Aktion in seiner neuen Heimat zielte er mit einem großkalibrigen Revolver und schoss. Krachend zersplitterten die Mattscheiben und Bildröhren. Aus Furcht versteckten Schaulustige sich hinter Hausecken und Gebüschen. Das war damals, vor gut 25 Jahren.

„Stimmen (D)eines Herrn“ hatte Reliwette, nach eigener Auskunft ein Freund und Weggefährte des berühmten Aktionskünstlers Joseph Beuys, diese Aktion genannt. „Ich wollte symbolisch das leere Gebrabbel der Fernsehsender stummschießen, dem viel zu viele Menschen hörig waren und sind“, sagt er heute. Dann schiebt er seinen Hut aus der Stirn, schenkt im Wohnzimmer seines Hauses Kaffee ein und blickt auf das Vierteljahrhundert zurück, das er in Ostfriesland lebt. „Ich habe tolle Nachbarn. Wir nehmen und mögen uns, wie wir sind.“
Überbleibsel seiner oft politisch motivierten Aktionen tummeln sich unter dem Dach seines Hauses. Dort hat Reliwette ein Museum in eigener Sache eingerichtet. Scherben einer Terracotta—Rakete liegen darin. Die wollte Reliwette in den 80er Jahren in einem Osterfeuer festbrennen — als Protest gegen die geplante Stationierung amerikanischer Pershing II—Raketen in Deutschland während des Kalten Krieges. Auf einem Beistelltisch steht ein Kaffee-Service, das Reliwette modelliert hat. Der Zuckerstreuer ähnelt einer Handgranate, die Kanne ist dem Geschützturm eines Panzers nachempfunden. Dabei geht es Reliwette um das Gegenteil von Gewalt. „Ich kämpfe für den Frieden“, sagt er. Wenige Wimpernschläge später berichtet Reliwette von einem Besuch in der Kunsthalle in Emden, wo er vor kurzem war und den Slogan „Kunst mit allen Sinnen genießen“ entdeckte. „Dafür ist Kunst doch nicht da. Sie soll zum Denken anstoßen, aufrütteln, Inhalte vermitteln. Sie muss ihrer Zeit voraus und im Leben anwendbar sein. Sonst wird Kunst belanglos“, sagt der 66-Jährige.
Er selbst, der den Großteil‘ seines Lebens im Ruhrgebiet gelebt hat, arbeitete bis 1998 gut 20 Jahre lang in Gelsenkirchen als Kunst-Therapeut im Gefängnis und regte die Sträflinge über die Kunst zum  Nachdenken an. Der studierte Maler machte sich vor allem durch Performance-Kunst einen Namen und arbeitet heute vomehmlich als Bildhauer und Schriftsteller.
Nach Idafehn zog Reliwette, „weil ich nach einem Eklat bei einer Performance in Essen 198l einen geschützten Raum zum kreativen Schaffen gesucht habe“, Weil er als Kind die norddeutsche Küstenregion geliebt habe, sei er über Umwege nach Idafehn gelangt, wo ihn neben der Ruhe auch die netten Nachbarn überzeugten. Die Kontakte zur Künstlerszene im „Pott“ hält Reliwette telefonisch, „doch die engen Bindungen bleiben“, sagt er. Guten Kontakt habe er auch in Ostfriesland gefunden, etwa zu Autoren der Poetry-Slam-Szene. Die haben den Mann mit dem Knall ins Herz geschlossen und waren schon zu Gast auf der Bühne im Labyrinth hinter Reliwettes Haus, das er zu Ehren von Beuys aus Tausenden von Dornbüschen schuf.

Quelle: Generalanzeiger 27.März 2010

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Der Islam gehört – nicht – zu Deutschland

„Deutschland“ diskutiert, „Deutschland“ regt sich auf, wegen der hohen Zuwanderungsrate, wegen der Islamisierung des Abendlandes, wegen des „Aussterbens“ abendländischer Werte und und und….
Wen wundert es, dass die „Hutschnur“ platzt? Jeder wirft nach dem Anderen!
Womit? Mit Worthülsen! Auch die Bundeskanzlerin spricht mit einer Worthülse, die viele zu verstehen glauben, obschon sie nichts an Erkennt-nissen hergibt. Was heißt denn das im Klartext, der Islam gehört zu Deutschland?
Worin sind die Werte verankert, die dem westlichen Europa zugeschrieben werden? Reicht es, der Einfachheit halber auf die Verfassungen hinzuweisen, jene z.B. der Bundesrepublik Deutschland, welche bei der Staatsgründung 1949 auf die „neue Fahne gegossen“ und durch die Alliierten abgesegnet wurde?

Beziehen sich die Deutschen auf Vorgaben der Bibel, in welcher christliche Werte vermittelt werden? Wo steht in den zehn Geboten etwas von Gleichberechtigung? Auf welche Bibel wird überhaupt Bezug genommen?
Ist das Alte Testament gemeint. die etwa 3000 Jahre alte jüdische Bibel?
Ist das Neue Testament gemeint? Wo steht in den Testamenten, dass der
Mensch „Hexen“ verbrennen oder dass man dem „Teufel“ in einer exorzistischen Sitzung beikommen soll? Wo steht geschrieben, dass man im Namen Gottes Waffen segnet ?
Unsere abendländischen Werte mögen irgendwo von irgendwem erfunden oder aus welcher Stelle einer religiösen Botschaft auch immer abgeleitet
worden sein. Fest steht: die angesprochenen „Werte“ verbergen sich knallhart im BGB, im StGB, in der Strafprozessordnung und weiteren Gesetzestexten und ministeriellen Verordnungen.
Glückwunsch dem, der sie alle kennt!

All diese Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind auch
Ergebnisse ethischer Lehren unserer zahlreichen Philosophen, auf welche eine Minderheit der deutschen Bevölkerung stolz ist, während der überwiegende Teil der Bevölkerung kaum ihre Namen aussprechen kann, geschweige denn ihre Werke gelesen hat.
Die  angesprochenen Grundlagen greifen ferner auf Hinweise zurück, die in der Literatur zu finden sind, auf die Lehren des Humanismus. Es gab eine „Zeitepoche der Aufklärung“, genannt sei an dieser Stelle John Locke, ein Engländer. Die Geistesbewegung der „Aufklärung“ ging tatsächlich von England aus, führte über Frankreich und Belgien bis nach Deutschland. Einer der deutschen Vordenker war der Philosoph Immanuel Kant. Das Prinzip, welches der „Aufklärung“ zugrunde lag, ist das des kritischen Verstandes, eine Grundlage überhaupt, eine Urteilsbefähigung zu erlangen (Kritik der reinen Vernunft).
Letztlich wachen Juristen als Formulierer und Vollstrecker darüber, dass die oben beschriebenen Gesetze eingehalten werden, vom Justizvollzug als dritter Säule einmal abgesehen.

Die christlichen Religionen haben sich im Laufe der Jahrhunderte entsprechend angepasst, nachdem der katholische Klerus noch im späten Mittelalter unsägliches Leid über Teile vorwiegend der unbelesenen Bevölkerung gebracht hatte. Selbst ein Astronom wäre der Willkür der Inquisition zum Opfer geworden, wenn er seine Erkenntnis, dass der Planet Erde nicht Mittelpunkt des Sonnensystems ist, nicht widerrufen hätte.

Viele Menschen in der BRD und in Europa wissen um diese Dinge. Doch viele von uns geben sich auch mit einer Worthülse zufrieden. Sie glauben zu wissen, was gemeint ist.

In Deutschland wird nicht akzeptiert, dass eine Frau hinter einem Mann zurückstehen muss. Das gilt auch für die Ehe. Beide Geschlechter sind vor dem Gesetz gleich, haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Wer das nicht akzeptiert, der gehört nicht in die BRD, weil der Staat die Gesetze bestimmt, nicht die Kirche.

Andere Probleme ergeben sich bei der Beschneidung im Genitalbereich bei  beiden Geschlechtern aus religiöser Vorgabe. Nach deutschen ethischen Vorstellungen sollte die Person nach Erreichen der Volljährigkeit selbst entscheiden dürfen, ob sie einem solchen Eingriff bei sich zustimmt.

Das „Schächten“ soll nach behördlichen Vorgaben auf Schlachthöfen vorgenommen werden, keinesfalls auf Hinterhöfen in Wohnsiedlungen.

Der Bau von Minaretten stößt bei der Bevölkerung auf Widerstand, nicht die Errichtung von Moscheen. Wenn Minarette erlaubt werden sollten, dann mit Muezzin und / oder Lautsprecheranlage?

Gesetze können schnell geändert werden. Davor haben viele Angst. Sobald der Bevölkerungsanteil der Muslime einen gewissen Umfang erreicht hat, könnten geltende Machtverhältnisse per Gesetz völlig legitim gekippt und sogar ins Gegenteil verkehrt werden.
Wer heutzutage kontrovers diskutiert, sollte seine Argumente weitsichtig anlegen, zumal überall auf der Welt bürgerkriegsähnliche Brände entstehen. Aufstände, Massenmorde und Vertreibungen werden in den meisten Fällen von „Machtmenschen“ religiös unterlegt (bejahend oder verneinend), wenn  es darum geht, ihr Handeln als rechtmäßig vor „der Welt“ darzustellen. Darauf sei zu achten, nicht auf integrierte muslimische Bürger, die ihren Glauben still ausleben und nicht wie die IS einen Gottesstaat errichten wollen.

Es gilt: Wer die Staatsräson anerkennt, erfährt die Zustimmung der Religionsfreiheit durch das Grundgesetz. Und dies, meine Damen und Herren Zeitgenossen, sei auch Anhängern der AfD in ihr Tagebuch geschrieben.

 

 

 

 

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Fehlende Weitsicht macht blind

Alt ist das Motto! Was kann ich als einzelner Mensch im politischen Alltagsleben an Situationen ändern, die mir Angst machen, meine Familie bedrohen?
Es wird weggeschaut, verdrängt, hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, geflüstert, eine bescheidene Meinung geäußert: „Wie denkst du?“ Angst geht um, das wird im Alltagsleben deutlich, Unsicherheiten machen sich bemerkbar, sie gelten dem Arbeitsplatz, dem Frieden in der Familie, der Situation mit den Flüchtlingen aus den vielen Krisenregionen. Neuerdings geht die Angst vor einem Krieg um, der seit vielen Jahren an vielen Orten der Welt geführt wird. Die deutschen Bürgerinnen und Bürger waren bislang nicht direkt betroffen.

Das deutsche Volk ist in die Europäische Union eingebettet. Ein Sprichwort besagt: „wie man sich bettet – so liegt man!“

Der unpolitische Bürger liegt bequem, stiehlt sich aus der Verantwortung: eine Sprachfloskel, die in jüngster Zeit umgeistert, ist: „Keine Ahnung“, und damit wird ein neuer Satz begonnen. Überall fangen – vor allem junge Menschen – jeden zweiten Satz mit „keine Ahnung“ an, um dann doch noch ein Statement anzufügen – im Glauben, dass man aufmerksame Zuhörer findet, wenn man dem Gedanken vorausschickt, dass er von jemandem entwickelt wird, der keine Ahnung hat.

Das Wahlalter wurde von 18 Jahren auf 16 herabgesetzt. Offensichtlich finden die Bewerber um Mandate die Anzahl der Stimmen wichtiger als ihre Qualität, denn der Waschmittelreklame der Parteien, die vor den Wahlen für den Umsatz der Papierindustrie sorgen, messen sogar inzwischen „Berufsignoranten“ keinerlei Bedeutung mehr bei.

Ein Wahlprogramm, das zukunftsträchtig bereits im Vorfeld alle zukünftigen Probleme mit den dazugehörigen Lösungsmechanismen anbietet, wurde bisher in Deutschland noch nicht angeboten. Also bedient sich der Bewerberapparat z.B. der „Volksparteien“ mit Aussagen wie:“Die Armen müssen reicher werden“ oder „Gerechtigkeit für alle!“ Empfehlenswert wäre auch ein Wahlslogan mit dem Inhalt: „Ein Fußball in jede Wohnstube!“

Was inzwischen weltweit aus dem Ruder läuft, ist mit der Erkenntnis zu beschreiben, dass es zur Mode wurde, aus einem großen Staat viele kleine zu machen, nachdem der mühselige Versuch gelungen ist, aus vielen kleineren Einheiten eine große zu gestalten.

Fehlende Weitsicht macht blind, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass inzwischen die Mächtigen dieser Welt blindlings auf der Weltkarte herumstochern, um Veränderungen nach ihrem Kalkül herbeizuführen. Macht, Privilegien und Kapital sind seit Jahrtausenden die Weltplagen, welche die Menschen in die kriegerischen Auseinandersetzungen führten. Dabei ist das Kapital einer Gesellschaft die Summe aller Fähigkeiten, nicht das Geld (Zitat J.Beuys).

Zwei der größten Machtblöcke, Amerika und Russland, verstricken sich mehr und mehr in ein Machtgerangel, das sich auch in der Europäischen Union bemerkbar macht. Man sollte nicht danach fragen, wer von den beiden Machtblöcken mehr provoziert. Momentan ist es die Nato. Die EU lässt sich mehr und mehr auf die „politischen Vorgaben der USA“ ein. Der „Weltpolizist“ riss mit der Zugehörigkeit der europäischen Staaten zur Nato kriegerische Schauplätze auf der Welt auf und machte somit nicht nur die Bundesrepublik Deutschland zu unkritischen Mitläufern. Die Verweigerung der Bundesrepublik an einer kriegerischen Beteiligung gegen den Irak (Bundeskanzler Schröder) stellt sich heute im Nachhinein als weitsichtige Entscheidung dar.

Plötzlich lief es wie ein Fieberschock durch Ägypten und Syrien. Dabei war es kein „Frühling“, der den Beteiligten zartes Grün bescherte, sondern der Start zu Revolutionen und Revolten. Warnende Worte vom ehemaligen Auslandskorrespondenten, „Scholl-Latour“, der die Länder bereiste und über Insiderinformationen verfügte, wurden in den Wind geschlagen. Der Ruf des „Westens“ nach „Demokratie und Freiheit“ wurde von den Aufständigen auf Fahnen geschrieben, auch wenn der größte Teil der Betroffenen weder schreiben noch lesen konnte.

Der Aufstand auf dem Maidan-Platz, die Revolution der Ukrainer, fand im Westen auf fast solidarische Zustimmung, leider mit den Folgen, dass völlig unsinnige Referenden im Sinne einer stillen Revolution, die Entwicklung der politischen Entscheidungen völlig auf den Kopf stellten und schließlich zur Annektierung der Halbinsel Krim an das russische Staatsgebiet führten. Menschen sollten mit weitreichenden politischen Veränderungen mittels eines Referendums vorsichtig umgehen. (Ein Referendum ohne 2/3 Mehrheit ist überdies völlig unsinnig, wie es der „Brexit“ jetzt beweist).

Die Vorgänge in der Ukraine führten dazu, dass die baltischen Staaten, Estland, Lettland und Litauen um ihre Sicherheit fürchten in der Ahnung, auch noch von Russland vereinnahmt zu werden. Schon kommt die Nato wieder ins Spiel. Die Forderung nach deutscher Beteiligung wird laut. Selbst die Polen ergehen sich in Angst um die Sicherheit ihrer Grenzen, eine Hysterie unbeschreiblichen Ausmaßes macht sich breit. Zu Polen sei vorsichtiges Verständnis angemahnt, denn dieses Land ist bereits vor dem Zweiten Weltkrieg 5 mal geteilt worden, und Russland war hieran beteiligt.

Angeblich sprechen sich 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Handelsembargo gegen Russland aus und ebenso viele gegen das Säbelrasseln der Nato in den baltischen Staaten, wie es der Außenminister Steinmeier kürzlich formulierte. Und schon wurde er von Abgeordneten einer Volkspartei kritisiert. Mitlerweile lässt auch der Vizekanzler Gabriel mit Hinblick auf die Abgrenzung zur CDU solche Töne hören. Die Umfragewerte der SPD sind alles andere als berauschend.

Ein Volksbegehren mittels Unterschriften richtete sich gegen das von den USA eingebrachte Handelsabkommen TTIP, so dass selbst in den Entscheidungsgremien der EU Zweifel an der Art und Weise aufkamen, wie die Wirtschaftsmacht der USA mit ihren „Partnern“ umspringt zumal die Wenigsten über Kenntnisse des englisch/amerikanischen Wirtschaftsenglisch verfügen und die Verbreitung des Inhalts an Bürger und Medien von den USA unerwünscht war. Dies stellt eine typisch amerikanische Übergehensmethode der Bürger dar, die von kritisch eingestellten Menschen nicht hingenommen wurde.

Es wird allerhöchste Zeit, dass die Bunderepublik vertrauensfördernde Gespräche mit der russischen Führung aufnimmt. Es ist eine unsinnige Einstellung, man könne z.B. mit Präsident Putin keine verbindlichen Verträge abschließen. Ein Vertrag mit Russland könnte zum Inhalt haben, dass Russland die Grenzen Polens und die Selbständigkeit der baltischen Länder garantiert und die Nato aus den Gebieten verschwindet.

Feindschaft zu den USA muss nicht entwickelt werden, Kritik allerdings muss sich ein Staat, zumal er sich der Demokratie verschrieben hat, gefallen lassen. Größere Sorgen sollte der mündige Bürger sich wegen eines eventuellen Wahlsieges des Präsidentenanwärters Trump machen. Auf die Frage eines Journalisten während einer Wahlveranstaltung Trumps, wie er denn zum Ku- Klux- Klan stehe, antwortete dieser: „Ich kann nichts darüber sagen, ich kenne die Herren nicht!“

Hartmut T. Reliwette

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Hyper – hyper

… ja genau! Hyper – hyper: Zahle 10.- € ein und spiele mit 50.- € ! Da springt dieser Typ aus der TV – Serie: „It`s your voice“ oder „“Kids voice“ – oder „schieß mich tot- voice“ wie ein HB-Männchen durch die Aufnahmelandschaft: „Hyper – hyper!“, schreit er und wirbt in einem TV Sender für die Spielsüchtigen unter uns! Es könnte auch heißen: „Zahle 10.-€ und spiele mit 1000.-€!  In den meisten Fällen aller Fälle sind auch die 1000.-€ bald verzockt. Nur dem „Unternehmen, welches dafür wirbt, geht es nicht schnell genug! Da tut sich Entsetzliches auf – neben anderem, was auch entsetzlich ist – in dieser, unserer Corona- Zeit.

Da gibt es Corona-Leugner, die sich beschweren, dass sie ihre Freiheit einbüßen! Freiheit? Häääää?

Du bist doch von Geburt an unfrei mit dem Ziel unfrei Dein Leben zu fristen bis es Dir genommen wird! Merke: „Alte Menschen sterben nie jung!“ Der Zeichner dieses Orakels ist inzwischen im achtundsiebzigsten Lebensjahr – fast ein Weiser, fast ein Prophet in diesem Zeitalter des Jammerns.

Nun hat der sehr ehrenwerte Kabarettist mit Namen  „Puffpaff“ – auf englisch „Paffpäff – ironischerweise den Gedanken an sein Publikum herangetragen, es solle „selektieren“, also das Unangenehme völlig ausblenden und nur das Positive an sich heranzulassen! Bravo, Paffpäff, nur so ist diese Welt zu ertragen, die Welt voller geistig Schwachen, die, wie es im Alten Testament unter den Seligpreisungen angemerkt ist, im Himmel aufgenommen werden, da selig gesprochen!

Ich nenne diese Ansammlung von – äh – wie nannte ich sie doch gleich in den Konferenzen an einer sozialtherapeutischen Anstalt in Gelsenkirchen? Ah ja – schwach Strukturierte, von den ich eine Größenordnung von weltweit achtzig Prozent in Ansatz bringe. Ich nenne diese „Garnitur“ Fleischklöpse.

Meine Frau  sprach mich in diesem Zusammenhang an: Der Torsten Straeter nennt sie „Frikadellen!“ Egal – ich finde die Bezeichnung „Fleischklöpse“ zutreffender, weil sie gekocht und nicht gebraten werden.

Meine späte Tochter ist studierte Soziologin mit Eignung zum Lehramt. Sie widersprach mir energisch (wie sie nun einmal ist!): „Da kommst du nicht mit aus!“

Gott sein es gedankt, ereignete sich Corona! Ich schöpfte wieder Hoffnung, sah ich doch die Pandemie als eine Chance, die bescheuerten Lebensgewohnheiten der Menschen gegen andere, weniger schädliche Initiativen im Leben umzuwandeln, abzuändern!

Nee, war klar! Die Wut vieler Menschen, die ihre Freiheit nun beschränkt sehen, richtet sich nicht gegen ihre Gewohnheit, als Spaßgesellschaft so viel Schaden wie möglich unserem Planeten anzutun, sondern gegen jene, welche sich bemühen, der Pandemie entgegenzuwirken. (Durch bekannte und teilweise verordnete Vorsichtsmaßnahmen.)

Ich will nun nicht an dieser Stelle den von Professor Joseph Beuys zur Debatte gestellten  Freiheitsbegriff bemühen, sondern nur ein kleines Beispiel dafür anführen, wie unfrei es dem Menschen bereits seit der Geburt anlastet: Die Atmung!

Skeptikern unter uns sei gesagt, dass diese Unfreiheit sich bei all jenen bemerkbar macht, die als Nichtschwimmer in einem tiefen Gewässer versinken.

Bei allem Getue um den angestrebten persönlichen Stellenwert im Leben: Vergiss niemals Luft zu holen und geselle dich niemals zu den 80 Prozent der Menschen, von denen ich im Laufe dieser Erörterung sprach!

Prost! Austrinken! Noch leben wir!

Euer alter Kunstmeister

Retroperspektive zum Wirken und Leben des Joseph Beuys

Heute, im Juni2020, wird vielerorts  an eine Aufarbeitung des Lebenswerkes von  Joseph Beuys gedacht. Sie kennen diesen Bildhauer und ehemaligen Kunstprofessor  an der Kunstakademie Düsseldorf in der Eiskellerstraße nicht?

Joseph Beuys wurde im Mai 1921 geboren. Er war Krefelder, verbrachte seine Jugendzeit dort, besuchte dort ein Gymnasium. Im nächsten Jahr würde er 100 Jahre alt, wenn er nicht 1986 gestorben wäre. Sein Todestag ist 34 Jahre her. Gut, die Menschen orientieren sich an runden Jahreszahlen: Silberhochzeit, Goldene Hochzeit, 25 jähriges Dienstjubiläum und runden Geburtstagen.

Weshalb diese Eile jetzt, dem Joseph Beuys  zu gedenken? Armin Laschet ist jetzt Schirmherr für die Joseph Beuys-Gedächtnisarrangements, natürlich mit Nähe zu Lehmbruck, bei dem J.B. studierte (Lehmbruck-Museum).

Ausgerechnet ein Karrierestreber wird zum Schirmherr eines toten Künstlers, der zu Lebzeiten stets die Kompetenzfrage in den Mittelpunkt seiner gesellschaftskritischen künstlerischen Gedanken stellte. „Die Kompetenz für die Lösung eines gesellschaftlichen Problems geht reihum“ – Originalton Joseph Beuys. Laschet ist Jurist wie ganz viele Abgeordnete des Land- und Bundestages. Im Volksmund macht eine Rede die Runde: „Wer anspuchsvollere Studienplätze (numerus klausus) nicht erreicht wird Jurist, wobei noch unterschieden wird zwischen dem normalen Staatsexamen und jenem zum „Volljuristen“ wie wir sie bei Richtern erleben und begrüßen!

Was der Joseph Beuys zu seinen Lebzeiten in die Bildende Kunst einbrachte, hat zu dessen Lebzeiten ohnehin kaum jemand begriffen: Kunst ist nach wie vor für viele Menschen das Abbilden von Vorgefundenem. Verächtlich könnte man diese kreativen Personen als Blümchenmaler in eine Schublade stecken, wobei das bildnerische Handwerk in den Vordergrund tritt.

Beuys: „Malen und Bildhauern alleine, ohne weitergehenden Bezug zu den elementarsten gesellschaftlichen Probleme reichen nicht aus. Damit hat Beuys die Gesellschaftspolitik zum  inhaltlichen Bestandteil der Bilden Kunst gemacht. Deshalb auch sein Ausspruch: „Jeder Mensch kann ein Künstler sein“, selbst wenn er weder malen noch bildhauern im klassischen Stil kann.

Beuys: „Ich selber kann gar nicht  gut malen. Komischerweise bin ich Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf geworden!“ (Beuys –Auftritt im Folkwang-Museum Essen in den siebziger Jahren). Der Autor war anwesend. Von daher ist dieser Ausspruch von Beuys authentisch.

Weil er im Rahmen der Immatrikulationsbedingungen zu viele Studenten in seine Klasse aufnahm, zeitweise waren es bis zu 400 Studenten, führte dieses Unterfangen  schließlich zu seiner Entlassung aus dem Schuldienst durch den damaligen Kultusminister, Johannes Rau, den späteren Bundespräsidenten.  Mit eben diesem führte ich einen handschriftlichen Briefwechsel in Bezug zu einem künstlerischen Projekt: „Die organische Welle“ einer geplanten Performance mit den Landwirten, die nie zustande kam, weil die Bauernverbände trotz Zusagen nicht aus dem „Quark“ kamen. Damals grassierte die Schweinepest und Johannes Rau riet mir, den Massenaufmarsch der Landwirte abzusagen. Auf jeden Fall wäre das eine Performance gewesen, die Beuys gefallen hätte.

Jetzt, da Beuys zunehmend an gesellschaftlicher Akzeptanz erfährt, wobei die „Ammenmärchen“ um ihn und seine Auffälligkeiten (Hut und Anglerweste, Koppelgürtel) zunehmend verstummen. machen sich gesellschaftliche Erkenntnisse breit, dass die Menschen es nicht zu arg mit der sie umgebenden Natur treiben sollten; gerade jetzt zu einer Zeit, da die Corona-Epidemie die Wirtschaft in einem Knebelgriff hält und mit katastrophalen wirtschaftlichen Einbußen und zu Arbeitslosigkeit der Menschen führen wird..

Dass ausgerechnet die Inhalte der Bildenden Kunst mit Weitsichtigkeit in Hinsicht auf nahende gesellschaftliche Probleme einhergehen, ist unbestritten ein Verdienst dieses genialen Kunstschaffenden. Er wollte die Menschen als Teil einer kreativ fungierenden Gesellschaft in diesen künstlerischen Prozess einbeziehen – in Form eines schöpferischen Gestaltungswillens, der ja einer Gestaltung in jedem Falle erst einmal vorausgeht. Dazu hat er die Menschen aufgerufen!

In seiner letzten Rede  im Lehmbruck-Museum hat er seine Mitstreiter, im Grunde alle Menschen, dazu aufgerufen: „Lasst die Flamme nicht erlöschen!“

In diesem Sinne sind an vielen Orten der BRD Aktionen  und Präsentationen um diesen großartigen Menschen und Kunstschaffenden geplant, die gehört und verstanden werden sollten!

Mach’s gut, mein Freund, an mir soll es nicht scheitern!

Das große Résumé

Zeit ein Résumé aus Gehabtem, Erstrittenem  und Erhofftem aus Vergangenheit und Jetztzeit zu ziehen. Die Gelegenheit ist Dank Corona so nützlich und notwendig wie nie zuvor.

Während sich jetzt schlaue und törichte Menschen auf die Corona-Diagnostik spezialisieren und widersprüchliche Kommentare in den Nachrichten nicht abreißen, haben sich andere zumeist “einfach strukturierte Seelen“ darauf spezialisiert, ihre von den Regierungen veranlassten persönlichen „Unfreiheiten“ in den sozialen Netzwerken zu beklagen und anzuprangern. Unter anderem, so war zu lesen, habe Bill Gates das Virus in Auftrag gegeben, um einen großen Teil der Menschen auf sich zu vereinigen. Dann habe er den Rest der Menschheit endgültig in seiner Hand. Hätten die Urheber dieses Schwachsinns den amerikanischen Präsidenten, D. Trump als Verantwortlichen bezichtigt, wäre das Ergebnis dieses Denkens zwar ebenso anzuzweifeln, aber in gewisser Weise irgendwie nachvollziehbar. „Covid 19 sei den Chinesen anzulasten, weil es angeblich aus einem Labor entwichen sei!“

Ja, ja, das kommt davon, wenn man die Tür nicht hinter sich schließt und alle Fenster offen lässt! Es hat schon immer Pandemien und Seuchen gegeben. Die letzte Heuschreckenplage ist noch nicht lange her, und „Agent Orange“ hat noch vor nicht langer Zeit in Nordvietnam gewütet . Der brasilianische Musterpräsident hat gerade noch die Genehmigung für weiteres Abholzen des Regenwaldes erteilt.

Noch funktioniert der Magnetismus an den Polen unseres Heimatplaneten. Im Erdinneren rotiert n flüssiges Gestein um einen Eisenkern. So funktioniert eine Lichtmaschine oder eben eine Aggregat, welches Magnetismus erzeugt.

Wäre das nicht so, wären unsere Vorfahren mitsamt dem Wasser im Weltraum verschwunden.  Doch nun plagt sich die Menschheit mit winzigen Eiweißatomen herum, die boshafterweise als Viren bezeichnet werden.

Man hätte sie auch Tamagotchis nennen können, weil sie dazu geeignet sind, dass man sie füttern kann. Die Zeit ist gekommen, ein Résumé zu ziehen: Was haben wir falsch gemacht? Wurden wir zu viele?

Was haben wir dem Planeten angetan? Durch Covid19 tritt ein Prozess der Verlangsamung ein. Ein Prozess, den viele Menschen  für dringend erforderlich halten. Die Geologen werden sich dagegen verwehren, wenn jemand daherkommt und behauptet, dass die Erde ein Organismus sei. Jedenfalls verhält sich unsere Erde so. Sie erscheint uns mal sensibel und gleichzeitig wachsen bedrohliche Kräfte aus ihr.

Wir leben auf einer Erdkruste auf glühender Lava und gehen bei ALDI und Co einkaufen, stehen Schlange am Postschalter in der Tanke und fluchen, wenn uns jemand die Vorfahrt nimmt. Sind wir Menschen mehrheitlich nicht völlig plem plem?

Zu allem Überfluss zetteln wir noch Kriege gegen einander an und beschweren uns bei höchster Instanz, dass nicht eingegriffen wird! Unglaublich! Gib den „Pavianen“ eine Schusswaffe und verleihe ihnen den Titel „King of Currywurst“.(Das  ist doch diese Affensorte, die ihr Gebiss so furchteinflößend blecken kann?) Doch keine Sorge, Paviane können den Trigger an der Pistole nicht richtig einschätzen, selbst wenn sie diese in die richtige Richtung halten würden. Wenn es knallt, lassen sie die Pistole fallen und flüchten! Wir Menschen könnten von ihnen lernen!

Solche nützlichen Dinge wollen wir nicht lernen. Das Gehirn ist ständig überfordert – bis in den Schlaf hinein. Wir fordern Dinge an, die wir nicht bezahlen können und wenn die Rechnung kommt, ist kein Geld da! Dahinter verbirgt sich eine seltsame Logik!Das sollte als Merksatz auf der ersten Seite der Fibel stehen, die den Menschen beim Besuch der ersten Klasse ausgehändigt wird.

Es wird allerhöchste Zeit, dass unsere Juristen die  ZEHN GEBOTE auf die Jetztzeit neu formulieren nach dem Motto:“Du sollst nicht dreimal jährlich an einer Kreuzfahrt teilnehmen!“

Baut die Rettungsboote ab, sie nehmen Euch nicht alle auf, wenn eine Katastrophe eintritt. Rettungsboote an einer schwimmenden Stadt sind Bestandteil einer Mogelpackung . Sie gaukelt Euch eine trügerische Sicherheit vor. Wenn Ihr in einem Hafen zur Landbegehung ausscheckt, braucht Ihr – wenn es gut läuft bis zu einer halben Stunde, wenn 4000 Passagiere an Land wollen.

Das Geheimnis des Überlebens bedeutet Risiken einzuschätzen! Das wird in den Schulen leider nicht gelehrt. Das muss sich der Mensch erst mühsam erarbeiten, meist mittels leidvoller Erfahrungen. Wer zu viel einschätzt und abwägt, wird als Angsthase verschrien. Lieber ein lebender Angsthase als ein totes Chamäleon, finden Sie nicht?

Auch das sollte ganz vorne in unserer ersten Fibel stehen. In der DDR stand gleich vornean ein Gedicht: „Mein Bruder ist ein Traktorist – und ich will einer werden!

Gehen wir in medias res, verweilen wir bei einer gründlichen Ursachenforschung. Niemand kann der „Schöpfung in die Suppe spucken“Erkennen wir die Zusammenhänge und lauschen den Worten der Philosphen und Propheten, anstatt uns über ein amtliches Beschneiden der persönlichen Freiheit angesichts einer gefährlichen Pandemie zu beklagen oder gar den Aufstand zu proben: Ein totes Chamäleon kann nicht länger die Farbe wechseln! Den Pommes  Frites ist es egal, in welcher Reihenfolge sie in den Schlund gelangen!

Prost! Austrinken! Noch sind wir!

Euer alter Kunstmeister

Reiche Bürger-Reichsbürger-es reicht, Bürger!

„Ich hätte gerne 150 Gramm Weltanschauung, bitte!“  „Geschnitten oder am Stück?“ „Reichen Sie mir das eben rüber, ich esse es gleich hier!“ „Dann gilt die „Im – Hausverzehr Mehrwertsteuer!“

Paragraph  146 , GG. Das Grundgesetz ist vorläufig und endet nach erfolgtem Zusammenschluss beider deutscher Staatsgebilde. Dann wird eine vom Volk gewählte Verfassung gelten.

Ja, ja, noch ein Scheibchen Zitrone dazu? Oder dieses kleine Minzeblättchen passt doch noch hinein – in Ihren weit geöffneten Schlund, der zu einem gewaltigen Innenleben führt – und peng! (vergleiche  Monty Python).

Vom Volke gewählt?  Dazu müsste doch ein Entwurf vorgelegt werden, oder zwei oder drei? Wie wäre es mit 82 Millionen Entwürfen? Da müsste doch einer dabei sein, der Ihren Vorstellungen entspricht.?

Man könnte auch gleich das Grundgesetz als Verfassungsvorlage benützen, aber kennen Sie das Grundgesetz eigentlich? Kommen Sie über den Artikel 1, GG hinaus? Das ist jener, der etwas über das Menschenrecht des Einzelnen und dessen Würde aussagt.

Wie konnte man die Alliierten seinerzeit davon überzeugen, dass die Deutschen künftig einen liebevollen Umgang mit ihren Nachbarn pflegen, so dass sie dazu bereit wären, den Besatzungsstatus nach und nach aufzulockern.

Was sagen die Reichsbürger zu diesem Thema? Sie bemängeln, dass wir nach über 70 Jahren noch immer keine Friedensverträge mit den Siegermächten geschlossen haben. Haben Sie schon einmal mit einer Seele diskutiert, die hartnäckig auf dieser Ungereimtheit beharrt?

Ich sage:“Was willst du? Hat der Bäcker keine Brötchen im Angebot? Fällt Dir dauernd Deine Oberkieferprothese ins Wort? Was steckt hinter Deiner Kritik? Willst Du wieder die Weimarer Republik? Willst Du die Machtverhältnisse verändern? Willst Du KING KONG als Präsidenten oder gar den Adolf wieder?

Andererseits: Eine völlig andere „Struktur“ in die allumfassende Gesetzgebung zu bringen, würde schon allein daran scheitern, dass es dafür keine Mehrheit gäbe, denn noch sind die Unzufriedenen in der Minderheit.

Willst du die Beamten abschaffen als ausführende Personen der Gesetzgebung? Sie nehmen hoheitsrechtliche Aufgaben wahr. Willst du sie durch Kapos ersetzen? Mit Schirmmütze und Schlagstock ausstatten? Wenn dann ein unzufriedener Bürger beim Finanzamt seinen Unmut äußert, bekommt er erst einmal mit der „Quieke“ einen übergezogen. Möchtest du das? Das gäbe ein Gequieke in Deutschland zum Gotterbarmen.

Willst du Gerechtigkeit? Möchtest auch du ohne Arbeit reich werden? Dann reicht es doch, wenn wir die Gesetze abschaffen! Wir schlagen uns gegenseitig zu Tode. Wer übrig bleibt nimmt sich alles. Oder wir nehmen einfach für alles eine saftige Miete. Gehst du an mir vorbei ,– ist  eine saftige Miete fällig! Ich ziehe einen Kreis um mich, wer den tangiert zahlt Zoll. Was zeichnet die vom Staat verfolgten Reichsbürger aus?

Wenn sie ein Grundstück besitzen, rufen sie ihr Staatsgebiet aus! Sie schaffen zunächst einmal eine eigene Währung. Da sie keine Prägemaschinen besitzen, füllen sie Papiergeld mit der Hand aus. Als nächstes ist der Personalausweis dran: Republik Steingarten! Ein Stempel muss her! Ohne Stempel geht gar nichts. Es empfiehlt sich der Kartoffeldruck. Mit etwas Übung klappt es. Als einziger Bewohner des neu erschaffenen Phantasialandes muss das auch nur einmal gelingen. Dann folgt der Führerschein und die Waffenbesitzkarte. Ach was! Gleich einen Waffelschein herstellen und entsprechendes Schießgerät beschaffen. Ohne Schießgerät  = keine Staatsmacht. Das hat sich in der Vergangenheit bei allen Nationen der Welt durchgesetzt.

 Eigentlich müsste jetzt an die Gründung eines Kulturministeriums gedacht werden, wegen der Sprache. Kultur in Form von Coca Cola und Pommes Frittes war dem Reichsbürger schon immer ein Dorn im Auge. Nein, da muss etwas Kräftiges her! „Mein Kampf?“ Damit ist sicherlich nicht der Kampf mit dem Toilettendeckel gemeint. Der Reichsbürger braucht die Connection zu einer Druckerei, und auch die Speisekarten wollen gedruckt sein.

Alle zwei Jahre muss die Staatsgrenze gestrichen werden. Sie merken schon, es muss an vieles gedacht werden, wenn man aus dem Staatsgebilde der BRD austreten will. Ach ja, Rundfunkgebühren!

Ein kleiner Staat braucht Staatsfernsehen oder zumindest Staatsrundfunk. Da wandern die Gebühren in die eigene Tasche:

Als selbst ernannter Präsident (oder König im Falle einer angestrebten Monarchie) muss ein Staatsetat her. Entweder wird der aus der Schatulle des Privatiers aufgebracht oder auch vom Sozialamt des alten Staates. Aber das Sozialamt will dafür als Sicherheit auf das neue Staatsgebilde zurückgreifen in Form von Grund und Boden samt Immobilie. Verzwickte Sache.

Der Reichsbürger könnte Steuern in seinem Reich (Gartengrundstück) erheben. Doch mangels Bürgerschwund kommt nicht viel zusammen. Den Umweg über die Kasse kann sich der Reichsbürger ersparen. Aber er könnte ein Handelsmonopol für sich in Anspruch nehmen, freie Heilfürsorge, Rente! Schlechtwettergeld!

Die Justiz müsste ausgebaut und mit Personal ausgestattet werden. Der Aktionskünstler Reliwette hatte auf dem Kennedyplatz in Essen  1972 die kleinste Haftanstalt der Welt vorgestellt und sich selbst darin untergebracht (für eine Stunde). Es handelte sich um einen Holzkäfig, den man sich selbst überstülpen konnte. Innen gab es sogar ein Bild als Raumausschmückung. So wurde die Zeit nicht lang, und der Käfig fiel einem nicht auf den Kopf. Ausstellungsbesucher reichten sogar Verpflegung durch die Gitterstäbe, weil der Eingepferchte ihnen leid tat.

So haben auch die selbst ernannten Reichsbürger die Chance, dass sich  Menschen mit empathischen Ambitionen sich ihrer fürsorglich annehmen,  weil sie um ihr Wohlergehen besorgt sind.

Der Mensch sollte Mensch bleiben, auch wenn er nur ein Ofen ist, der die Atmosphäre aufheizt.

Mortui te salutant!

Gehe ins Gefängnis…

…begib dich direkt dorthin. Gehe nicht über LOS! Ziehe nicht 4000.-Euro ein! Haben Sie das lange nicht gespielt? Noch nie gespielt?

Jetzt wird Ihnen dieses „Spiel“ aufgezwungen! Mich wundert es, dass die Schöpfung so viel Geduld  mit den von ihr erschöpften Wesen und Unwesen hat! Ich als Urheber der Schöpfung hätte diese Geduld nicht aufgebracht! Keine Angst! Ich bin nicht der Urheber der Schöpfung, nur ein ganz kleiner Philosoph, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und ausruft: „O Gott o Gott!“

Sie vermuten es schon: Dieses Kapitalistenspiel ist Covid 19, bzw. die längst überfällige Reaktion darauf! Worauf? Auf das überhebliche Treiben der Spießgesellen auf dem Erdtrabanten, der die Sonne umkreist! Wir Menschen haben es geschafft, dass die Polkappen schmelzen, dass sich die Erdatmosphäre aufheizt. Einige von uns düsen nach New York, um dort zum Frühstück eine Tasse Kaffee einzunehmen!

Jetzt bleiben die Düsenflugzeuge am Boden, die meisten! Die Flugzeughersteller jammern in die Pleite! Aber nicht nur sie! Kreuzfahrer buchen nicht mehr! Die „Transportbehälter“ liegen in den Häfen.

Die Werften bekommen keine Aufträge mehr“  7.500 Personen auf einem Schiff! Eine Kleinstadt auf dem Ozean! Mit Schweröl betriebene 12 Zylinder Dieselmotoren treiben eine Kleinstadt auf dem Wasser an!  Alles ist durchkalkuliert bis auf den Heller, bis auf den Pfennig! Außenbords des Kalküls: Die Umweltsauerei!

Der Planet nimmt späte Rache am zunehmenden Kapitalismus! Die menschlichen Rechenmaschinen kalkulieren zu einseitig nach Profit und Verlust!

Es wird viel über die Corona-Epidemie diskutiert, gefachsimpelt oder ergänzend geschwafelt. Auf der einen Seite stehen „Götter“ in weiß auf und orakeln das Blaue vom Himmel. Angeblich haben sie es beweiserhebend gesammelt.  Grünbekittelte auf der anderen Seite behaupten das Gegenteil, und Leute, die das Wesentliche des Dramas noch gar nicht in das kalkulierende Auge gefasst haben, lamentieren laut. Sie vergeben ein Quäntchen Schuld mal an jene, mal an andere, je nach Belieben. Und dann schlägt die Stunde der Verschwörungstheoretiker!

Das ist schlimm, ganz schlimm! No brain – no result!

 Die Mutter „der Nation“ hat zum Kampf gegen Corona aufgerufen und appelliert aus dem Bauch heraus an die Vernunft und Zurückhaltung der Bevölkerung.

Nun kann man über die Fähigkeiten von Dr. Angela Merkel viel diskutieren. Fehleinschätzungen und  mangelnde Aktionen mag man ihr vorwerfen, über ihre Vergangenheit  und ihr Engagement als Mitglied der FDJ spekulieren oder auch wissen: wichtig ist: Es kommt nicht darauf an. woher jemand kommt, sondern wo er/sie hin will. Der Philosoph sagt: „Der Weg ist das Ziel!“

Über allem Denken und Sinnen sei angeregt, dass es keinen Kampf gegen ein Virus gibt, sondern ein Vermeiden! Scheißt die Bürgerschaft in die BORDSTEINRINNE, ist der Bazillus nicht fern! Ja ja, da gibt es Zusammenhänge. Aber Viren, jene einfachen  ein – bis 5fach molekulären Eiweiße sind nicht mit Penicillin zu behandeln! Jetzt wehrt sich die Schöpfung auf ihre Art, wenn es zu viele Peiniger gibt. Der Schöpfung ist ein Regulat inne. Das muss man wissen, um zu überleben – zumindest so lange, bis einen der Sensemann vom Dreirad schleudert!

Das Vermeiden sollte aber so früh wie möglich angestrebt werden. Am besten, bevor sich so ein Virus überhaupt entwickelt und sich länderübergreifend festsetzt.

Wie denn das?

Bildlich gesprochen wehrt sich die Schöpfung in der vorgenannten Art, wenn es die Menschen zu bunt treiben. Deshalb stellt sich auch die Frage, was kommt nach Covid 19? Ich stelle mir das breite Grinsegesicht der Schalknudeln unter Euch vor: „Covid 20!“ Vermutlich Skatbrüder, die in dieser Reihenfolge denken und das Thema einfach ausreizen, eben wie beim Skat.

Stammtischgespräche sind verstummt! Kein Wunder! Die Gaststätten bleiben vorerst geschlossen!

Andere Spaßvögel frohlocken: Endlich saubere Luft! Kreuzfahrtschiffe liegen in den Häfen, Flugzeuge bleiben am Boden. Eine wirtschaftliche Katastrophe bahnt sich an. Den Kurzarbeitern droht ein Teil ihres Einkommens wegzubrechen – auf unbestimmt Zeit?

Den Alten könne man doch gestatten, dass sie sich infizieren! Das schone die Rentenkasse, wenn von den über 20 Millionen Rentnern und Pensionären die Hälfte wegen insuffizientem Abwehrpotentials gegen virulente Erreger ins „Gras bisse!“ Ein letztes humanes Aufbegehren der Verantwortlichen auf Regierungsbänken : „Schont unsere Alten!“ Der alte Kunstmeister dankt Euch! Ich wäre nämlich mit 77 Jahren einer der Totgeweihten. Nochmals danke! „Mortui te salutant!“

Nicht zu fassen II

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlage: Es wird immer verrückter! Ein Zustand des Normalen wird nicht mehr eintreten, glaube ich.

Seit gestern weiß ich, dass König Adalbert einen Nebenbuhler hat, es wird im TV geworben was das Zeug hält: Mit Anwartschaft auf den Thron von Italien. Sein Name: König Rotbier, der jetzt durch glänzend rote Farbe auf sich aufmerksam macht.

Ich frage mich zu Recht: Was soll das? Wenn geworben wird, dann bitte in richtigen Zusammenhängen! „Das Rotbier von König!“ Fehlt noch der Werbeslogan: „Das König unter den Bieren! Scheiße, Scheiße, dumm gelaufen!

Wer solche blöden Sprüche klopft, der kann auch kein vernünftiges Bier brauen – wird so mancher Biertrinker vermuten.

In Deutschland mangelt es an Disziplin: „Vordermann, Seitenabstand!“ Zur Zeit der Preußenherrschaft bekamst du am Schalter erst das Formular nach der Antwort auf die Frage: „Ham Se jedient?“

Da halten heute im Supermarkt zwei Quatschheinis den Gang verstopft, trotz Anweisung, den Abstand von 1,5 Metern zum Nebenmann einzuhalten. Sie erinnern sich? Coronavirus!

Widerwillig wird der Gang nach Aufforderung freigegeben. Ihr könnt euch freuen, Zeitgenossen, dass sich dieser Vorgang nicht um 1908 in Klondyke ereignete, als die Colts sehr locker saßen! Damals wurde der Weg freigeschossen.

Die Amerikaner, so wurde in den Nachrichten vermittelt, sind da viel disziplinierter! Sie haben sich zur Zeit der Pandemie mit Waffen und Munition eingedeckt! Bei uns in Deutschland ist es Klosettpapier, für das man keinen Waffenschein benötigt!

Endlich ein Hinweisschild im Edeka-Markt: Pro Einkauf maximal 2 mal Toilettenpapier und zwei Packungen Wischrollen! Es gab auch wieder Nudeln!

Was willst du mit Pappnasen anfangen? Gut – einen Krieg wollen wir nicht! Gott sei Dank! Mit Pappnasen könnte man ihn auch nicht gewinnen!

Das klingt aggressiv! Ja was denn? Willst denen auch noch auf die Schulter klopfen? Die meisten glauben doch, dass die Pandemie in den nächsten vierzehn Tagen abgelaufen ist!

Nicht, solange irgendwelche Pappnasen Coronapartys feiern nach dem Motto: Mich kann keiner!

Und wie viele Menschen arbeiten zur Zeit in ihren Berufen weiter, ständig in Gefahr, sich zu infizieren? Da müsste aber jeder eine Anstecknadel aus purem Gold erhalten und nicht einen Blechorden mit der Aufschrift: Held der Arbeit!

Was hat König Rotbier mit den Helden unserer Tage zu tun? Einfach mal wach werden und den Verstand einschalten! Alle Seitenabstände und Abstände zum Vordermann müssen nicht gesetzlich geregelt werden. Bierflaschen hingegen können dicht bei dicht stehen, denn sie werden in den meisten Fällen einzeln getrunken.

Das musste der alte Kunstmeister mal loswerden!

Bleiben Sie gesund, auch wenn Se nich jedient haben!

Von großer Bedeutung

Es gibt Menschen, die können mit mehreren Bällen jonglieren. Das ist bemerkenswert! Im Laufe meiner Ausführungen komme ich darauf zurück:

Seit Jahren rege ich mich auf, wenn so ein Selbstdarsteller seine Kommentare mit der Bemerkung beginnt:„Ich persönlich“ und bedeutungsarm:“halte da nicht viel von“ anfügt.

Ja ja, du Gnom bist von besonderer Wichtigkeit. Weshalb sagst du nicht: „Meiner völlig unbedeutenden Einschätzung nach (lag der Tote schon zwei Tage dort!) oder etwas anderes Wichtiges, was zur Aufklärung eines Sachverhaltes beitragen kann.

„Hören Sie mal“ oder „hör mal zu“ ist auch so eine Floskel unseres Tagesgeschäftes. Im Grunde ist das eine Unterstellung, nämlich jener, dass mir mein Gegenüber nicht zuhört, wenn ich mich an ihn wende.

Seinen Äußerungen und Anliegen ein besonderes Gewicht anzulasten, das steckt dahinter. Sie als Psychologe haben das natürlich durchschaut und blicken skeptisch über den Brillenrand.

Nein, nein, nicht als Diplom Psychologe! Psychologe dürfen Sie sich nennen, sobald Sie den tieferen Sinn eines Verhaltensmusters einer Person erkannt haben.

Fragen Sie zurück: „Spreche ich jetzt gerade mit Ihnen oder mit Ihrem Harvey?“

Die Menschen benehmen sich wie Marktschreier oder Aalverkäufer auf dem Fischmarkt in Hamburg, wenn sie jemandem etwas andienen wollen, was sich ohne Anpreisungen schlecht verwirklichen lässt, zum Beispiel Bücher!

Überall sehe ich Bücher in den Auslagen, versehen mit dem Aufreißer: Bestseller!“ Jeder Verlag, das habe ich nach monatelangen Recherchen herausgefunden, hat seine eigenen Bestseller. Ist das jetzt ein Qualitätsmerkmal? Lässt das Rückschlüsse auf den Inhalt eines Buches zu? Mir fällt dazu immer der Spruch mit den millionen Fliegen ein!

Ich frage meine Ehegattin, denn sie liest zuweilen Bestseller (belletristische Romane), was sie von dem Buch hält? Meine Frau hat nach dem Abitur Fremdsprachen studiert, hat demzufolge einen guten Bildungsstand und ist vom Sprachlichen her sehr versiert.  Sie kann mit wenigen Sätzen den Inhalt darstellen, sowohl vom Geschehen her als auch vom Duktus des Erzählers.

Interessant sind jene schriftstellerischen Ergüsse – und jetzt komme ich auf das Jonglieren mit mehreren Bällen zurück -, welche artistische „Breaks“ in ihre Erzählungen einbauen, Rückblicke oder verschiedene Szenen, die sich zum Ende der Erzählung zu einer nachvollziehbaren Erklärung zusammenfügen, gerade so, als wenn ein Artist mit fünf oder mehr Bällen jongliert. So ein „Break“ sollte immer an einer Stelle einsetzen, an der es gerade spannend wird, so dass der Leser insgeheim denkt: „Nu mach doch hinne!“ So wird Spannung aufgebaut.

Bei weniger bedeutungsvollen Inhalten eines Buches mag es passieren, dass der Leser bereits nach den ersten Kapiteln weiß, was auf den letzten Seiten stehen wird: Entweder baumelt der Übeltäter an einem Strick oder brennt mit der Prinzessin durch.

Bedeutungsvoll!  Das ist eine Eigenschaft, die sich die meisten Menschen für sich selbst gerne in Anspruch nehmen möchten, von großer Bedeutung oder Wichtigkeit! Ja, das hätten sie gerne. Dabei sind des „Kaisers neue Kleider“ bereits ausverkauft. Deshalb muss das Menschlein Leistungen erbringen und vorzeigen. Da reicht nicht nur ein großer Pimmel!

Nehmen Sie den Ex-Bundeskanzler Kohl! Er musste gegen Ende seiner zweifelhaften Karriere einen versteckten Sitz im hinteren Bereich der CDU- Fraktion einnehmen. Dieser Platz war so versteckt, dass die meisten Bundesbürger gar nicht wussten, dass „der“ Kohl noch im Bundestag anwesend war.

Seit einigen Jahren geistert der Spruch vom „King of Currywurst“ durch die bundesdeutschen Landen. Heute, inmitten der Corona- Krise, wird diese Bedeutung umgewandelt in „King of Toilettenpapier“. Niemand weiß, wo das noch endet, denn die Zukunft der Menschen ist ungewiss.

Eines der kleinsten Lebewesen hat eine große Bedeutung erlangt: das Virus! Es bringt ganze Konzerne zum Einsturz, hält Düsenflugzeuge am Boden, legt große Teile der Wirtschaft lahm. Gestern passte ich den Müllwagen vor meiner Haustür ab, um die leere Schubkarre unter Dach und Fach zu bringen.

Ich rief dem Müllwerker bedauernd zu: „Ihr armen Schweine!“ Doch der grinste mich an und antwortete:“Mach Dir keinen Kopp!“

Was den Bürgern nicht gesagt wird…..

… der Gesundheitsminister redet im TV über die Verbreitung des Corona-Virus. Frau Merkel ruft zum Zusammenhalt auf. Wir hören Ratschläge, wie die Menschen sich selbst schützen können. Der alte Kunstmeister rät: „Einmauern!“

Die Menschen werden nicht in vollem Umfang aufgeklärt: Ansteckung über Tröpchenverbreitung – Niesen – Husten, pp. Aber durch Berührung auch. Verschwiegen wird aber, dass die Viren auch mit dem Wind kommen, in große Höhen emporgetragen und über ganze Landstriche verteilt .

Wir alle kennen das Phänomen, dass unsere Autodächer über Nacht gelb wurden und erfahren später aus den Nachrichten, dass es sich um Wüstensand handelte, der von Afrika bis nach Europa herübergetragen wurde. Wenn Millionen Chinesen in Wuhan niesen und husten…..

Der neue Roman muss heißen: „Sie kamen mit dem Wind!“

Nur keine Panikmache. Oder doch? Ein älterer Herr äußert im TV, dass die Pandemie, denn um eine solche handelt es sich inzwischen, etwa 70 Prozent der Bevölkerung ereilen würde. E r e i l e n. Wer das Wort gebraucht, ist der alte Kunstmeister, der es wissen will.

Herr Spahn, Sie sind zwar ein Minister, doch wem von uns nützt das jetzt?

Wir erleben eine Situation, die uns vor Augen führt, dass ein Atomkrieg überhaupt nicht notwendig ist, um die Bevölkerungszahl zu reduzieren. Das Geld für die Beschaffung der entsprechenden Waffenarsenale hätte eingespart werden können. Beizeiten wäre an die Beschaffung von Billiarden Atemschutzmasken zu denken gewesen. Atemschutzmasken, die auch den Namen verdienen. Wenn jetzt gesagt wird, dass diese hauchdünnen Binden ohnehin nicht wirksam sind, bleibt zu vermuten, dass sie bestenfalls die Tröpfchen als Anhaftungen der Gesprächsfetzen anlässlich einer Operation (vom offenen Gewebe?) fernhalten.

Immerhin legen die Nudelfabriken tüchtig zu. Woher weiß man das? Aus den Nachrichten natürlich. Aus den Nachrichten erfährt man auch, wie schnell die Infektionen zunehmen – und natürlich die Todesrate, die mit ihnen einhergeht.

Ich verstehe auch immer noch nicht, wie die Köche in ihren Sendungen in ihr Essen quasseln, während sie es herstellen. Das Produkt kann sofort weggeschüttet werden, weil es voller Sputum ist. Allein das Wissen um diese Tatsache müsste beim Fernsehzuschauer Ekelgefühle hervorrufen. Das ist auch der Grund, weshalb ich „Kochsendungen“ sofort wegzappe, sobald ich aus Versehen, auf so einen Sender gerutscht bin. Mensch! Halt die Klappe beim Zubereiten von Speisen! Doch das nur am Rande des Unglücks, das uns betroffen hat und macht.

Ja ja ja, Mitleid hilft jetzt überhaupt nicht, vielleicht ein zaghaftes Bedauern. Hat es einen Gerechten erwischt? Ist das Opfer einem Kollateralschaden zuzurechnen? Oder trifft es nur diejenigen, die kräftig bei der Erderwärmung mitgeholfen haben z.B. Mehrfachbucher bei Kreuzfahrttouren, möglichst noch mit Hinflug zum Ablegehafen?

Ich weiß, weshalb die Denkmale – denk mal heißen. Sie auch?

Bleiben Sie gesund und mir gewogen, aber heilen kann ich Sie leider nicht!

Denn noch sind wird – oder wie der Schlachtruf heißt: Dennoch sind wir, aber wielange – noch?

Herzliche Grüße vom alten Kunstmeister

Es ist eingetreten….

…was längst überfällig war! Mit Ankündigung! Die meisten von euch Zeitgenossen haben die Zeichen nicht erkannt, ihr habt sie übersehen!

Jetzt ist die Zeit des Zähneklapperns! Verkauft Eure Aktien, rettet Euch von den Kreuzfahrtschiffen. Ihr habt nicht an Kreuzzügen teilgenommen, lustig, lustig. trallalla!

Ihr habt die Schöpfung geschändet, manche unwissentlich, andere mit Absicht wiederum andere aus Langeweile: Mal sehen was passiert!

Das Maß war längst voll: Zunächst EBOLA als Warnung, jetzt COVID-19.

Einen Namen habt ihr immer schnell zur Hand, die Lösung ist auf der Strecke geblieben.

Niemand muss heilig sein, um das zu erkennen!

„Du bist kein Prophet“, hat einer einmal zu mir gesagt, der sprach in einer „Lala-Intonierung“ mit seinem Gott, wie er glaubte,. „jedenfalls kein himmlischer! Bestenfalls ein weltlicher!“ Hat er gesagt.

„Warnung und Vorhersehung bedarf keiner Erklärung“, habe ich ihm geantwortet, “ zähle eins und eins zusammen, und Du hast ein Ergebnis!“

Wenn Du Gott benennst, dann hat er Dir einen Verstand gegeben. Also nutze ihn!

Eine Schöpfung ist eine Schöpfung, das wird niemand bestreiten, und eine Schöpfung folgt einem Schöpfungsgedanken. Du sollst diese Kreise nicht stören, niemals unterbrechen. Du wirst auf deinem Kreuzfahrtschiff isoliert bis an das Ende Deiner Tage! Weshalb? Weil es mit Schweröl betrieben wird! Das ist im Schöpfungsprozess nicht vorgesehen.

Du sollst nicht unendlich viele Flugzeuge bauen und sie mit Kerosin in die Lüfte entlassen. Das ist ebenfalls nicht vorgesehen.

Du sollst auch kein Gebäude errichten, das 1 km in die Höhe ragt! Wer hat gesagt, dass Du das tun sollst? Denk an die tektonischen Platten. Die kommen in der Schöpfung vor!

Wenn Du glaubst, Dein Moped fährt 60 km/h, dann denk an einen Tsunamie! Der schüttelt Dich vom Moped und trägt dich fort, in Einzelteilen. Willst du das?

So kann Schöpfung gehen! Du bist nicht „king of currywurst“, eine Staubmilbe ist Dir über, wenn es darauf ankommt!

Und wenn du glaubst, die Plastiktüte sei das Heil, dann verzehre den Plastikhering, aber glaube nicht, dass der im Schöpfungsprozess vorgesehen ist.

Eine Warnung ist eine Warnung! Aber es ist immer gut, Warnungen ernst zu nehmen. Das galt vor 5000 Jahren, das gilt noch heute!

Und solltet ihr Corona überleben, lasst Euch das eine Warnung sein. Das ist die Botschaft, die dahinter steckt.

Der alte Kunstmeister verbeugt sich tief und grüßt seine Zeitgenossen.

Bohème

Einer nach dem anderen ist gegangen. Einstige enge Freunde, Mitstreiter aus Theater, Musik, Ballett, Literatur, Malerei und Bildhauerei. Aus der ehemaligen Künstlerkneipe „Zur Goldenen Stadt“ ist ein Bistro geworden. Wir haben die Worte geteilt, das Essen, das Bier.

Studenten kamen auch. Ich mag es nicht hören, wenn jemand sagt:“Du weinst den 68igern nach“. Nein, wir sind nicht marschiert, haben nicht „Ho Tchi Minh“ gerufen. Wir lebten in einer eigenen Welt. Sie war bunt, voller Ideen, wir suchten die Veränderung innerhalb der Bourgeoisie, der trägen Masse, die uns umgab.

Wenn wir mit mehreren Kunstschaffenden – egal welcher Disziplin – das nebenan befindliche, gleichnamige Restaurant aufsuchten, leerten wir zunächst einmal unsere Taschen und legten alles Geld in die Mitte eines runden Tisches, zählten es und wenn wir glaubten, es reiche für Essen und Trinken für sechs Personen, riefen wir „Pedro“, den Kellner an unseren Tisch und fragten ihn, ob er uns für den Betrag mit Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und drei Flaschen Rotwein bewirten könne?

Pedro zählte das Geld, legte den Kopf schief und dachte nach. Dann nickte er und verschwand, um uns Platten zu ordern, stellte Rotweingläser bereit und brachte die gewünschten  Rotweinflaschen an den Tisch.

Ich vermisse das sehr, vermisse jeden einzelnen der Gruppe. Die meisten von ihnen sind schon lange tot.

Was ist aus Heinrich Funke geworden, dem Künstler und Bandleader der Gruppe „Hörb Ares“? Auf dem Kennedyplatz in Essen haben wir die „Stadtverwaltungspolka“ gespielt. Die Klarinette spielte die zarte Anfrage an das Ordnungsamt zur Genehmigung einer Kunstaktion auf der Brehminsel in Essen-Werden. Das Tenorsaxophon antwortete die Ablehnung. Der Schlagzeuger legte den angebissenen Apfel beiseite und trommelte wild drauflos. Dirigiert habe ich. Wer sonst?

Berichtete ein Journalist schlecht über meine Gruppe oder mich selbst, rief ich den Eigentümer der Zeitungsgruppe an. Daraufhin bekam der Schmierfink einen Einlauf. Beim nächsten Auftritt meldete sich dieser zu Wort und sagte, dass er etwas Gutes schreiben würde. Ich daraufhin: „Das brauchst Du nicht!“ So ging freie Presse! Der Inhaber der Zeitungsgruppe mochte mich, und ich mochte ihn!

Zuweilen ließen sich auch Ratsherren in der Szene-Kneipe sehen, setzten sich an die Tische des Künstlervölkchens, tranken mit uns Budweiser-Pils aus Halbliter-Krügen.

Kam es in einer der Messehallen an der Gruga zu einer überregionalen Kunstausstellung mit Präsentation der Literarischen Szene, bediente in der Cafeteria auch schon mal eine Servicekraft „oben ohne!“

„Meine Güte“, denke ich, „wie bieder sind die Vernissagen heutzutage“.

Ich habe einmal anlässlich einer Vernissage meiner Ausstellung in der Galerie der Experimente in Bochum, den Redner unterbrochen. „Ist gut, ich mache weiter!“

Bin auf einen Stuhl gestiegen, den man mir reichte, und habe mein Manifest vorgetragen,das Manifest des Neosymbolismus. Demnach sind Bildende Kunst und Literatur eine Einheit in der Aussage.

Dem hat der damalige Kunstprofessor Beuys von der Kunstakademie in Düsseldorf  zugestimmt. Ein Zitat: von ihm „Malen oder Bildhauern alleine, ohne weitergehenden Bezug zu den elementarsten Geschehnissen in der Gesellschaft, reichen nicht aus. Der Neosymbolismus überträgt diese Erkenntnis auf die Literatur. Das war meine Botschaft. Und sie kam an, verfehlte ihre Wirkung nicht im Stadtrat der Stadt Essen, durch Unterstützung der Ratsherren, die für Kultur  zuständig waren – und zwar von allen Parteien, die damals in Funktion waren. Und es ging um viel Geld, denn wir forderten eine Szeneausstellung in den Messehallen an der Gruga. Es ging konkret um 120.000.- DM.

Ja, wir haben seinerzeit durch Initiative der „Bürgerinitiative Kunst“, die wir gegründet hatten, über eine Unterschriftensammlung, mit Unterstützung des Bürgermeisters, des Stadtdirektors und der Ratsherren diese Szeneausstellung an der Gruga bekommen.

Es sei hervorgehoben, dass sowohl die CDU, als auch die SPD und die FDP gemeinsam daran mitgewirkt hatten.

Leider hat man seinerzeit bei der Vergabe der Ausstellungsflächen auch diejenigen  beteiligt, die sich aus Mitgliedern zweier gegenpoliger Kunstverbände zusammensetzten.

Zitat eines dieser  Aktiven „Herr Reliwette, Sie haben ein extremes Kunstverständnis!“

„ Nee, nee, nee“, habe ich geantwortet, „so geht Kunst heute!“

Wenn Sie, liebe Leser, sich bei Zitaten von Beuys einloggen, werden Sie fündig: „ Ja ja ja, nee, nee, nee!“ Das geht so ein paar Minuten lang! Allerdings fußt dieser Ausspruch auf dem Bibeltext: „Deine Rede sei „Ja ja und nein nein.“

Ich bin traurig, dass ich meine Freunde verloren habe, meine Mitstreiter. Ich trage die Klamotten auf, die mir die Witwen ganz großer Zeitgenossen geschickt haben mit der Bemerkung:“Ist bei Dir besser aufgehoben als bei mir!“

„Von Peter Coryllis- eine blaue Strickjacke, von  Karl-Heinz Schreiber den Lederhut mit der fränkischen Flagge , einer Anstecknadel, vorne drauf. Von Joseph Beuys einen handgeschriebenen Brief, in welchem er mich seiner Freundschaft versichert.

Alle tot! Brigitte Lebaan, Chansonsängerin und Schauspielerin der Städtischen Bühne Essen, tot. Auf meinem 44. Geburtstag haben meine Gäste unter ihrer Anleitung Fallübungen gemacht. Wo sind die Gäste von damals? Wahrscheinlich tot oder im Altenheim. Ja, komm, etwas Satire muss auch in dieser Offenbarung sein!

Ich bin übrig geblieben und lebe in Ostfriesland – seit 1981 hier aktiv! Nichts gegen Ostfriesen….

Geblieben ist mein „Berliner- oder Ruhrpott- Duktus“. Natürlich kann ich auch anders, aber ich will nicht! Schmerzende Inhalte durch edle Form aufzubessern hilft nicht wirklich!

Der alte Kunstmeister im 77.Lebensjahr grüßt sehr herzlich!

Nicht lullen lassen, noch sind wir!

Eine gute Zeit, Euch!