Neues aus dem „Schrebergarten“

Opa Hermann hatte Jupp und dessen Frau, Burgel, in seinen Garten eingeladen. Er hatte es sich vorgestellt, seine lieben Gäste mit einem Kirsch-Sufflé zu überraschen. Das Dumme war nur, dass ihm die Schwarzdrosseln, Krähen, Tauben und Raben die beiden Kirschbäume leergefressen  hatten.  Überreste zahlreicher angepickter Kirschen lagen auf dem Rasen verstreut.

Burgel: „Das ist also das angekündigte Kirsch-Sufflé“, meinte sie beim Betrachten der Überreste und hielt sich den Bauch vor Lachen. Jupp nahm seine Gattin zur Seite: “Hör auf zu lachen, Hermann wird schon ganz grün im Gesicht vor Ärger. Doch der hatte sich bereits gefangen: „Ich habe aber noch Gerstensaft  in Flaschen, da kommen die Viecher nicht dran. Sie kriegen den Kronenkorken nicht auf.“ Jupp pflichtete ihm bei: „Wir sind ihnen technisch überlegen!“

„Ich habe auch noch Kekse!“

Opa Hermann  verschwand im Inneren seiner Kate und erschien bald darauf mit einer  Keksverpackung, die bereits an Ansehnlichkeit verloren hatte. Jupp schaute misstrauisch drein: „Die kenne ich doch! Zeig mal her!“ Opa Hermann wurde es mulmig. Er hatte die Kekse von Burgel und Jupp zur Nikolausfeier geschenkt  bekommen. Wenn Burgel nun auf das Verfallsdatum blicken würde…

Genau das tat Burgel, denn sie hatte die Kekspackung  selbst als Geschenk von einem befreundeten Ehepaar anlässlich eines Hausbesuches  erhalten. Ihrer Kenntnis nach war das Verfallsdatum schon damals abgelaufen.

„Bevor wir die Kekspackung öffnen“, rief Jupp, „sollten wir uns über die Verfahrensweise ihres Inhaltes besprechen!“

Opa Hermann tat harmlos: „Zum Bier  verschnabeln“, riet er. „Vorschlag abgelehnt“, äußerte Burgel und fügte hinzu:“ Hol mal nen Kessel Wasser und drei Schnabeltassen, denn in dieser Packung  kann nur noch Pulver sein.“ So war es auch! Der Inhalt waren Pulver und Feinstaub.

Jupp verlangte nach einer Feinstaubmaske, denn er litt unter seiner Silikose.

„Dann  essen wir eben keine Kekse zum Bier, sondern reden über Politik!“  Dieser Vorschlag kam wieder von Opa Hermann. „ Da können wir auch gleich über den Inhalt der Apotheken-Rundschau  diskutieren“, nörgelte Burgel, in der neuesten Ausgabe sind Ratschläge zur Behandlung  der  Silikose.“

Ihr Mann verdrehte die Augen und röchelte: „Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr und fügte nach einer Weile selbstironisch hinzu:“Ich leide – also bin ich!“

„Du haust einen forensischen Kernsatz nach dem anderen raus“, staunte sein Kumpel Hermann, „Respekt!“

„Wenn du dreißig Jahre unter Tage gearbeitet hast, bringst du noch ganz andere Sachen raus“, brüstete sich Jupp, z.B. Antrazit in zäher Konsistenz. Opa Hermann stand auf. Er hatte Tränen in den Augen. Er nahm seinen Freund in den Arm und tätschelte dessen breiten Rücken.“Ist gut, Junge, scheiß auf die Kekse!“ Etwas anderes fiel ihm im Moment nicht ein.

Mittlerweile hatte die Sonne ihr strahlendes Gesicht in einer glutroten Wolke vergraben, aus der sie teilweise heraus blinzelte. Die angestrahlten Bäume und Büsche begannen zu glühen und warfen lange schwarze Schatten auf Weidefläche und Gebäude. Eine feierliche Stille senkte sich über Flora, Fauna, Mensch und Getier. Amos und Linda, die beiden Schafe, schauten von der angrenzenden Weidefläche zu ihnen herüber, als hätte sie die letzten Worte des alten pensionierten Steigers mitgehört.

„Soll ich das Akkordeon holen?“, fragte Opa Hermann. Habt ihr Lust auf „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt?“

„Nee“, antwortete Burgel, „haste was von Karat?“ „Nö“, meine Ringe trage ich unter den Augen! Weshalb fragst du?“ Opa Hermann lebte von Geburt an in Bottrop und war noch nie in Dresden. Wie sollte er auch die Gruppe „Karat“ kennen, die in der damaligen DDR sehr beliebt war?

Davon abgesehen besaß der Hausherr außer der 60 Jahre alten „Hohner – Verdi III“ nur noch einen alten Volksempfänger, der noch mit Röhren bestückt war und mit einer „Lötlampe vorgeglüht“ werden musste.

Jupp hatte sich wieder gefangen und bekam Oberwasser. Ihm war die Situation um Opa Hermanns Hausstand bestens bekannt. Er musste jetzt einfach einen angemessenen Spruch loswerden und bat um ungeteilte Aufmerksamkeit, in dem er zwei leere Bierflaschen gegeneinander schlug: “Hermann, altes Kohleflöz, ich würde mich an Deiner Stelle bei der Sendeleitung „Bares für Rares“ bewerben, dann lernst Du endlich auch mal jemanden kennen, der gut kochen kann.“

Fußball, Fußball

 

 

Jupp und Opa Hermann saßen wieder einmal auf der Gartenbank vor der kleinen Kate. Soeben war das Fußballspiel Deutschland gegen Mexico mit null zu eins verlorengegangen. Der alte ehemalige Zechenkumpel von Prosper 1 in Bottrop war  enttäuscht. Er schimpfte wie ein Rohrspatz: „Ich habe mich um ein Tor vertan! Die Mexikaner hätten zwei Tore treten müssen.“ „Du bist mir ja einer“, stichelte sein Kumpel Jupp und hustete einen Brocken Antrazit neben die Gartenbank, „weshalb hältst du nicht zur Nationalmannschaft?“ „Zu  Deutschmercedesland? Oder Mercedes-Coca Cola- Fußland-balldeutsch? Nee nee nee! Außerdem hat der Löw  eine falsche Mannschaft zusammengestellt. Wie kann man den Reuß ohne den kleinen Mario auf das Spielfeld lassen?“ „Meinst du den Barth?“ „Ach wat, den anderen Mario, den Götze!“

„Ach so, ja, du hast völlig Recht, die Nationalmannschaft müsste genau genommen Mercedes Deutschland- Elf heißen, weil sie auf ihren Trainingsanzügen den Mercedes-Stern tragen – übrigens ohne zu klagen!“

„Und was trinkt man da so bei der Weltmeisterschaft“, fragte Opa Hermann lauernd? Jupp konnte die Frage beantworten:“ Coca Cola natürlich! Ja, nicht die Spieler, sondern die Kinder! Das süße Zeug macht dicke Kinder und oft auch hässliche dicke Kinder. Die werden dann in der Schule gemobbt. Das wiederum ruft die Eltern auf den Plan. Sie mit einer Gurkenmaske im Gesicht und einem Handtuch auf dem „Kopp“ und er mit nem halbvollen Sechserträger Krombacher in der Hand.“ „Jupp, ich muss doch sehr bitten!“

„Vielleicht sehe ich das aber auch alles viel zu eng“, stöhnte Jupp. „Der ethisch saubere Fußball ist kein Klammerfußball  mit eingetretenem Jochbein – oder heißt das „eingesprungene Waage?“ – wird in Liechtenstein und Andorra ausgetragen. Man sollte übrigens mal Unterwasserfußball spielen lassen – alles in Zeitlupe mit schweren Bleischuhen an den Füßen und Betonball, weil der mit Luft befüllte Ball  fortlaufend an die Oberfläche steigen will. Auch die Physiognomie der Spieler – alles in Zeitlupe – wenn sie den Mund aufreißen bis an die Ohren und Wassereinbruch erleiden. Der Ton wird mit Unterwassermikrofonen aufgenommen. Dazwischen Einspielungen von Walgeräuschen während der Brunstzeit. In den Halbzeitpausen gibt es dann Unterwassercoke mit Rasierschaum. Dazu werden akustische Geräusche gereicht, wie wenn ein U-Boot von einem Radarimpuls getroffen wird. Und überall Mercedes-Sterne, unter Wasser, über Wasser, an den Wänden der Becken. Man kann natürlich nicht auf offener See spielen  wegen der Schleppnetze der Fischerboote. Wenn die sich in einem Mercedesstern verfangen, der Motor des Bootes aber von Deutz oder MAN ist, kann es zu Klagen kommen vor dem Kraftfahrzeugbundesamt.“

„Wegen der Abgaswerte oder wegen der Monopolstellung am Trikot der Nationalmannschaft!“ „Trainingsanzüge! Außerdem ist für Monopolstellungen das Kartellamt zuständig, das Bundeskartellamt!“

„Alter Besserwisser „, maulte Opa Hermann,“ich gehe nach den Ziegen sehen!“ „Schafen, Hermann, Schafen und weshalb nennst du mich einen Besserwisser?“

 

Wenn die Rettungsboote voll sind

Es kam so wie es kommen musste. Es war weder nötig, aus dem Kaffeesatz zu lesen, noch Knöchelchen zu schütteln, um voraussagen zu können, dass ein unkontrollierter Zuzug von Flüchtlingen irgendwann in  eine Dimension  ausufert, welche das Sozialsystem eines Staates einerseits bis an die Grenze des Möglichen  belastet und gleichzeitg die steigende Kriminalität andererseits zu einem unüberschaubaren Risiko anschwellen lässt. Somit kann die Sicherheit der „Öffentlichkeit“ nicht mehr garantiert werden.

Die Rede ist von normaler „Kriminalität“ und den Gewalttaten von Extremisten, die mit dem Flüchtlingsstrom in die BRD gelangten.

Mit den offenen Grenzen kamen auch Kriminelle aus europäischen Ländern wie Rumänien, Bulgarien, Polen, Lettland, Litauen, Estland und sogar der Ukraine  nach Deutschland. Ich kann es nachvollziehen, wenn sich deutsche Straftäter beschweren: „Und was wird  mit uns?“

Es war abzusehen, dass sich zunächst einzelne Staaten der EU von diesen offenen Grenzen verabschieden werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch der Rest der europäischen Staaten die Notwendigkeit erkennt, der eigenen Sicherheit den Vorrang vor bequemen Reisemöglichkeiten der EU-Bewohner ( und damit dem  reibungslosen Handel) einzuräumen.

Natürlich sollte jeder Staat Flüchtlingen aus Kriegsgebieten Asyl gewähren. Allerdings ist es ein schwerwiegender Fehler, wenn Tür und Tor ohne Kontrollen und Einrichten von entsprechenden Ämtern und Unterbringungsmöglichkeiten den Anstürmenden geöffnet werden. Es lag auch auf der Hand, dass sich unter den Hilfesuchenden Menschen aus Afrika befanden, die zum Beispiel ihre Pässe wegwarfen und falsche Angaben machten. Offensichtlich haben die EU Staaten große Probleme mit Wirtschaftsflüchtlingen, die über moderne Telekommunikation die Meldungen ins Heimatland verschickten, wie am besten nach Deutschland zu kommen sei, wo „Milch und Honig“ fließen. Dafür riskieren noch immer  junge und alte Menschen die Überfahrt in klapprigen, völlig überfüllten Fischer- oder Schlauchbooten. Die Not im Heimatland ist so groß, dass das eigene Leben  bei der Überfahrt riskiert wird. Schlepper- und Schleuserbanden liefern gegen ein saftiges Entgelt die maroden Wasserfahrzeuge.

Lange Zeit hat nur die AfD gegen die katastrophalen Zustände gewettert, gezetert und  gehetzt und damit Stimmen eingefangen, die den etablierten Parteien verlorengingen. Mittlerweile ist auch bei anderen Parteien ein Umdenkprozess in Gang gesetzt worden, vor allem bei der CSU und Teilen der CDU. Täglich erreichen uns Meldungen von schwerwiegenden Strataten , die von Migranten begangen werden bis hin zu Vorbereitungen für extremistische Terroranschläge. Bundesinnenminister Seehofer findet beim österreichischen Präsidenten einen Verstärker, der ihn in die Lage versetzt, seine Vorstellungen vom Schließen der Grenzen zur Not auch ohne die Bundeskanzlerin umzusetzen. indem er es auf einen Bruch der Union CDU/CSU ankommen lässt. Der ungarische Präsident hat den Stacheldrahtzaun ohnehin im Alleingang hochgezogen.  Dänemark kontrolliert längst an  verschlossenen Schlagbäumen, während  Frau Merkel plötzlich auf eine gemeinsame europäische Entschließung drängt.

Die kommt gewiss – nur nicht heute oder morgen!

Da kann sich der Betrachter der Szene nur fragen, ob sich die Bundeskanzlerin noch in der Realität aufhält? Es fällt noch ein Satz ins Gedächtnis, der von vielen Narren im Echo durch die Medien ging: „Wir schaffen das!“ Mittlerweile ist auch ein gewisser Herr Lindner für die Schließung der Grenze, allein die SPD hält noch zur Koalitionspartnerin Merkel. Die SPD- Führung ist dermaßen kurzsichtig, dass sie völlig aus den Augen verliert, dass sie bei der nächsten Bundestagswahl völlig „vergeigt“. Wie schade! Das kommt davon, wenn man die Stimmen des Volkes ganz außer Acht lässt und ein politisches Eigenleben vollzieht. Auf Wiedersehen, Frau Nahles! Wem wollen Sie denn jetzt auf die „Fresse geben“? Ich befürchte, dass das ein Eigentor wird, was angesichts der Fußballweltmeisterschaft zum Thema passt.

Prost! Austrinken!

Noch sind wir- oder besser: dennoch sind wir…

prophezeit der alte Kunstmeister (ohne Kaffeesatzlesen oder Knochenschütteln)

 

 

Wollt Ihr den totalen Materialismus…

…noch totaler, noch radikaler als ihr Euch das vorstellen könnt? Dann sagt ja!

Der Zugang zu diesem beispiellosen Experiment beginnt mit der Verschmelzung Eures erkennenden Geistes mit der mathematischen Krämerseele: Du kaufst einen Gegenstand für 5.-€ an und verkaufst diesen anschließend für 10.-.€. Mit diesen 5 Prozent beginnt Dein neues Leben samt Inhalt. Aber das ist noch nicht alles! Du brauchst eine Dauerkarte bei einem Flohmarktbetreiber. Die Fülle der Angebote in den Werbebeilagen der samstaglichen „Umsonst-Zeitungen“ hat Dachkammer-  und Kellerbestände auf ein unüberschaubares Maß völlig nutzloser Dinge anschwellen lassen? Auch das lässt sich verkaufen! Zig Varianten der Barbie- und Kentmodelle samt Ponyhof und Campingbus, Trailer für den Außenborder und die Pferde warten auf neue Besitzer. Die verzogenen Bälger sind längst zu Konsumspezialisten mutiert seit das Gequängele im Kassenbereich letztendlich zum Erhasch des klappernden Überraschungs-Eies führte und damit vom Erfolg gekrönt wurde. Damit wurde ein neuer Merksatz zur Lebenslegende: „Am Geklappere Eures Überraschungs-Eies werdet Ihr Euch erkennen“ – oder forensisch ausgedrückt: „Es klappert – also bin ich!“

Die ersten Worte Eurer Babys werden weder „Papa“ noch „Mutter“ sein, sondern „haben, haben, haben!“

Ein mieser Quengler mag es sein, der den Intervall der zweijährigen PKW- Anschaffung boykottiert und damit unsere Arbeitsplätze gefährdet und somit auch die Abfindungen der Autobosse, wenn sie mangels Kompetenz den Vorstandssitz gegen einen Schleudersitz mit „Bonusdämpfung“ eintauschen.

Zugegeben, die erste Milliarde ist die schwerste. So mancher muss auf das Imperium des Großvaters zurückgreifen, der sich mit so sinnlosem Zeug wie der Erfindung des nahtlosen Gussrades herumplagen musste, bis es einem Ingenieur neuerer Zeitrechnung einfiel, eine Gummipufferung zwischen  Radkörper und Radreifen einzulagern, damit bei Höchstgeschwindigkeiten so eine aufgespleiste Radumrundung ins Innere eines ICE Waggons dringen kann. Der Rest dann vor einen Brückenpfeiler. So entstand ein neuer Gedenktag. Doch das nur am Rande!

Es lohnt sich, in die Geheimnisse des Materiellen einzudringen, denn meistens stellt es sich  als gewinnbringend heraus. Es wird betont, dass der Erfinder  oder sein Fabrikant nicht mit in dem betreffenden Zug saßen.

Es ist doch völlig egal, womit der Materialist sein Geld verdienen kann, Hauptsache ist doch, dass die Quelle sprudelt. Dementsprechend tönt es aus der Marktwerbung: „Hauptsache, Ihr habt Spaß!“ Bisher war diese Aufforderung nur aus dem Rotlicht-Millieu zu hören.

Und jede Werbung für ein Produkt richtet sich an eine Zielgruppe: Opa wurde in seinem 3 Liter V8- BMW bestattet, quer! Vier Grabstellen mussten gebucht werden – unfassbar. Das Firmenlogo kam an den Grabstein, was zu Schwierigkeiten mit dem Hersteller führte, der das in den falschen Hals bekommen hatte.

Im Grunde lässt sich alles verkaufen, Mensch muss nur Geduld haben: irgendwo läuft schon einer herum, der danach giert!

Sogar für den Taschenkamm meines verstorbenen Vaters ließ sich ein Käufer finden. Das Teil hat einen Höchstpreis erzielt, der weit über dem Anschaffungspreis eines neuen Haarordners lag. Beim Verkauf der gebrauchten Unterwäsche spielte meine Schwester nicht mit. „So wird nie was aus Dir“, habe ich zu ihr gesagt.