Donald Trump nicht zu früh bewerten

„Was ein Haken werden will, krümmt sich beizeiten?“

 


Eine schillernde Figur scheint dieser zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika schon im Vorfeld zur Präsidentenwahl gewesen zu sein, wenn man den Berichten im TV glauben darf. Neben seinem Trump-Tower kann er mit einer eigenen Boeing 762 aufwarten, bestückt mit zwei britischen Rolls Royce-Strahltriebwerken an den Tragflächen und einem Dreizimmer-Interieur im Inneren des Flugzeugrumpfes. Nirgends ein Schild zu sehen, auf dem geschrieben steht: „Eure Armut kotzt mich an!“ Trump ist gut zu seinen Leuten, so scheint es, zum Bordpersonal inclusive einem eigenen Flugkapitän, dem nach eigenen Aussagen „der Beruf Freude macht!“ Jetzt ist Kai-Uwe Diekmann in die Staaten geflogen und hat seiner „Eminenz“ seine journalistische Aufwartung gemacht. Niemand soll sagen, dass er, Diekmann, ein „Schundreporter“ sei, denn zu seinen Interwievpartnern gehörte u.a. auch der inzwischen abgedankte Papst, dem er die „BILD-Bibel“ zur „geflissentlichen Unterzeichnung“ vorlegte (wir erinnern uns: 5,5 kg gedrucktes Gottes Wort, und nur die Gutenberg-Bibel wog ein ganzes Kilo mehr!). Die (angedachte?) Männerfreundschaft mit dem „kurzweiligen“ Bundespräsidenten Christian Wulff ging ja leider in die Brüche, wobei es an Präjudizierung nicht mangelte. Nun ist er, K.U. Diekmann, selbst in seiner eigenen Zeitung in eine kleine Schlagzeile geraten (2. Seite ganz unten). Er soll bei einer Klausurtagung einer Mitarbeiterin zu nahe getreten sein.

„Böse Zungen“ behaupten auf „Twitter“, er, Donald Trump und die BILD passten wegen unkritischer Äußerungen ausgezeichnet zusammen.

Trumps Einlassungen zur Folge sollen die Nato-Mitgliedsstaaten mehr Geld in die gemeinsame Kasse einbringen und so z. B. die Stationierungskosten der US-Streitkräfte (als Schutzmacht) mit zu finanzieren. Außerdem sollten die Europäer mehr zur eigenen Sicherheit  in ihren Militärhaushalt investieren. Ursula von der Leyen fordert schon seit geraumer Zeit eine Aufstockung des Militäretats. Ihr wurde bereits Gehör geschenkt, leider!

Fragt sich der kritische Beobachter der Politszene, weshalb ausgerechnet eine Ärztin in das Amt der Verteidigungsministerin gelangt? Was ist das für eine Karriereanstrengung für eine mehrfache Mutter? Welchen Wirkstoff muss einer einnehmen, um eine derartige Karriere zu verfolgen? Richtiger wäre es doch nach Meinung des Verfassers, die Ausgaben für den Wehretat zurückzuschrauben. Welche „Angstbeißer-Hysterie“ ist in die Köpfe derjenigen eingezogen, die dem russischen Präsidenten eine „Sicherheitsarmee“ vor dessen Haustür stellen, die natürlich gegen sein Land gerichtet ist?

Welches Interesse sollte Russland am polnischen Staatsgebiet haben? Es wäre doch mal an der Zeit, die aufkommende Aufrüstung zu stoppen und wieder auf ein gesundes Maß an gegenseitiger Achtung und Anerkennung zurückzukommen, anstelle sich mit gegenseitigen Schuldzuweisungen bzw. Provokationen zu begegnen.

Allein die Äußerung eines westdeutschen Rundfunk- und TV-Organes, es handle sich bei der Person des amerikanischen Präsidenten um den mächtigsten Mann der Welt, stellt eine Provokation dar. Hinter die Kulissen geblickt kommt schnell die Erkenntnis, dass einer hochgerüsteten Streitkraft auf der einen Seite eine völlig desolate wirtschaftliche Situation im eigenen Land gegenüber steht. Was ist daran mächtig? Bei genauer Betrachtung schlägt eher eine „beispiellose Handlungsinsuffiziens“ zu Buche. Welche Schande für das große Amerika, das bei der Bereitstellung von begehrenswerten Personenkraftwagen auf Marken wie Porsche, Audi, BMW und Mercedes zurückgreifen muss, weil man außer Panzer- und Raketenbau sowie Flugzeugen eigentlich nichts Vergleichbares auf die Beine stellen konnte. Wichtige Ausnahme ist der Automobilbauer Tesla, der als erstes Unternehmen einen wirklich gebrauchsfähigen rein elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen mit angemessener Leistung und angemessenem Aktionsradius auf die Räder stellte.

Was sich die Amerikaner in der letzten Vergangenheit u.a. an Präsidenten „leisteten“, spottet jeder Beschreibung. Mit dabei ein Schauspieler und ein Sprössling der texanischen Ölindustrie, der dem „Papa“ mal zeigen wollte, wie gründlich „aufgeräumt“ wird. Den „Vergeltungsschlag“ gegen die Twintower hätte ein weiser und vorausblickender Präsident auf der „Rechnung“ haben müssen, denn eine andere Möglichkeit haben weit unterlegene Kriegsgegner nicht, um ein Zeichen zu setzen. Was ist das für ein Wettlauf an Gemeinheiten? Und wie immer waren unbeteiligte Zivilisten die Leidtragenden, hüben wie drüben. Wie kurzsichtig muss einer sein, um logische politische Entwicklungen nicht vorausberechnen zu können? Das sind Ereignisse, die bereits im Kindesalter im Sandkasten einhergehen: „Haust du mit dem Schippchen meine Sandplätzchen kaputt, haue ich dir mit meinem Schippchen auf die Nase!“

Weshalb soll nicht gerade jetzt ein Milliardär die Geschicke des waffenstarrenden amerikanischen Imperiums ins Unglück stürzen? Betroffen wären ohnehin die Ärmsten der Armen, ausgerechnet jene, die mehrheitlich auf Trumps „Wahlgeblubber“ hereingefallen sind.

Wir Deutsche können uns auf einen berühmten Politiker berufen, der gesagt hat: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ (Konrad Adenauer).

Auf, auf, ihr Amerikaner, die ihr Trump gewählt habt, das kann ein Donald Trump auch von sich sagen. Besser: Beurteilt ihn nach seiner Berechenbarkeit!

„I see black for you!“ (I`m forcasting a bad future for the next four years).