Amos und die verbreitete Verunsicherung

“ … aber ich habe jetzt Appetit auf einen Kakao !“

Leicht genervt und wegen der Kälte auch durchgefroren band Opa Hermann dem gefährlichen Piratenschaf den WERDER-Schal zwei mal um das Köpfchen und zupfte die verrutsche Augenklappe zurecht. „Du hast doch sicher noch das Ein-Euro-Stück im Fell, was ich dir gestern gab ? Schau mal,  da vorn ist eine Tankstelle. Dort kannst du ja dein Glück mal versuchen!“ AMOS stieg vom Fahrradanhänger und trabte in Richtung Tankstelle, nahm die Kuscheldecke aber über die Schulter gelegt mit. Kein weiterer Kunde war zu sehen weder an den Zapfsäulen noch im Kassenraum, wo ihn der Pächter erschrocken anstarrte. „Kakao!“ stöhnte das gefährliche Piratenschaf vor Kälte bibbernd, weil es schnell nach Hause wollte.

„Nimm alles, aber tu mir bitte nichts, “ hechelte der Mann hinter dem Tresen, schob ihm rasch die Tageseinnahmen und ein Six-Pack Kakao zu. . Das Piratenschaf sah mit der Augenklappe  wirklich zum Fürchten aus. „Nehmen, einfach nur mitnehmen – und bitte nicht schießen ! Hier, das ist alles für dich !“. „O, da bedanke ich mich aber recht herzlich und wünsche noch einen schönen Tag, der Herr !“ Der Pächter hatte sich indes flach auf den Boden gelegt und wagte es nicht sich zu bewegen.

Als es wieder beim Fahrradanhänger ankam fragte Opa Hermann, ob es denn mit dem Geld ausgekommen sei ? „Ja – der Mann in der Tankstelle war sehr freundlich, und da waren wohl gerade Werbewochen …“.