Gegen politische Kurzsichtigkeit hilft auch keine „Fielmann-Brille“

„die Geister, die ich rief..“

 

Ein Unwort geistert seit einiger Zeit durch die politische Landschaft. Gemeint ist „Populismus“ oder als Adjektiv: „populistisch“. Dieser Begriff ist abwertend gemeint und wird fast immer dann verwendet, wenn ein Politiker (oder jemand, der sich dafür hält) Dinge redet, die beim Volk gut ankommen. Im Grunde trägt seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland nahezu jede Wahlwerbung „populistische“ Tendenzen (populus, lat. das Volk ) Zum Beispiel „Wohlstand für alle“. Noch dämlicher klingt: „Mit uns in die Zukunft!“. Welche Botschaft  versteckt sich dahinter? Soll das eine Drohung sein oder ein Privileg beinhalten? Wer denkt sich solche Narreteien aus?

Seit es die Pegida gibt, spätestens nach den Wahlerfolgen der AfD (und dem Zulauf zur AfD ) wird bei jeder politisch diskutierten Gesprächsrunde bei TV-Sendern jemandem der Teilnehmer der Vorwurf des Populismus angetragen. Gemeint ist doch wohl: dem „gemeinen Volk“ nach der „Schnauze reden“, um Wählerstimmen einzufangen?
Vielleicht wäre es doch angebracht, hie und da mal auf die Stimme des „Volkes“ zu hören?

Kurzsichtiger als sich die gewählten Repräsentanten des Volkes in vielen Fällen im Nachhinein erwiesen haben, ist auch der „gemeine“ Mann „auf der Straße“ oder in der „Kneipe“ nicht.
Das kommt nicht nur von der geübten „Parteidisziplin“, wobei die Ideen zu anstehenden Entscheidungen in der Regel von einem oder nur ganz wenigen Köpfen ausgebrütet werden.
Eines dieser Beispiele ist die Idee des Altbundeskanzlers Kohl und seines französischen Pendants, eine EU mit einer eigenen Währung zu gründen ohne den Bundestag und den Bundesrat zu beteiligen. Im Grunde wurden das französiche und das deutsche Volk zunächst vor vollendete Tatsachen gestellt. Welche Schwierigkeiten sich aus diesem Bündnis für die einzelnen Vöker und ihren Menschen ergeben, hatte niemand auf der Rechnung – bis auf einige Kritiker, die „populistisch“ argumentierten.

Dabei war Helmut Kohl von  „dramatischer politischer Kurzsichtigkeit“ gezeichnet, so dass er nicht einmal die Zeichen der Zeit erkannte, die sich im Aufbegehren der Massen gegen das DDR Regime unübersehbar dem Beobachter aufdrängten:
Zwei Zitate des Dr. Helmut Kohl werden hier angeführt:

Zum Fall der Mauer befragt: „Das hätte doch kein Mensch wissen können, dass das so kommen würde.“

Auf den Vorwurf eines Journalisten, weshalb er (Helmut Kohl) niemanden bei der Gründung der EU und des Euro beteiligt habe? „Wen hätte ich denn beteiligen sollen? Dann wäre das ja niemals zustande gekommen!“

All zu schnell waren die Länderregierungen darin übereingekommen, die Staatsgrenzen innerhalb der Völkergemeinschaft ohne Grenzkontrollen und so durchlässig für den Personen- und Warenverkehr zu gestalten. Auf die Idee, dass sich Schwerstkriminelle ohne Kontrollen vom höchsten Norden bis in den tiefsten Süden quasi in einem Rutsch dem Zugriff der Polizei entziehen können, war keiner gekommen oder hatte es gleichmütig hingenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei- und anderen Ermittlungsbehörden musste im Nachhinein erst unter größten Anstrengungen forciert werden.

All zu leicht wurden „Wackelstaaten“ der Beitritt zur EU ermöglicht, wobei z.B. im Falle Griechenlands gar nicht genau hingeschaut wurde, wie solvent oder insolvent sich die Staats- und Bankenfinanzen darstellten. Im Nachhinein stellten „Mitglieder der Eliten“ fest, dass Griechenland noch nicht einmal über ein Katasterwesen mit Fluren und Flurstücken  verfügte. Grundstücksgrenzen mit Grenzsteinen und darunter in den Boden eingelassenen Tonröhrchen gibt es dort bis heute nicht. Von funktionierenden Steuerbehörden hatte man in Griechenland auch noch nichts gehört.

Es mutete an wie bei einer Karnevalssitzung in Köln, wenn in Brüssel die Frage aufgeworfen wurde: „Solle mer se rinlote?“

Die Bereitwilligkeit, ohne detailliert ausgearbeitete Regularien hundertausende von Flüchtlingen nach dem Motto „wir schaffen das“ ad hoc aufzunehmen, hat dazu geführt, dass erhebliche Größenordnungen von illegalen Zuwanderern ins Land gespült wurden, wobei völlig absehbar war, dass sich andere Staaten der EU dieser völlig einseitig instrumentalisierten Vorgabe der Bundesregierung nicht ohne weiteres anschließen würden. Inzwischen schiebt die BRD Tausende von Asylsuchenden in zum Teil unsichere Herkunftländer ab. Selbst völlig Blinde wissen genau, dass diese Forcierung auf den „Druck der AfD“ zurückzuführen ist, die den „bürgerlichen Parteien“ bei der demnächst anstehende Bundestagswahl viele Wählerstimmen entziehen wird.

Kurzsichtig und folgenschwer stellte sich das ständige Bohren der Westmächte bei den Völkern der „Schwellenländer“ heraus, indem die revolutionären Aufbegehren der Menschen in Ägypten, Syrien aber auch in der Ukraine durch billigende Aussagen wie „Herstellen demokratischer Lebensweise“ und „Wohlstand“ geschürt wurden. Fälschlicherweise werden in Drittländern Hoffnungen geweckt, dass sich durch „Demokratie“ ein „Wohlstand“ erreichen lässt. Diese völlige verdrehte Weltanschauung wird heuzutage über „smartphones“ und „tablets“ vermittelt, wenn die Menschen auf ihren kleinen Bildschirmen vermittelt kriegen, wie es im „Schlaraffenland“ wohl aussehen mag. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden, die aber mit der Realität nicht unbedingt übereinstimmen, können die Menschen ihrem Gerät nicht entnehmen. Anderfalls könnte den Menschen vermittelt werden, dass es in Deutschland 200.000 Nichtsesshafte gibt, die unter Brücken, Rolltreppen und über Luftschächten übernachten.

Erst kürzlich ruderte Sigmar Gabriel mit der Forderung zurück, dass Menschen, die aus der EU-Zone eingereist sind, das Kindergeld verweigert werden soll. Es wurde nämlich festgestellt, dass diese Zahlungen einen Betrag in Millionenhöhe ausmachen. Kurzsichtigkeit auch bei den Franzosen und Holländern. Die Ausbeutung ihrer einstigen Kolonien führt ein Debakel nach sich. Die Bürger dieser Staaten sehen sich einem Zulauf der Menschen aus den einstigen Kolonien ausgesetzt, zum Beispiel aus Algerien, die sich konzentriert in „Nischen“ festsetzen und sich aus verschiedenen Gründen nicht integrieren lassen. Das führt irgendwann zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen.

In der Bundesrepublik Deutschland versuchen IS Anhänger durch Anschläge den Hass der deutschen Bevölkerung auf Muslime jeder Coleur zu schüren. Sie wollen den verlorenen Kampf in Aleppo oder sonst auf der Welt in die z.B. EU- Staaten tragen, um auf diese Weise einen bürgerkriegsähnlichen Zustand anzuheizen. Wer weitsichtig handelt, wird dem entgegentreten.

Den Politikern rufe ich zu: „Kommt aus Euren Elfenbeintürmen und steigt in die „Niederungen des täglichen Existenzkampfes“ hinab, der sich in Deutschland abspielt. Trefft Entscheidungen, die von der Gabe der politischen Weitsicht getragen sind. In Deutschland klafft eine weit geöffnete Schere zwischen armen Bevölkerungsschichten und einer mittleren Bevölkerungsschicht. Das finanzielle Potential der Millionäre und Milliardäre habe ich außen vor gelassen, denn das liegt ohnehin in den Händen weniger.

Und faselt nicht von „Mitbewerbern“ auf dem „Markt“. Es sind Teilnehmer am Konkurrenzkampf der allerübelsten Sorte! Verbietet das „Zocken“ an den Börsen! Wer Aktien erwirbt, der muss sie eine Zeit lang halten und die Firma stützen. Dafür erhält derjenige Dividende. So war das gedacht! Die Börse ist zur Pokerbühne mutiert mit oder ohne feindliche Übernahme in Form von Aktienankäufen und das ist ganz erbärmlich! Eine Partei, die das nicht in den Griff bekommt, kann man eigentlich gar nicht wählen.

 

 

 

 

 

 

Ta meta ta physica

„Prophezeiungen wachsen aus Erkenntnissen“

Zu sprechen wäre von der Wissenschaft als allgemeine , allumfassende Disziplin der Erkenntnisse, der Wissenschaft als Begriff. Besser wäre die Erklärung und Aufforderung zugleich: “Schafft Wissen!“ Folgte man diesem Aufruf zur Aktion, wäre daraus abzuleiten, dass dem Wissen das Forschen und Beobachten vorausgeht.

Bereits 384 v. Chr. begann der Philosoph Aristoteles, ein Schüler Platons, mit umfassenden Forschungen der Dinge, die mit dem Planeten Erde in Zusammenhang stehen: der Welt und ihrer Erscheinungen. Der Mensch mit einer Lebenserwartung von ca.70 bis 80 Jahren hat dazu die Möglichkeit, auf Erkenntnisse der Vordenker und Erfinder zurückzugreifen, somit er in die Lage versetzt wird, etwas  Vorgefundenes weiter zu entwickeln oder als Alternative dazu alles selbst herauszufinden. Damit würde „das Rad allerdings millionenfach neu erfunden“ ohne je den Gedanken entwickelt und ausgeführt zu haben, dem Rad ein entsprechendes Getriebe beizugeben, welches die Nutzung  effektiver gestaltet. Als dritte Komponente wäre am Antrieb durch einen Motor zu tüfteln, anstelle sich der organischen Kraft in Form von Muskeln bei Mensch und Tier zu bedienen.

Inhaltlich geht es darum, sich die Welt als vorgefundenes Seiendes mit all ihren Vorzügen und Tücken nutzbar zu machen, ohne den Planeten negativ zu beeinflussen und die Existenz der Menschen aufs Spiel zu setzen.

Wir haben es mit zwei Phänomenen zu tun, nämlich den Naturereignissen, die wir nicht beeinflussen können wie Erdbeben (Tsunamis) , Monsterwellen, Überflutungen, Vulkanausbrüchen, Taifunen, natürlichen Waldbränden oder Hagelkatastrophen, Heuschreckenplagen etc oder Einschläge von Meteoriten.
und
Ereignissen, die durch menschlichen Übermut oder Unverstand hervorgerufen werden wie Erderwärmung durch Ausstoß von Stickoxyden, falsche Methoden der Energiegewinnung, Kriege, Raubbau der Energieressourcen, Monokulturen, Absenkung des Grundwasserspiegels, CO-Verklappung in der Erdkruste, Gasgewinnung durch Sprengung von Gesteinsschichten (fracking), Endlagerung von radioaktiven Abfallprodukten, fahrlässige Verkarstung des Erdreiches z. B. in Höhenlagen, Flussbegradigungen etc.
Die letztgenannten, durch menschlichen Unverstand hervorgerufenen Gefahren für den Menschen, sind längst bekannt. Lobbyistenvertreter  einerseits und Warner andererseits liefern sich seit Jahrzehnten
heftige Wortgefechte und Debatten und versuchen Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Gut organisierte Demonstrationen und Aufrufe in sozialen Netzwerken versuchen, die Bürger wachzurütteln und ihr Verhalten zu beeinflussen. Engagierte Schriftsteller , Wissenschaftler und Kunst- und Kulturschaffende ( und einige Religionsvertreter ) erheben ihre „Stimmen.“ Indessen gibt es Gefahren, die durch waghalsige und leichtsinnige Unternehmungen mit unterschiedlicher Motivation die Sicherheit der Erdbevölkerung infrage stellen.

Als seinerzeit der russische Präsident Chrutschow die Konstruktion einer Superatombombe mit 500 Megatonnen Sprengkraft bei „seinem“ führenden Physiker und Chefentwickler in Auftrag gab, verweigerte dieser die Ausführung und begnügte sich mit der Hälfte der Sprengkraft, weil er die Auswirkung der Detonation auf den Planeten  nicht genau vorausberechnen konnte.
Wenn heutzutage Gebäude mit Höhen um 700 Metern oder anvisierter Höhe von 1km in Planung und zur Ausführung kommen, somit sich ein Wettstreit zwischen einzelnen Staaten einstellt nur um des Prestiges wegen, sollten sich Physiker allen Ernstes mit den Gefahren vertraut machen, die solche Bauwerke für den Planeten bedeuten. Die Erdachse hat sich nämlich im Verhältnis zur Ekliptik  bereits um einige Grad verschoben, so dass der Äquator nicht mehr auf dem geografischen Längengrad verläuft, auf dem er Jahrhunderte lang gefunden wurde.

Im Verhältnis der Massen (Erde, Mond und Sonne) können sich insbesondere beim Planeten Erde Veränderungen einstellen sobald Masseverhältnisse auf der Erdkruste verschoben werden. Das physikalische Prinzip, dass Energie nicht verloren geht, findet hierbei keine Anwendung bzw. Gültigkeit, denn wenn  beispielsweise Milliarden Tonnen Erdöl aus der Erdkruste gepumpt und vergast werden, geht ein großer Teil der Masse verloren und wird in Energie umgewandelt.

Wie bei einem leichtgelagerten Rad aus einem Fahrrad, das an den jeweiligen Achsenenden aufgehängt und ausgependelt wird (Schwerpunkt zum Erdmittelpunkt) gibt bei einer Massegleichheit von Felge, Mantel , Schlauch und Speichen das relativ kleine Ventil mit nur wenigen Gramm Gewicht den Ausschlag, das Rad mit dem Ventil nach „unten“ auszupendeln.

Ebenso verhalten sich Massen im Weltraum zueinander:  der massereichste Bereich eines Weltraumkörpers (insbesondere auf der Erdkruste / Hebelwirkung!) pendelt sich zur größeren Bezugsmasse eines benachbarten Himmelskörpers aus (hier die Sonne) wie das Fahrradventil eines pendelnden Fahrradrades zum Erdmittelpunkt.
Drei katastrophale Ereignisse entscheiden über den Fortbestand der Menschheit, Ereignisse, die von Menschenhand beeinflusst werden:

1)Ein Atomkrieg

2)Eine völlige Verschiebung der Erdachse im Verhältnis zur Ekliptik (im   Extremfall: Äquator verläuft durch Nord- und Südpol)

  • 3) Absenkung der Umlaufgeschwindigkeit des Erdkörpers um die Sonne einschließlich
  • 4) Verlassen der gewohnten Umlaufbahn entweder zur Sonne oder von der Sonne weg.

Die fünfte Katastrophe, die sich ereignen könnte, wäre nicht durch menschliches Verhalten hervorgerufen, der Einschlag eines Meteoriten.     Wenn jetzt die menschliche Erkenntnis darin gipfelt, die künstlich hervorgerufenen Zerstörungen künftig zu vermeiden, sich gegenseitig zu helfen, Machtgelüsten zu entsagen, gewissermaßen auf dem „Boden der Realität“ anzukommen und alles daran zu setzen, den uns gegebenen menschlichen Verstand und den Erfindungsreichtum im positiven Sinne zu nutzen, dann wird dem „Kunstwerk Schöpfung“ auch eine Ehre zuteil, die darin gipfelt, es pfleglich zu behandeln anstatt sich hochmütig oder übereifrig-leichtsinnig über die Schöpfung zu stellen.

Aber das ist doch völlig klar!

 

 

 

Muffige Gerüche aus den USA

„Und die ganze Welt nimmt Anteil“

„Mij op bed har wi hat – Schiet op bed kreg wi weer“ (Pinkelei auf dem Bett hatten wir – Kacke auf dem Bett kriegen wir wieder). Mit dieser ostfriesischen Lebensweisheit lässt sich sehr wahrscheinlich jede politische Einschätzung beginnen ohne „mit der Wahrheit hinter dem Berg“ zu halten. Nehmen wir den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten von Nordamerika zum Anlass, einen Blick auf das aktuelle Tagesgeschehen der US-Amerikaner zu werfen. Wenn es um eine weit geöffnete „Schere“ zwischen „Reichtum“ und „Armut“ geht oder um den Gegensatz zwischen gebildeter Bevölkerung und völlig ungebildeten Bevölkerungsanteilen, finden wir beides in den USA. Angst und Bange mag es den Betrachtern des gegenwärtigen Wahlkampfes zwischen Hillary Clinten und Donald Trump werden, dessen Wahlkampf-Strategen sich nicht scheuen, aus dem Verbündeten, der Bundesrepublik Deutschland, eine „Hochburg des Islamischen Staates“ zu machen, dessen Insignien, die schwarze Flagge, als Fotomontage sowohl auf dem Reichstagsgebäude als auch auf den Türmen von Schloss Neuschwanstein im Winde weht. Solche Menschen dürfen unbesorgt als Trampel geschimpft werden. Außerdem mag sich der Betrachter der amerikanischen Szene in die Zeit des Rezessionskrieges zurückversetzt fühlen, wenn man Bilder von revoltierenden farbigen Bevölkerungsgruppen zur Kenntnis nimmt, die gegen übereifrige weiße Cops demonstrieren, welche ihre Schusswaffen vorschnell gegen einen unbewaffeneten Farbigen eingesetzt hatten, und der seinen Schussverletzungen erlegen ist. Wahrlich kein Einzelfall! Mittlerweile gibt es mehrere tote Polizisten als Gegenreaktion.
Schon zu Zeiten des berühmt-berüchtigten „Billy The Kid“ liefen die meisten männlichen Bewohner in den Towns und Goldgräberlagern mit einem Revolver oder/und einem Repetiergewehr, z. B. einer „Winchester“, durch die Gegend. Das ist bis heute so geblieben, und selbst einem Barack Obama ist es während seiner Amtszeit nicht gelungen, wenigstens vollautomatische Langwaffen für Privatpersonen per Gesetz verbieten zu lassen. Statt dessen gab es Ansätze, sich auf Magazine mit höchstens 4 Patronen Ladekapazität im Kongress zu einigen. Die Anzahl der Magazine, die ein amerikanischer Bürger mit sich führen darf, stand nicht zur Debatte. Weshalb auch? Dann hätte man ja rechnen müssen!
Dabei sind Kurzwaffen wie Pistolen oder Revolver viel gefährlicher, weil sie verborgen mitgeführt werden können. Wen wundert es, dass Polizisten oder Sheriffs bei zum Beispiel Verkehrskontrollen außergewöhnlich nervös reagieren? Das alles ist wenig durchdacht, und allem Anschein nach legen die meisten Amerikaner auch keinen Wert darauf. Wenn sich jemand ein Bild von der Wirkung von Lobbyisteninteressen auf die Gesetzgebung machen möchte, wird auch am vorgenannten Beispiel in den USA fündig. Die Bürger der Bundesrepublik sahen von jeher im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein nacheiferungswürdiges Vorzeigemodell. Dieser Nachahmeffekt sollte jedoch nicht mit einer gewissen Dankbarkeit für die Errettung der Nachkriegsbevölkerung aus dem Hitlerjoch verwechselt werden. Vielleicht sollten die Deutschen den „Herrn Trump“ in die BRD holen –
falls er im Wahlkampf Frau Clinton wider Erwarten unterliegen sollte
. Diese Aufgabe könnte beispielsweise der „freie“ Sender RTL übernehmen und ihn in die Riege der Comedians aufnehmen, so dass ihm neben Mario Barth gewisse Sendeabläufe, Sendeeinheiten angedient werden könnten. Die Einschaltquoten würden wahrscheinlich in ungeahnte Höhen schnellen, besonders, wenn entsprechende Werbeblöcke das Bild eines Komikers wie Trump abrunden , z. B. ein Spot mit Sägekettenwerbung, wobei die Sägespäne direkt in den geöffneten Mund des Komikers geschleudert werden. Vielleicht könnte man ihn auch in der „Latexwerbung“ einsetzen, indem die „gewisse Tonaufzeichnung“ (seinerzeit aus dem Caravan) im Hintergrund eingespielt wird. Es böten sich auch andere lukrative Aktionen an z. B.
„Trump-Masken“ zu Halloween oder als Nikoläuse. „In der Höhle der Löwen“ könnte Trump Herrn Maischberger davon zu überzeugen versuchen, in die Produktion einzusteigen, vielleicht mit halbe – halbe? Somit müssten wir Deutsche nicht wieder 5 bis 6 Jahre warten, bis eine amerikanische Albernheit auch nach Deutschland exportiert wird.

 

Fassungslos vor dem Halbmond

Ein neuer Brandherd hat sich aufgetan. Die innenpolitische Lage der Türkei ist nicht erst seit gestern schwierig. Im Land zwischen religiös- konservativen Kräften jenseits des Bosporus und westlich orientierten Zeitgeistern z.B. in der Metropole hat sich eine Spaltung ereignet, die der konservative Präsident Erdogan nicht verhindern konnte. Nach außen wird diese verschiedene Lebensauffassung durch Kopftücher oder  Verschleierung auf der einen, Miniröcke und Make up auf der anderen Seite deutlich. Moderne Frauen mögen sich nicht länger als „graue Mäuse“ durch das Leben bewegen.
Konservative Menschen in der Türkei sehen dieser Entwicklung mit Sorge und Ärger entgegen. Der gescheiterte Putschversuch ist die logische Konsequenz auf die innere Spaltung, zumal der türkische Präsident mit allen Mitteln versucht, Andersdenkende und -handelnde rigoros zum Schweigen zu bringen, insbesondere die Presse.  In einem demo-
kratischen Staatsgefüge ist jedweder militärisch fundierte Aufstand eine Farce, zumal die Türkei Mitglied der Nato ist. Das kann Erdogan allerdings mit einem Federstrich ändern. Putin würde das sicherlich mit dessen Politik entgegenkommen.
Man mag Erdogan vorwerfen, er gestalte seinen Amtssitz nach dem Muster Ludwig des IV. in reinster Verschwendungssucht. Natürlich beobachten die Europäer das mit Argusaugen, zumal der türkische Präsident auf der anderen Seite eine Annäherung an die EU sucht.
Doch das war gestern.

Der „Kuhhandel“ zwischen Merkel und Erdogan, Flüchtlingswellen von der EU fernzuhalten gegen Reisefreiheit der türkischen Bürger in die EU-Länder, ist die Quintessenz aus falscher „Wir schaffen das“-Kalku-
lation.

Die BRD zeigt sich souverän, lässt „Deutschtürken“ mit Halbmondfahnen
für Erdogan in Deutschland demonstrieren. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sich in Istanbul ein paar tausend „Türken-deutsche“ unter schwarz-rot-goldenem Banner versammeln würden.

Das Phänomen, sich fern der Heimat an die alten Gepflogenheiten zu erinnern, diese zu pflegen, ist keinesfalls eine Erfindung der Türken.
Diese Vorgänge finden wir auch bei deutschen Einwanderern oder „Zugezogenen“, z.B. in Russland oder Amerika, die dort die heimatliche Kultur pflegten und noch immer pflegen. Ein böses Erwachen findet dann statt, wenn Rückkehrer im ehemaligen Heimatland nichts Vertrautes mehr vorfinden und von den inzwischen neuen Bewohnern der alten Heimat als „Fremde im eigenen Land“ betrachtet  und behandelt werden.